Suchen

Cisco bleibt top, HP, Juniper und BNT die hartnäckigsten Verfolger, Teil 3 Data Center Ethernet Switches von Juniper und BNT im Gartner-Vergleich

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Markt für Datacenter Ethernet-Switches ist durchaus ein Boxring. Der Champion ist Cisco. Doch mit der Cisco-Strategie des „Unified Computing“ zählen die Kunden die Nachfolger neu an, so dass die Marktkontrahenten eine Chance haben, sich ganz nach oben zu kämpfen. BNT und Juniper sind die Jungstars.

Firmen zum Thema

Wer hätte das gedacht: Blade Network Technologies ist die Nummer zwei im Markt für Datacenter Ethernet Switches und Juniper legt ein unglaubliches Wachstum hin
Wer hätte das gedacht: Blade Network Technologies ist die Nummer zwei im Markt für Datacenter Ethernet Switches und Juniper legt ein unglaubliches Wachstum hin
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit 2008 ist Juniper Networks im Switching-Markt tätig. Damals kamen die Geräte „EX 3200“ und „EX 4200“ heraus. Im selben Jahr hat Juniper rund 28 Millionen Dollar mit Technik verdient, die dem Markt für Datacenter Ethernet Switches zuzurechnen ist.

2009 stieg der Umsatz in diesem Segment um 243 Prozent, so dass das Unternehmen hier auf einen Umsatz von 96 Millionen kam. Der Umsatzanteil an den weltweiten Einnahmen betrugen somit 4,8 Prozent. Gemessen ist ausgelieferten Ports kommt Juniper auf 961,400, was rund 9,5 Prozent der gesamten Menge entspricht.

Die Ethernet-Switches, die im Rechenzentrum eingesetzt werden sind

  • Die stapelbare EX4200-Linie, die mit einer virtuellen Chassis-Technik aufwartet und die Chassis-basierte EX-8200-Produktlinie. Beide Produkte lassen sich auch in Campus-LANs verwenden.
  • Das Gerät „EX 2500“ ist für den Top-of-Rack-Einsatz (ToR)im Rechenzentrum bestimmt.
  • EX 4500 ist ein stapelbarer 10 Gigabit-Ethernet-Switch, der als ToR-gerät eingesetzt werden kann, aber auch in der Aggregation. Auch dieses Juniper-Gerät unterstützt virtuelle Chassis.

Die EX-Serien nutzen alle dasselbe Betriebssystem „Junos“, das auch in den Security-Produkten von Juniper zum Einsatz kommt. Das kann die operativen Kosten positiv beeinflussen.

Kooperationen

Seit dem Februar des vergangenen Jahres arbeitet Juniper mit IBM an dem Projekt „Stratus“, eine flache, nur auf einer Schicht basierenden Cloud. Es geht es um eine Fabric-Plattform für Rechenzentren. Im kommenden Jahr sollen die ersten Erfolge des Stratus-Projekts ausgeliefert werden können.

Doch schon jetzt, so die Autoren der Gartner-Studie „Competitive Landscape : Data Center Ethernet Switches, Worldwide 2010“ lasse sich mit der Virtual-Chassis-Technik von Juniper ein Netzwerk-Fabric schaffen, der Switching-Schichten eleminiert und so für größere Effizienz beim Platzbedarf, beim Energieverbrauch und im Management der Systeme sorgt.

Die Technik erlaubt beispielsweise bis zu zehn EX-4200-Switches zu einem virtuellen zusammen zu fassen. So lassen sie sich wie ein einziges logisches Device behandeln.

Doch obwohl die Switches sich eine Plattform teilen, besitzt jeder Switch eigene Stromanschlüsse und Ventilatoren. Das soll für hohe Verfügbarkeit sorgen. In Zukunft sollen auch die EX-4500er und die EX-8200er Serien die Virtual Chassis-Technik unterstützen.

weiter mit: Stärken und Swächen bei Juniper Networks

(ID:2046839)