Regional-Carrier R-Kom baut weiter an einem eigenen Glasfasernetz

Die Glasfasertechnik für Ostbayern kommt von Alcatel-Lucent

10.07.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler

Firmensitz von R-Kom ist Regensburg; Bild: Stadt Regensburg Tourismus GmbH
Firmensitz von R-Kom ist Regensburg; Bild: Stadt Regensburg Tourismus GmbH

Endlich: Offenbar nimmt nun doch der Ausbau mit Glasfaser Fahrt auf. Jetzt gab Alcatel-Lucent bekannt, dass der Hersteller das Glasfaserzugangsnetz für R-Kom im Großraum Ostbayern bauen wird. Der Aufbau der Infrastruktur beginne in den nächsten Wochen. Bereits bis Ende 2009 sollen die ersten 4.000 Haushalte mit der Alcatel-Lucent GPON-Technik angeschlossen sein.

Alcatel-Lucent ist von R-Kom Regensburger Telekommunikationsgesellschaft GmbH & Co. KG als alleiniger Systemlieferant für den Aufbau eines Glasfaserzugangsnetzes in Ostbayern beauftragt worden. Um einen Glasfaseranschluss möglichst nahe zum Teilnehmer zu bringen, gibt es mehrere Lösungen.

Mit FTTH (Fibre-to-the-Home) gelangt die Glasfaser direkt von einer Vermittlungsstelle bis zum Teilnehmeranschluss. Mit FTTB (Fibre-to-the-Building) endet die Glasfaser im Keller eines Gebäudes. Von dort wird das Signal über die vorhandene Gebäudeverkabelung bis zur Anschlussdose geführt. Bei FTTN (Fibre-to-the-Node) endet die Glasfaser in einem Schaltverteiler am Bordstein. Von dort werden die Signale über das Kupferkabel zum Teilnehmer geführt.

R-Kom will die Technik des Netzwerkausrüsters für Gigabit Passive Optical Network (GPON) sowohl für Glasfaser bis ins Haus (FTTB) als auch für FTTH, also Glasfaser bis in die Wohnung, im gesamten Ausbaugebiet nutzen. Damit liefert Alcatel-Lucent die komplette Netztechnik – von den zentralen Komponenten bis hin zu den Endgeräten – und übernimmt zudem Integration, Aufbau und Wartung des Netzes.

Vom Stadtnetz zum Regionalnetz

R-Kom wurde vor über zehn Jahren mit dem Ziel gegründet, dem Markt ein alternatives, kostengünstiges und nachhaltiges Telekommunikationsangebot bereitzustellen. Mittlerweile verfügt R-Kom in Ostbayern über eine Reihe von Stadtnetzen, die zu einem Regionalnetz verbunden sind.

Diese Netze bestehen aus Glasfaserkabeln für Hochgeschwindigkeitsübertragung sowie einer Vielzahl von Anknüpfungspunkten an nationale und internationale Festnetze. Dabei realisiert R-Kom die gesamte Palette moderner Telekommunikationsdienste.

Das Projekt „Glasfaser Ostbayern“ nimmt zumindest die Versorgung von ostbayerischen Städten ins Visier.
Das Projekt „Glasfaser Ostbayern“ nimmt zumindest die Versorgung von ostbayerischen Städten ins Visier.

Unter dem Produktnamen „Glasfaser Ostbayern“ bindet R-Kom Geschäfts- und Privatkunden an das optische Zugangsnetz an. Neben R-Kom schließen sich die City-Carrier Komro aus Rosenheim, DCC aus Dachau und SWU TelNet aus Ulm der Systementscheidung von R-Kom an.

Zu High-Speed-Internet und Telefonie wird R-Kom auch Kabelfernsehen über dieselbe Glasfaserinfrastruktur anbieten. Darüber hinaus plant R-Kom das Glasfaser-Zugangsnetz für weitere Netzbetreiber zu öffnen und damit den Kunden die Wahl zwischen unterschiedlichen Dienste-Anbietern zu ermöglichen; Stichwort ist hier: „Open-Access-Modell“.

weiter mit: Mehr Dienste für Private und Unternehmen

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