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Alcatel-Lucent-Experten schlagen Finanzierung für Breitband-Rollout vor

Der Wunsch nach Glasfasernetzen drängt, doch wer zahlt?

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Vergrabene Kosten

„Machen Sie uns nicht dafür verantwortlich, wenn das Verlegen von Glasfaser so teuer kommt“, sagte Thomas Kallstenius, Fachmann für FTTx bei Alcatel-Lucent als Sprecher auf der diesjährigen Communications World in München. Der Hauptanteil der Kosten entsteht durch Grabungsarbeiten. (Archiv: Vogel Business Media)

Das Gros der Kosten entsteht durch das Vergraben. Schröder schätzt den Anteil auf 70 bis 80 Prozent der gesamten Erschließungskosten. Doch ist, wie Schröder in Erinnerung ruft, das Verlegen von Glasfaser eigentlich einfacher als das von Kupferkabeln. Die Kabel sind dünner, leichter, weniger anfällig und der Rohstoff kostet verhältnismäßig wenig im Vergleich zu hochwertigem Kupfer.

Deshalb wären alle Arten von vorhandenen Schächten, Kanälen und Rohren prädestiniert für die Aufnahme von Glasfasern, würden die genutzt. Das gilt sowohl für Überlandleitungen als auch für die Verkabelung in Gebäuden. Je mehr Synergien zwischen Wasser-, Abwasser-, Strom-, Fernwärme- und sonstigen Leitungen genutzt werden kann, desto günstiger wird das Verkabeln.

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Das habe man auch in Paris erkannt, berichtet Schröder. Die Stadt sei mit ihren begehbaren Abwasserkanälen löchrig wie ein Schweizer Käse. Deshalb gebe es hier die nahezu einmalige Ausnahme mehrerer paralleler Glasfasern.

Zudem vereinfache sich das Installieren eines Glasfasernetzes durch alternative Verlegemethoden. So können ein paar Hundert Meter bis zu einem Kilometer überbrückt werden, indem Maschinen die Kabel mit Hilfe von Druckluft durch das Erdreich „schießen“, ohne dass ein Aufgraben notwendig wird.

Dennoch müssen Netzbetreiber gefunden werden, die willens sind, das Verlegen vorzufinanzieren, macht der Alcatel-Lucent-Spezialist aufmerksam. Wichtig sei dabei die Erkenntnis, dass es keine einheitliche Lösung für alle gebe.

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