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Alcatel-Lucent-Experten schlagen Finanzierung für Breitband-Rollout vor

Der Wunsch nach Glasfasernetzen drängt, doch wer zahlt?

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Glas bis zum und im Haus

Doch sieht der Alacatel-Lucent-Experte nicht nur die Kommunen und städtischen Versorger in der Pflicht. Für die Hausanschlüsse und die Leitungen im Haus könnten auch die Bürger herangezogen werden. Erstens könnten sich überregionale Anbieter auf Fibre to the Node konzentrieren, also Glasfaser bis zum letzten aktiven Kabelverzweiger. Zweitens ermögliche das eine größere Ausbaugeschwindigkeit, weil keine Leitungen zu den Häusern gegraben werden müssten. Das Telekom Projekt „T-Home-Speed“ gehört in diese Kategorie.

Für die Anwender komme es darauf an, dass sich die Knoten möglichst nah bei den Häusern befänden, die nach wie vor per Kupfer versorgt werden. Denn je kürzer eine Kupferdoppelader ist, desto höher die Geschwindigkeit. Mit einer solchen Lösung wären maximal 50 Megabit bis zum Hausanschluss machbar.

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Grundsätzlich unterscheidet Alcatel-Lucent-Experte noch zwei weitere Ausbaustufen: Fibre to the Building (FTTB) und Fibre to the Home (FTTH).

FTTB ist weitaus aufwendiger, da bis an die Häuser gegraben werden muss. Die Hausverkabelung aber bleibt erhalten. Solche Anschüsse bekommen etwa M-Net-Kunden in München Neuhusen. M-Net ist nach Auskunft von Schröder hier lediglich der Vermarkter, für das Graben sind andere zuständig.

Vergleichbar dem hierzulande bekannten Verfahren für Strom und Gasanschlüsse ins Haus, hat man in Schweden, den Haus- und Firmenbesitzern angeboten, die 40 bis 50 Zentimeter tiefen Gräben von der Ortsleitung zum Gebäude selber zu schaufeln oder zu einem Festpreis graben zu lassen. Die Betroffenen fanden einfach eine entsprechende Broschüre im Briefkasten.

FTTH ist aus der Sicht der Netzanbieter die aufwendigste Variante, da sie graben müssen und die Hauverkabelung angepasst werden muss.

Alcatel sieht verschiedene Gruppen in der Pflicht, sich an der Ausweitung des Glasfasernetzes zu beteiligen. (Archiv: Vogel Business Media)

Doch müssen die Netzbetreiber verantwortlich für inhäusige Verkabelung zuständig sein? Laut Schröder dürften die Hausbesitzer gefragt sein, gegebenenfalls gestützt durch stattliche Förderungen und Gesetze.

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