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ZTE liefert Netz- und Zugangstechnik für die E-Plus-Gruppe

Die Zukunft fest im Visier – E-Plus setzt auf LTE-Technik von ZTE

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Immer in der Nähe des Kunden

Zeitgleich richtete ZTE neben seinem Deutschland-Sitz in Düsseldorf regionale Büros ein, die vor Ort die nötigen Arbeiten koordinieren und den Projektverantwortlichen von KPN/E-Plus zur Seite stehen. Diese Büros befinden sich unter anderem in München, Bonn, Berlin, Hannover, Darmstadt und Luxemburg. Dadurch zeigt ZTE, wie wichtig dem Unternehmen Kundennähe, kurze Wege, aber vor allem schnelle Reaktionszeiten sind.

In der ersten Julihälfte war die Installation an 110 Standorten, davon 21 in Belgien, fertiggestellt. Im August wurden die letzten beiden RNCs installiert und an das E-Plus-Netz angeschlossen. Im November beendete ZTE die Testreihe für das Operations Support System (OSS). Bis Ende 2011 sollen 6.000 Standorte in Deutschland und Belgien geswapt sein. Damit ist der größte Teil des Projekts in Rekordzeit bewältigt.

Im Vergleich zu den Vorgängersystemen bringt die ZTE-Technik für E-Plus zahlreiche Vorteile. Nicht nur, dass sich der Datendurchsatz entscheidend verbessert, die ZTE-Module verbrauchen auch weniger Energie, erzeugen weniger Wärme und zeichnen sich durch ihre kompakte Größe aus. Dadurch lassen sich leichter transportieren, Installation und Wartung vereinfachen sich ebenfalls. Hinzu kommt, dass die ZTE-Geräte SDR-fähig sind: Upgrades können ohne großen Aufwand durchgeführt werden, was das System quasi zukunftssicher macht. Die Kosten für Logistik, Support und Betrieb verringern sich beachtlich, außerdem lassen mit dieser Technik neue Dienstleistungen und auch neue Umsatzmöglichkeiten für den Kunden innerhalb kürzester Zeit realisieren.

Core Network Technology

Doch nicht nur die Zugangstechnik stellt ZTE bereit: In einem zweiten Vertrag wurde die Lieferung der Core Network Technology vereinbart. Sie ist – wie der Name schon sagt – das Kernstück des Netzes, über sie läuft der gesamte Traffic. Damit wird ZTE der Hauptlieferant für KPN im Bereich Zugang, Kernnetz und Endgeräte.

Auf die Frage, ob man sich dadurch nicht zu sehr von ZTE abhängig macht, besonders wenn es Probleme gibt, antwortet Matthew Geller gelassen: „Europa ist für asiatische Unternehmen als Zielregion sehr attraktiv. Wenn uns ZTE oder ein anderes chinesisches Unternehmen hängen lässt, kann es den europäischen Markt komplett vergessen. Und das will keiner. Und außerdem“, fügt er hinzu, „ist ZTE als Aktiengesellschaft vollkommen transparent. Ich kann jederzeit im Internet nachschauen, wer für was verantwortlich ist und wie die Bilanzen aussehen. Auch das fördert das Vertrauen.“

Die Bundesnetzagentur sieht als staatliche Aufsichtsbehörde in der engen Kooperation zwischen KPN und ZTE ebenfalls keine Probleme und genehmigte den Netzausbau mit chinesischer Technik.

KPN und E-Plus haben bereits die nächste Generation der mobilen Standards im Blick, nämlich LTE. Sie verspricht eine deutlich schnellere Verbindung ins mobile Internet. Und auch hier arbeiten die E-Plus-Gruppe und ZTE eng zusammen: Seit Februar 2011 führt E-Plus mithilfe der ZTE-Technik in drei Frequenzbändern Feldtests durch, um die Möglichkeiten und Grenzen von LTE in Deutschland zu auszuloten.

Von China Mobile lernen

Das Besondere daran: Im 2,6 GHz Band wird erstmals in Deutschland der Standard TDD-LTE getestet. Bislang wurde er nur in Asien kommerziell genutzt.

E-Plus und KPN übernehmen hier eine Vorreiterrolle, denn sie führen einen quasi asiatischen Standard in Europa ein. Um von den Erfahrungen anderer TK-Unternehmen zu profitieren, arbeitet KPN mit dem weltweit größten Mobilfunkanbieter China Mobile zusammen, der seine Netze bereits mit TDD-LTE betreibt. Das chinesische TK-Unternehmen bringt seine Kenntnisse beim Betrieb und der Wartung von TDD-Netzen ein und unterstützt die Tests von KPN/E-Plus mit technischen Leistungen.

Allerdings kann man die chinesischen Verhältnisse nicht 1:1 auf die Situation in Deutschland übertragen, insbesondere was das Kundenverhalten und die Akzeptanz betrifft. Anders als in Deutschland bietet TDD-LTE für viele Menschen in China und anderen asiatischen Staaten die einzige Möglichkeit, überhaupt in das schnelle Internet zu kommen, ohne dass dafür aufwändig Glasfasernetze verlegt werden müssen.

Deswegen stößt dieser Standard dort auch auf große Resonanz. Doch Gerhard Lüdkte von E-Plus zeigt sich zuversichtlich, dass die Menschen auch hierzulande die neue Technik akzeptieren: „Wenn sie die Vorteile sehen, die sie ihnen bietet, werden unsere Kunden schnell die Möglichkeiten der neuen Technik nutzen. Hier vertraue ich auch voll auf unseren Partner ZTE.“

Auf die Frage, was ihn an ZTE so überzeugt, antwortet er: „Wir sind Herausforderer im Mobilfunksektor und ZTE ist ebenfalls Herausforderer auf seinem Gebiet. Da stimmt die Chemie einfach. Wir hatten ZTE schon seit unserem ersten Kontakt 2005 in Shenzhen auf unserem Bildschirm. In Asien ist ZTE bereits Lieferant für zukunftsfähige Kommunikationstechnologie seit längerem etabliert und hat bemerkenswerte Referenzprojekte in verschiedenen Staaten, nicht nur in China vorzuweisen. Und was die Technik betrifft, da kann ZTE mit anderen Lieferanten mithalten oder ist ihnen sogar überlegen.“

Und sein Kollege Matthew Geller ergänzt: „Wir brauchen einen starken Kooperationspartner, weil wir einem harten Wettbewerb ausgesetzt sind. ZTE bietet uns Lösungen, die einfach funktionieren. Ich stehe voll und ganz hinter der Kooperation, weil ich immer wieder die Motivation und den Willen von ZTE sehe, uns zum Erfolg zu bringen. Das imponiert mir.“

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