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Analyse der Ausgangslage und Empfehlungen für die Zukunft des Networking Gartner sagt: Das Unternehmensnetz der Zukunft ist „hyperconverged“

| Redakteur: Ulrike Ostler

„Wir betreten eine Ära der Hyper-Konvergenz“, stellen die Gartner-Analysten Bjarne Munch und David Willis fest. Sämtliche Services werden über ein gemeinsames IP-Netz geliefert – nicht nur Sprache, Video und Daten. Die Grundlage gilt für kabelgebundene Netze genauso wie für (lokale) Funknetze, für Storage und den Rechnerbetrieb. Das schreit geradezu nach neuen Design- und Collaboration-Prinzipien.

Was kommt jetzt? Gartner-Analysten schauen in die Zukunft der Unternehmensnetze; Bild: Gartner
Was kommt jetzt? Gartner-Analysten schauen in die Zukunft der Unternehmensnetze; Bild: Gartner
( Archiv: Vogel Business Media )

Ausgangspunkt für die Analyse der Gartner-Analysten sind drei Beobachtungen:

  • 1. Der Datenverkehr, der durch Anwendungen hervorgerufen wird, ist unvorhersehbarer als je zuvor und schwierig zu modellieren.
  • 2. Die wichtigsten IT-Lieferanten wie Cisco, HP und Oracle verfolgen den Ansatz eines vollen integrierten Stack über die Bereiche Networking, Storage und Server hinweg. Um von diesen Angeboten zu profitieren bedarf es der Anstrengungen im Bereich Collaboration, mit klaren Richtlinien für Architektur-relevante Entscheidungen
  • 3. Die jetzt üblichen hierarchischen Netzwerk-Designs stehen einer guten Performance entgegen.

Darüber hinaus schwingt bei allen Überlegungen mit, dass Cloud Computing, Virtualisierung, Mobilität, Unified Communications und Video mehr Applikations-Verkehr auf das Netzwerk bringen. Doch das traditionelle Netzwerk-Design zwängt diese Entwicklung immer spürbarer ein. Zugleich generieren die Hersteller aus bisherigen Server-, Storage- und Netzwerk-Silos integrierte Stacks, die zusammen mit einem übergreifenden Management ausgeliefert werden.

Sicherheits-Regeln sowie Möglichkeiten diese zu erstellen und durchzusetzen müssen überall dort zur Verfügung stehen, wo das Netzwerk zugänglich ist. Nur wenn alle diese Voraussetzungen mit bedacht werden, lassen sich richtige Architektur-Entscheidungen fällen, so die Analysten.

Netzwerker sehen sich mit Umstrukturierung konfrontiert

Die Netzwerker müssen sich umstellen. Nach Jahren, in denen sich die Kommunikationssysteme kaum verändert haben oder sich den nur langsam wandelnden Bedürfnissen der Anwender anpassen mussten, ist nun auf einmal alles anders. Wie in der Analyse „The Enterprise Network of the Future will be Hyperconverged“ formuliert, geht es hierbei nicht nur um die Konsolidierung des Netzes oder ein gemeinsames Set an Protokollen.

Vielmehr sei ein interdisziplinäres Herangehen gefragt, das Veränderungen im Arbeitsumfeld antizipiert, das aus einem Technik-Mix aus Produkten für End-Verbraucher und aus gewohnter IT besteht, das Vorteile aus Cloud-Services zieht und auf maximale Effizienz im Backbone pocht.

Die Schwierigkeit erhöht sich dadurch, dass das Ganze schnell vonstatten gehen muss. Denn die Anwender-Bedürfnisse und Erwartungen ändern sich noch schneller. Zum Beispiel erlauben es Collaboration-Systeme den Nutzern, geradezu nahtlos von traditioneller Telefonie zu Audio-Konferenzen, gemeinsam genutzten Arbeitsumgebungen und Video-Conferencing zu wechseln und zwar innerhalb eines Systems und nicht von einem zum anderen.

weiter mit: Auch Netze müssen die Cloud verkraften

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