Suchen

Alcatel-Lucent-Experten schlagen Finanzierung für Breitband-Rollout vor

Der Wunsch nach Glasfasernetzen drängt, doch wer zahlt?

Seite: 2/6

Firmen zum Thema

In den Ballungszentren lohnt es sich

Die hohe Anschlussdichte in den Städten sorgt dafür, dass die Verlegung von Glasfaser auch für die Besitzer der Netze Sinn macht. Laut Glasfasernetz-Experte Schröder beträgt der Richtwert für Anschlüsse in großen Städten rund 1.000 bis 1.300 Euro. Schröder ist bei Alcatel-Lucent für den Glasfaser-Fachvertrieb verantwortlich. Seine Kunden sind die Betreiber von Metro Area Networks und die Telekommmunikationsunternehmen. Darüber hinaus vermarktet Alcatel-Lucent auch Funktechnik, zum Beispiel für WiMAX-Netze, LAN und Telefonie-Ausstattung und kann demnach mit Fug und Recht als Breitband-Experte bezeichnet werden.

Zwar ist in den Städten auch der Wettbewerb zischen den Service-Anbietern größer, doch die Konkurrenz erstreckt sich nicht darauf, ein zweites Kabel neben einem existenten verlegen zu wollen. Denn auch in Städten koste es „richtig Geld“, wie Alcatel-Lucent-Mann Schröder sagt, die Kabel in die Erde zu bringen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Die Investitionen rechneten sich nur, wenn das Netz anschließend für verschiedene Dienste vermietet werden könne. Doch die Dienstanbieter benötigen keine zwei oder gar mehr Kabel. Auch die breitbandigen Funknetze stellten in den Ballungszentren keine Konkurrenz zu den Kabelnetzen dar. Vielmehr sähen Anbieter wie Anwender die Funktechnik als komplementäres Angebot, speziell für die mobilen Anwender.

Anders sieht das schon in den Randbezirken der Ballungszentren aus. Hier liegen die Kosten pro Anschluss bereits bei 2.000 bis 2.600 Euro. Der Richtwert für Breitbandanschlüsse in bisher unerschlossenen Gebieten dagegen beläuft sich auf rund 6.000 Euro und höher.

Kann ein Anbieter anschließend selbst Telefon- und Breitbanddienste auf diesem Netz anbieten, darf er vielleicht mit rund 50 Euro pro Monat und Haushalt rechnen. Nutzen andere Dienst-Provider etwa das Telekom-Netz zum Transport, erhält T-Home derzeit 10,50 pro Anschluss und Kupferdoppelader. Den Satz hat die Bundesnetzagentur festgelegt

Bis sich das jetzige Kupfernetz amortisiert hat, vergingen rund 40 Jahre. Bis sich ein Glasfasernetz rechnet, dürften etwa 20 Jahre ins Land gehen.

weiter mit: Vergrabene Kosten

(ID:2018047)