ZTE liefert Netz- und Zugangstechnik für die E-Plus-Gruppe

Die Zukunft fest im Visier – E-Plus setzt auf LTE-Technik von ZTE

27.10.2011 | Autor / Redakteur: Susanne Wu / Andreas Donner

KPN und E-Plus bauen gemeinsam mit ZTE in Europa ein TDD-LTE-Netz auf
KPN und E-Plus bauen gemeinsam mit ZTE in Europa ein TDD-LTE-Netz auf

Der chinesische Hersteller von Telekommunikationstechnik ZTE hat eine enge Partnerschaft mit der E-Plus-Gruppe geschlossen. Im Rahmen dieser Kooperation liefert ZTE neben der Zugangstechnik für die UMTS-Erweiterung HSPA+ auch die Core Network Technology. Darüber hinaus ist ZTE maßgeblich am Aufbau des G4-Standards LTE bei der E-Plus-Gruppe beteiligt.

„In den kommenden Jahren rechnen wir mit massiven Veränderungen bei der Nutzung von mobilen Endgeräten: weg von der einfachen Telefonie, hin zu komplexen Internetdiensten.“ Mit diesen Worten umreißt Gerhard Lüdtke, Direktor Access Network bei der E-Plus-Gruppe, die Motivation seines Unternehmens, massiv in den Ausbau der Netze zu investieren.

„Und das bedeutet, dass es einen regelrechten Datentsunami geben wird. Darauf müssen wir uns einstellen. Um hier den Anschluss nicht zu verlieren, brauchen wir einen kompetenten Partner, der uns mit einer ausgereiften Technik unterstützt. So ein Partner ist ZTE.“

Mit dem chinesischen Telekommunikations- und Netzwerkausrüster ZTE standen E-Plus und seine niederländische Konzernmutter KPN seit 2005 in Kontakt, zunächst als Lieferant von Endgeräten.

Doch das sollte sich ab Dezember 2009 ändern, denn zu diesem Zeitpunkt vereinbarten E-Plus und seine niederländische Konzernmutter KPN den flächendeckenden Ausbau der UMTS-Erweiterung HSPA+ mit der Technik von ZTE. Das Ziel war zum einem eine bessere Versorgung aller Gebiete mit leistungsfähigen Mobilfunknetzen und zum anderen eine deutliche Steigerung des Datendurchsatzes durch die neue Technik. Davon profitierten in erster Linie die Endkunden, denn sie erhielten einen schnelleren Anschluss ans Internet mit mobilen Geräten.

In einem zweiten Schritt soll nun der Mobilfunkstandard LTE eingeführt werden. LTE ist die Abkürzung für „Long Term Evolution“ und dieser Standard gehört bereits zur performanten vierten Generation im Mobilfunk. Seit März 2011 laufen verschiedene Tests auf drei Frequenzbändern.

„Vorrangig ist für uns jedoch zunächst der Ausbau des HSPA+-Netzes, denn hier gibt es bereits Kunden mit den entsprechenden Endgeräten“, erklärt Matthew Geller, Departement Manager Procurement International Network, bei der E-Plus-Gruppe. Bei der Vereinbarung zwischen ZTE und KPN geht es um den Austausch des alten Equipments an den Basisstationen des Mobilfunkbetreibers, das durch die leistungsfähigere ZTE-Technik ersetzt wird.

In kürzester Zeit

Den ersten Vertrag zum Ausbau der Netze in Deutschland schlossen KPN und ZTE bereits im Dezember 2009. Die Tinte auf dem Vertrag war noch nicht getrocknet, da begannen die Chinesen bereits mit der Umsetzung: Am Anfang stand der Aufbau eines Trainingszentrums. Hier vermitteln ZTE-Teams die nötigen Kenntnisse für den Umgang mit den neuen Systemen an Service-Unternehmen, Subunternehmer sowie Mitarbeiter von KPN.

Mitte März 2010 wurde der erste Testanruf mit dem neuen System erfolgreich durchgeführt. Ende März waren die Interoperabilitätstests abgeschlossen, ohne dass sich nennenswerte Probleme zeigten. Da das ZTE-Equipment in bestehende Stationen eingebaut wurde, musste es mit dem vorhandenen Material kompatibel sein. Das wollte man mit den Interoperabilitätstests prüfen. Danach ging es Schlag auf Schlag.

Ende April übergab ZTE die ersten Node-B-Basisstationen schlüsselfertig zur Nutzung an KPN. Im Mai gründete ZTE eine belgische Tochter, um die Aktivitäten in Belgien zu koordinieren. Sie gilt nach belgischem Recht als inländisches Unternehmen und hat dadurch die Möglichkeit flexibler zu agieren. Im Juni 2010 wurde für den Kunden E-Plus ein Custumer-Help-Desk eingerichtet. Er ist rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche besetzt und kann sehr schnell aktiv werden.

Ende Juni schlossen ZTE, Alcatel Lucent und ihre Servicesparte Alcatel Lucent Network Services, E-Plus und die KPN Group België Serviceverträge zur Wartung der Netze. Deshalb werden auch Mitarbeiter von Alcatel bei ZTE geschult, denn den Service der E-Plus-Netze übernimmt Alcatel.

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