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Wer sind die Player?

Die Gartner-Studie hat neben den Marktanteilen der diversen Anbieter auch ihre Stärken und Schwächen untersucht. Die engsten Verfolger von Cisco sind HP, Juniper Networks und Blade Network Technologies (BNT). Doch Gartner widmet sich auch Force 10 Network, Brocade, Avaya, Extreme Networks und Arista.
Cisco und HP werden von den Analysten als „Mega-Player“ bezeichnet, auch deswegen, weil diese Firmen eine umfassende Vision entwickeln, wie das Rechenzentrum der Zukunft aussehen wird. Die wichtigste Unterscheidung der beiden sei, dass Cisco einen Netzwerk-zentrierten Ansatz verfolge, während HP einen Server-zentrierten habe. Die Lücke im Core-Bereich habe HP jedoch mit der Akquisition von 3COm geschlossen.
Großen Einfluss auf die Marktentwicklung nehme auch IBM, obwohl das Unternehmen keine eigene Technik in diesem Bereich anbiete. BNT und Juniper füllen hauptsächlich das Angebot an Datacenter Fabrics. IBM engagiert sich bei der Standardisierung von DCB/CEE und VEPA.
Neue Technik, neues Spiel
Umgekehrt profitieren Juniper und BNT von der Geschäftsbeziehung zu IBM. So ist BNT der Marktführer im Bereich Blade-Switches, die in Server-Chassis eingebaut werden. Weitere OEM-Partner von BNT waren HP und NEC. HP allerdings hat seit Kurzem mit „Virtual Connect“ einen Eigenentwicklung am Start.
Insgesamt haben die verschiedenen Initiativen der „Mega-Player“ für Fabric-based Computing dazu geführt, dass sich dieser Ansatz des Integrated oder Unified Computing sich schneller durchsetzt. Die Anwenderunternehmen scheinen dafür bereit zu sein, bisherige Vorbehalte gegenüber restriktiven, proprietären Vorgaben von Seiten ihrer Lieferanten über Bord zu werfen.
Die Gartner-Analysten sprechen von „vendor lock-ins“. Es geht quasi um den Fuß in der Tür für eine neue, vielversprechende Art, ein Rechenzentrum zu betreiben. Sie warnen jedoch weiterhin davor, dass der Weg zu einem wahren Fabric-basiertem Computing weder kurz noch trivial ist.
Aufruhr in der Nische
Die zweite Gruppe der Anbieter von Switches für Datenzentren kommen aus dem Lager der Ethernet-Switching-Industrie: Brocade, Avaya (Nortel Networks), Force 10 Networks, Extreme Networks, Enterasys Networks, Alcatel Lucent und Huawei sowie viele andere. Einige hätten bereits eine Strategie entwickelt, wie sie dieses Marktsegment penetrieren könnten, andere seien dabei. Eine der wichtigsten Aufgaben für diese Anbieter sei es, bei den Anwendern Vertrauen in ihre neuen Fähigkeiten zu wecken.
Die Kunden können von den neuen Mitspielern im Markt aber zum Teil auch sehr schnell profitieren. Arista und Voltaire Networks etwa offerierten schnörkellose Gigabit- und 10-Gigabit-Ethernet-Switches für Server zu sehr attraktiven Preisen.
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