Big Data, Cloud und IoT

Drei Erfolgsfaktoren für die Digitale Transformation

| Autor / Redakteur: Jörg Knippschild / Andreas Donner

Anwendern ist eine nahtlose, effektive Nutzererfahrung besonders wichtig. IT Abteilungen müssen deshalb in der Lage sein, die Performance entsprechend zu skalieren, wenn dies nötig ist.
Anwendern ist eine nahtlose, effektive Nutzererfahrung besonders wichtig. IT Abteilungen müssen deshalb in der Lage sein, die Performance entsprechend zu skalieren, wenn dies nötig ist. (Bild: © motorradcbr - stock.adobe.com)

Big Data, Cloud und IoT sind längst etablierte Trends der Digitalen Transformation. Alle drei Technologien bilden gemeinsam eine zentrale Komponente in der Strategie zukunftsorientierter Unternehmen. Damit Unternehmen deren großes Potenzial voll ausschöpfen können, muss sichergestellt sein, dass die Netzwerkinfrastruktur diese Technologien optimal unterstützt.

Die Digitale Transformation ist ein fortlaufender Prozess ohne einen bestimmten Endpunkt. Die Rolle von Netzwerken der nächsten Generation ist es, diesen Prozess zu unterstützen, Innovationen zu erleichtern und Anwender zufriedenzustellen. Unternehmen, die wirklich transformativ handeln wollen, müssen drei Aufgaben bewältigen: Sie müssen sich voll und ganz der Cloud widmen, ein Software-definiertes Netzwerk vorantreiben und diesen Fortschritt mit ihren Unternehmenszielen abgleichen.

Verlass auf die Cloud

Den meisten ist bewusst, wie wichtig die Cloud für Firmen ist. Dennoch hinken viele Unternehmen bei den neuesten Innovationen hinterher. IT-Entscheider auf der ganzen Welt, aus Unternehmen verschiedener Branchen, sind sich dieses Missverhältnisses bewusst. Sie sind sich auch bewusst, dass ihre Legacy-Netzwerke Cloud-Strategien ausbremsen. Das ist das Ergebnis der Riverbed Future of Networking Global Survey 2017.

Setzen Unternehmen auf die Cloud, genießen sie große Vorteile: Ihr Netzwerk wird agiler und flexibler. Es ermöglicht eine starke Anwendungs-Performance und eine hohe Mobilität, die den heutigen Nutzererwartungen gerecht wird.

Wechseln Unternehmen zu Netzwerken der nächsten Generation und verfolgen sie zugleich einen „Cloud-First-Ansatz“, bereiten sie zudem den Weg für die Einführung weiterer Technologie-Trends. Dazu gehört etwa umfassender Support für hybride Apps, IoT-Anwendungen und andere Initiativen. Die Einführung dieser Technologien zahlt sich wiederum aus, weil sie Innovationen vorantreiben und einen Wettbewerbsvorteil ermöglichen, den veraltete Netzwerkinfrastrukturen nicht leisten können.

Software-Überwachung für Networking

Wenn es darum ging, Systeme und Netzwerke zu verwalten oder zu kontrollieren, setzten die Verantwortlichen seit den 1990er-Jahren auf Hardware. In der heutigen Welt jedoch wird alles per Software gesteuert – intelligente Software im Hintergrund übernimmt die Verantwortung über Management und Kontrolle.

Setzt ein Unternehmen Anwendungen in der Cloud ein und implementiert eine Infrastruktur der nächsten Generation, wartet bereits die nächste Herausforderung: Das Unternehmen muss Transparenz und Kontrolle im gesamten Netzwerk gewährleisten.

Für viele Unternehmen heißt die beste Lösung für eine umfassende Transparenz Software-Defined Wide Area Networking (SD-WAN). Richtig angewendet kann SD-WAN unerreichte Agilität, Effizienz, Flexibilität, Sicherheit und Kontrolle für das Unternehmensnetzwerk bereitstellen. Mit Blick auf den Nutzer- und App-fokussierten, digitalen Transformationsprozess sind diese Eigenschaften entscheidend, um eine überzeugende Nutzererfahrung zu ermöglichen.

Ein Beispiel: Viele Händler setzen während der Höhepunkte der Shopping-Saison auf Pop-Up-Stores. Damit ein neues Geschäft rechtzeitig eröffnet werden kann, muss die IT schnell sein – das Umsatzfenster ist klein, weshalb Tage und sogar Stunden zählen.

Die ideale SD-WAN-Lösung bietet IT-Teams unverzichtbare Funktionen: zentralisierte Orchestrierung und Policy-Management, Zero-Touch-Bereitstellung sowie einen Performance-orientierten Ansatz bei der Visibilität. IT ermöglicht es den Teams, einen Pop-Up-Store innerhalb von Stunden und optimalen Standards entsprechend aufzusetzen.

Eine Inventur der Digitalen Transformation

Außerdem muss ein Unternehmen die Auswirkung seiner Strategie effektiv messen können. Nur dann kann es das Maximum aus seinen Digitalisierungs-Initiativen herausholen.

Das bedeutet, dass die Anwender Mittel und Wege brauchen, um die Performance zu überwachen sowie Analysen anzufertigen und auf dieser Basis fortlaufende Reportings zu erstellen. Das hat den Vorteil, dass sowohl die IT als auch Entscheider die richtigen Weichenstellungen vornehmen können: Wie handhabe ich das Netzwerk richtig? Und wie Anwendungen, Nutzer, Sicherheit oder andere kritische Elemente?

Behält die IT den Überblick über die vielen Einzelteile des Netzwerks, kann sie Ziele auf Basis der gesammelten Metriken einfacher standardisieren, erfassen und bestimmen.

Auf der anderen Seite sollten Führungskräfte nicht nur auf traditionelle zentrale Performance-Indikatoren blicken, also etwa Umsatz und Kosten. Es macht Sinn, dass auch sie sich mit der Produktivität der Angestellten, die Benutzerakzeptanz, der Reaktionszeit, dem Umsatzanteil digitaler Kanäle, der Neukundenrate oder dem Nutzer-Engagement auseinandersetzen. Es ist wichtig, Folgendes immer im Hinterkopf zu behalten: Die Digitale Transformation ist für die Kunden des Unternehmens genauso wichtig für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und manchmal sogar wichtiger.

Auch hierfür wieder ein Beispiel: Eine Bank möchte eine digitale Initiative rund um mobile Banking-Services, etwa mobile Überweisungen, starten. Entscheidend ist hier die Nutzererfahrung: Es darf bei den einzelnen Schritten der Überweisung keine oder kaum wahrnehmbare Verzögerungen geben.

Gibt es Probleme mit der Latenz, kann SD-WAN die beste „Route“ für die Transaktion ermitteln, was sicherstellt, dass Bandbreite und Latenz die Transaktionen nicht negativ beeinflussen. Auch für e-Commerce-Transaktionen gilt, dass Reaktionszeit und das Verlassen des Warenkorbs durch den Kunden zusammenhängen. Netzwerk- und Monitoring-Tools können Unternehmen dabei unterstützen, Performance-Schwächen aller Art zu identifizieren.

Jörg Knippschild.
Jörg Knippschild. (Bild: Riverbed)

Cloud und Software-Defined sind die Lösung

Der beste Weg, um eine effektive Digitale Transformation sicherzustellen? Auf die Cloud setzen, Software-basierte Prozesse implementieren (beispielsweise SD-WAN) und dafür sorgen, dass es messbare Geschäftsziele gibt, auf deren Basis aktuelle sowie künftige Initiativen definiert werden können.

Orientieren sich Unternehmen an diesen Wegmarken, befinden sie sich in einer wesentlich besseren Position, um Innovationen voranzutreiben und zugleich eine überragende Nutzererfahrung zu bieten.

Über den Autor

Jörg Knippschild ist Senior Manager Solutions Engineering DACH bei Riverbed Technology.

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