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Restrukturierung & Konsolidierung von Rechenzentrumsnetzen, Teil 1 Ethernet wird auch im Rechenzentrum zur allumfassenden Basis

| Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Bislang fand man in Rechenzentren stets diverse Netztechnologien vor – mit allen daraus resultierenden Nachteilen. Dies wird sich spätestens mit der Einführung hochperformanter Ethernet-Lösungen wie 10- und 100Gbit-Ethernet ändern. Dann nämlich lassen sich auch klassische Fibre-Channel-Netze durch Ethernet ersetzen bzw. darauf aufsatteln.

Mit Einführung des 10-Gigabit-Ethernets wird auch FCoE interessant. Bild: Franck Boston - Fotolia.com
Mit Einführung des 10-Gigabit-Ethernets wird auch FCoE interessant. Bild: Franck Boston - Fotolia.com
( Archiv: Vogel Business Media )

In den vergangenen Jahren herrschte in den Rechenzentren ein erheblicher Investitionsstau hinsichtlich des Ausbaus der tragenden Netzwerkstruktur. Der Hauptgrund dafür war einerseits das jenseits der 1 Gigabit-Grenze fehlende Produktangebot und andererseits der das Fehlen praxistauglicher Standards.

Dies hat dazu geführt, dass Ein-Gigabit-Ethernet Strecken in einer für die Infrastruktur ungesunden Dichte aufgebaut wurden. Denn spätestens dann, wenn der physische Zugang zu einem Rack nicht mehr möglich ist, weil zu viele Kabel aus ihm herausführen oder Zwischenböden so mit Kabeln überfüllt sind, dass die vorgesehene notwendige Klimatisierung „keine Luft mehr bekommt“, ist man rein physisch an einer sehr unbefriedigenden Grenze angelangt, da jetzt keine neuen Server mehr installiert werden können.

Aber auch abgesehen von derartigen groben Unzulänglichkeiten, deren Liste sich noch weiter fortsetzen ließe, drängt die Einführung neuer Dienste und Systeme in Richtung einer wesentlich erhöhten Basisleistung der Rechenzentrumsnetze in. Hier ist vor allem der Trend zu sehr leistungsfähigen Serversystemen auf Basis paralleler Multi-Prozessoren zu nennen, wie sie von verschiedenen Herstellern angeboten werden. Intel z.B. hat die Welt der PCs und Notebooks mit Dual- und Quad-Core-Prozessoren revolutioniert. Gleichzeitig existieren im Labor aber schon Muster von Systemen mit bis zu 80 CPUs, die zusammen grade mal so groß wie ein Fingernagel sind.

Moore´s Law, nach dem sich die Prozessorleistung durchschnittlich spätestens alle zwei Jahre verdoppelt, gilt weiterhin ungebremst.

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