5G, IoT und Co.

Der Einfluss von Innovationen auf das Data Center

| Autor / Redakteur: Pete Lumbis / Andreas Donner

Pete Lumbis von Cumulus Networks skizziert, warum das Management von Big Data im Rechenzentrum immer wichtiger wird und was das für das Netzwerk bedeutet.
Pete Lumbis von Cumulus Networks skizziert, warum das Management von Big Data im Rechenzentrum immer wichtiger wird und was das für das Netzwerk bedeutet. (Bild: Cumulus Networks)

5G und das Internet der Dinge (IoT) – Buzzwords, die sich langsam zur Realität wandeln. Gerade im Bereich Rechenzentrum sind sie neben Big Data sozusagen „the next big thing“. Höchste Zeit also, Rechenzentren auf Vordermann zu bringen und auf die Auswirkungen der neuen Anforderungen vorzubereiten.

Anzeichen für den Einfluss von 5G und IoT auf die Rechenzentren sieht der Digital-Verband Bitkom darin, dass jedes zweite Industrieunternehmen auf 5G setzt. Das Beratungsunternehmen McKinsey erwartet zudem, dass das IoT bis 2025 jährlich 11,1 Billionen Dollar generieren wird. Für Unternehmen heißt das, sie müssen spätestens jetzt Infrastruktur, Systeme und Rechenzentren auf diesen Wandel und die Auswirkungen vorbereiten. Im Fokus stehen dabei große Datenmengen, die effektive Verarbeitung und Agilität.

Der Unterschied zwischen dem Internet der Dinge und Big Data

Big Data und das Internet der Dinge – sie scheinen Hand in Hand zu gehen, dennoch gibt es einige wichtige Unterschiede. Big Data ist ein interessantes Konzept für Ingenieure und hat viele Definitionen, im Allgemeinen versteht man darunter aber sehr große Datensätze, die analysiert und verwendet werden können, um Trends zu erkennen. Die Daten werden auf unterschiedliche Weise gesammelt, z.B. manuell durch den Menschen, durch rechnerische Analyse, durch automatische Datenerfassung und durch Geräte, die im IoT eingesetzt werden. Das Internet of Things beschäftigt sich mit intelligenten Objekten, die Daten in Echtzeit bereitstellen. Dabei ist allerdings zu beachten: während IoT-Daten Teil von Big Data sind, werden Big Data-Daten nicht unbedingt durch das Internet of Things erfasst. Das Netzwerk ist der entscheidende Faktor.

Das Netzwerk ist die Basis

Das Internet der Dinge ist bereits seit ein paar Jahren ein heiß diskutiertes Thema. Schon in diesem Jahr könnten bereits 40 Prozent der IoT-Daten von Edge-IT-Systemen verarbeitet und analysiert werden, wie die Analysten des Marktforschungsunternehmens IDC 2017 prognostiziert haben. Kein Wunder, denn das Potenzial von IoT nimmt täglich zu.

Von Bluetooth-fähigen Geräten wie Smart Appliances und Smart Homes über tragbare Technologien bis hin zu Smart Cars, Energieanlagen und Windkraftanlagen – die Smart Technology wächst schnell, ebenso wie die Zahl der IoT-fähigen Devices. Mit dieser Technologie geht allerdings auch die Notwendigkeit einher, diese Geräte sowohl im Netzwerk als auch in Systemen zu verwalten und zu unterstützen. Unternehmen müssen handeln und Wege finden, um aus dem IoT und den damit verbundenen riesigen Datenmengen Kapital zu schlagen.

In dieses Thema spielt auch der neue 5G-Mobilfunktstandard mit rein, denn dieser wird das in Zukunft zu verarbeitende Datenvolumen drastisch erhöhen. Die Übertragung eines Spielfilms in HD-Auflösung beispielsweise dauert mit Datenraten von bis zu 10 GBit/sec nur wenige Sekunden. Um die enormen, durch die IoT-Technologie aggregierten Daten im Rechenzentrum entsprechend managen zu können, ist es essentiell für Unternehmen, frühzeitig die benötigte Serverleistung bereitzustellen, damit Anwendungen die volle Netzkapazität nutzen können.

Der entscheidende Faktor ist dabei daher das Netzwerk, denn dieses stellt die Basis dar und ist verantwortlich für die schnelle Verarbeitung und Übertragung der Daten. Eine flexible, agile und effiziente Netzwerkstruktur ist also unerlässlich. ebenso wie ein skalierbares, fehlertolerantes verteiltes Speichersystem zur Verarbeitung der Daten.

Worauf müssen Unternehmen achten?

Unternehmen, die vor dem Aufbau einer Netzwerkinfrastruktur stehen, sollten vor allem auf die Unterstützung von Daten-Clustering-Anwendungen setzen. Zudem ist die Fähigkeit, Daten aus dem Internet der Dinge zu verarbeiten, entscheidend.

Die folgenden vier Punkte sollten Unternehmen für die optimale Verarbeitung großer Datenmengen im Blick behalten:

  • Betrachten Sie ein nicht blockierendes, mehrschichtiges, Scale-out IP Clos Fabric Design. Die Sicherstellung einer optimalen Netzwerkstruktur zur Schaffung von Redundanzen und zur Beseitigung von Engpässen verringert das Risiko einer langsameren Verarbeitung sowie das Auftreten von Ausfällen und Performance-Problemen.
  • Die Infrastruktur muss an die neuen Anforderungen angepasst sein und über eine hohe Bandbreite für die schnelle Verarbeitung großer Datenmengen verfügen. Die Netzwerkinfrastruktur muss skalierbar sein, damit eine unbegrenzte Datensammlung möglich ist.
  • Engpässe beachten. Mit einer hyperkonvergierten Infrastruktur steigt der Ost-West-Verkehr. Eine offene Vernetzung ist optimal, um minimale Engpässe zu vermeiden.
  • Unternehmen sollten gut über das benötigte Design nachdenken, bevor sie eine neue oder modernisierte Cloud-Umgebung bereitstellen.

Pete Lumbis.
Pete Lumbis. (Bild: Cumulus Networks)

Aufgrund der großen Datenmengen, die durch die IoT-Technologie aggregiert werden, ist das Management von Big Data im Rechenzentrum immer wichtiger geworden. Dies gilt umso mehr, als das Netzwerk für die schnelle Verarbeitung und Übertragung von Daten verantwortlich ist. Letztendlich müssen Rechenzentren also ihre Netzwerke für die IoT-Revolution aufrüsten. Viele Rechenzentren sind nur für den Bandbreitenbedarf auf mittlerem Niveau ausgelegt. Sie müssen die Anzahl der Verbindungen und die Gesamtgeschwindigkeit erhöhen, um mit dem IoT – insbesondere dem 5G IoT – Schritt zu halten.

Über den Autor

Pete Lumbis ist Technical Evangelist bei Cumulus Networks.

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