Coronakrise

Die Arbeit im Homeoffice nimmt zu

| Autor / Redakteur: Ann-Marie Struck / Andreas Donner

Hygienemaßnahmen und Homeoffice sollen vor einer Infizierung mit dem Coronavirus schützen.
Hygienemaßnahmen und Homeoffice sollen vor einer Infizierung mit dem Coronavirus schützen. (Bild: photoart - stock.adobe.com)

Als Vorsorge gegen eine Ausbreitung des Coronavirus haben viele Arbeitgeber Schutzmaßnahmen getroffen. Neben Hygienevorschriften und Zusatzinformationen setzen viele auf das Homeoffice. Laut einer Umfrage des Bitkom arbeitet mittlerweile fast die Hälfte aller befragten Arbeitnehmer von Zuhause.

Die verordneten Schutzmaßnahmen gegen den Coronavirus haben das alltägliche Leben verändert: auch die Arbeitswelt. Jetzt setzen viele Arbeitgeber auf die Digitalisierung. Ergebnisse einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom haben ergeben, dass 65 Prozent der Befragten der Ansicht sind, dass digitale Technologien dabei helfen können, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dazu zählt auch das Homeoffice. Durch die Krisensituation wird plötzlich mobiles und flexibles Arbeiten zum Standard. Denn mittlerweile arbeiten 49 Prozent der Befragten ganz oder zumindest teilweise im Homeoffice.

Insgesamt wurde bei 33 Prozent das Homeoffice erstmals eingeführt, bei 43 Prozent wurden bestehende Regelungen durch den Arbeitgeber ausgeweitet. Für 18 Prozent ist das völlig neu, denn zuvor durften sie gar nicht im Homeoffice arbeiten. Jetzt arbeiten 15 Prozent davon zumindest zeitweise und 3 Prozent nur noch vom heimischen Schreibtisch aus. Immerhin konnten 31 Prozent der Umfrage-Teilnehmer schon vor dem Ausbruch der Pandemie im Homeoffice tätig sein. Davor waren nur 14 Prozent ganz und 17 Prozent teilweise von Zuhause aus tätig. Jedoch ist nicht jeder Beruf für die eigenen vier Wände geeignet. Bei 41 Prozent der Befragten ist das nicht der Fall.

Weitere Änderungen des Arbeitsalltags

Die Coronakrise hat mobiles Arbeiten gefördert, denn für 45 Prozent der Berufstätigen ersetzen Telefon- und Webkonferenzen die bisherigen Treffen mit persönlicher Anwesenheit.

Zudem haben viele Arbeitgeber auch Hygieneregeln aufgestellt. Beispielsweise geben 96 Prozent der Befragten an, dass ihr Arbeitgeber die Begrüßungen per Handschlag verboten hat. 88 Prozent wurden über persönliche Hygienemaßnahmen wie etwa regelmäßiges und häufigeres Händewaschen informiert. Außerdem berichten 29 Prozent von speziellen Informationsangeboten über das Intranet oder dem Schwarzen Brett zur Corona-Pandemie. Bei 22 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gibt es zusätzliche Desinfektionsmittel auf Toiletten und am Eingang.

Viele Unternehmen haben noch weitere Schutzmaßnahmen getroffen, darunter Empfangsverbote von Gästen (19 Prozent), Absage von eigenen Veranstaltungen (14 Prozent) sowie von externen (11 Prozent). Das betrifft auch Dienstreisen. Bei 10 Prozent wurden Dienstreisen eingeschränkt und bei 8 Prozent sogar verboten.

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