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Real User Monitoring und synthetische Tests Palo Alto Networks will Embrace übernehmen

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Palo Alto Networks baut sein Observability-Geschäft weiter aus und will den kalifornischen Anbieter Embrace kaufen. Dessen Real User Monitoring soll die Plattform um Messdaten aus echten Nutzersitzungen ergänzen. Parallel führt der Hersteller mit Synthetics eine selbst entwickelte Funktion für aktive Verfügbarkeitstests ein.

Palo Alto Networks und Embrace haben eine Übernahme angekündigt, abgeschlossen ist sie noch nicht. Das Closing wird im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen Bedingungen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Palo Alto Networks und Embrace haben eine Übernahme angekündigt, abgeschlossen ist sie noch nicht. Das Closing wird im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen Bedingungen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Palo Alto Networks hat am 21. Juli 2026 die Absicht bekannt gegeben, den in Los Angeles ansässigen Anbieter Embrace zu übernehmen. Mit dem Zukauf will der Sicherheitskonzern Real User Monitoring in seine Observability-Plattform integrieren, also die Erfassung von Ladezeiten, Abstürzen und Fehlern direkt aus den Sitzungen realer Anwender in Web- und Mobilanwendungen. Finanzielle Konditionen teilte das Unternehmen nicht mit. Der Abschluss wird nach Angaben von Palo Alto Networks im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen.

Embrace stützt seine Plattform auf den offenen Standard OpenTelemetry und ist Mitglied der Cloud Native Computing Foundation. Nach Unternehmensangaben zählen unter anderem AllTrails, Hyatt und die New York Times zu den Kunden. Zu den Investoren gehören NEA, Greycroft, Eniac und der Allianz-Wagniskapitalarm AV8. Im November 2025 hatte Embrace selbst den neuseeländischen Web-Performance-Spezialisten SpeedCurve gekauft. Diese Vorgeschichte erwähnt die Ankündigung von Palo Alto Networks nicht.

Synthetics kommt aus dem eigenen Haus

Neben der Übernahme kündigt der Hersteller mit Synthetics eine Funktion für synthetisches Monitoring an, entwickelt vom Team hinter Autonomous Digital Experience Management (ADEM). Sie soll die weltweit verteilte Infrastruktur des Anbieters nutzen, um Verfügbarkeit und Antwortzeiten von Anwendungen aktiv von verschiedenen Standorten aus zu prüfen. Damit ließe sich unterscheiden, ob eine Störung nur eine Region, ein Netz oder eine Kundengruppe betrifft. Ein Termin für die allgemeine Verfügbarkeit steht bislang nicht fest.

Beide Bausteine sollen die Plattform in Richtung Digital Experience Monitoring erweitern. Perspektivisch will Palo Alto Networks die Daten mit Cortex AgentiX verknüpfen. Chief Product and Technology Officer Lee Klarich zufolge sollen Organisationen Probleme dann nicht nur erkennen, sondern automatisiert beheben lassen.

Anschluss an den Chronosphere-Kauf

Der Vorstoß knüpft an die Übernahme von Chronosphere an, die Palo Alto Networks November 2025 angekündigt und Ende Januar 2026 abgeschlossen hat. Der Kaufpreis lag bei 3,35 Milliarden US-Dollar in bar und Ersatz-Aktienzuteilungen. Chronosphere brachte eine Kubernetes-native Observability-Plattform sowie eine Telemetry Pipeline in den Konzern ein. Das Observability-Geschäft überschritt nach Konzernangaben im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 300 Millionen US-Dollar.

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