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Ericsson Mobility Report 5G-FWA als Schlüssel für künftiges Netz-Wachstum

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Fixed Wireless Access über 5G gewinnt für Netzbetreiber weltweit an Bedeutung. Laut Ericsson sollen FWA-Tarife mit Geschwindigkeitsprofilen und 5G Standalone die Monetarisierung der Netze vorantreiben.

Der Ericsson Mobility Report zeigt: Fixed Wireless Access über 5G gewinnt weltweit an Bedeutung. Bis 2030 soll FWA über ein Drittel der neuen Breitbandanschlüsse ausmachen.(Bild:  Ericsson)
Der Ericsson Mobility Report zeigt: Fixed Wireless Access über 5G gewinnt weltweit an Bedeutung. Bis 2030 soll FWA über ein Drittel der neuen Breitbandanschlüsse ausmachen.
(Bild: Ericsson)

Der Ericsson Mobility Report (Juni 2025) stellt den strategischen Bedeutungsgewinn von Fixed Wireless Access (FWA) ins Zentrum. Mit FWA versorgen Netzbetreiber Haushalte und Unternehmen über 5G anstelle klassischer Kabelanschlüsse – eine Option, die sich laut Ericsson zunehmend durchsetzt.

Demnach bieten bereits rund 80 Prozent der globalen Kommunikationsdienstleister FWA-Dienste an, mehr als die Hälfte davon in Form von geschwindigkeitsbasierten Tarifen. Damit hat sich dieser Anteil im Jahresvergleich deutlich erhöht – von 40 auf 51 Prozent.

Ericsson sieht darin neue Geschäftspotenziale, die klassischen Breitbandmodellen ähneln: Betreiber könnten nun FWA-Pakete mit differenzierten Up- und Downlink-Leistungen schnüren – ein Modell, das mit dem Rollout von 5G Standalone (SA) neue Relevanz gewinnt. Bis 2030, so die Prognose, könnte FWA rund 35 Prozent der neuen Festnetzanschlüsse weltweit ausmachen.

Parallel wächst der Markt weiter: Bis Ende 2025 sollen 2,9 Milliarden 5G-Verträge bestehen – rund ein Drittel aller Mobilfunkverträge. Und der mobile Datenverkehr nimmt ebenfalls zu: plus 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Tendenz weiter steigend. Bis 2030 könnten 80 Prozent des Datenvolumens über 5G-Netze laufen.

Europa liegt laut Report bei der 5G-Midband-Abdeckung mit 50 Prozent hinter Regionen wie Nordamerika (90 Prozent) oder Indien (95 Prozent). Der Ausbau stockt – trotz wachsender Infrastrukturprojekte.

Für Ericsson steht fest: Die Zukunft liegt in der differenzierten 5G-Nutzung – nicht nur als schnelles Netz, sondern als Plattform für neue Dienste. Die Beispiele im Report reichen von Broadcast, Event-Streaming, Virtual Private Networks bis hin zu APIs mit Quality-on-Demand.

Ein zentrales Szenario liefert die Kooperation mit der BT Group: Deren 5G-SA-Netz erreichte im März 2025 bereits 28 Millionen Menschen in 50 britischen Städten. Auch Sony sieht Potenzial in dynamischem Slicing für die Medienproduktion.

Ericssons CTO Erik Ekudden spricht von einem „Wendepunkt“: 5G könnte zur Triebfeder für eine Innovationswelle werden – vorausgesetzt, Netzbetreiber setzen auf 5G SA, Midband-Spektrum und mehrwertorientierte Dienste.

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