ACMP von Aagon Consulting im Baumarkt-Einsatz

Client Management für 3.000 PCs an über 140 Standorten

| Autor / Redakteur: Alexander Stühl / Andreas Donner

Die Baumarktkette Hellweg verwendet für das Management der dezentralen Clients die ACMP-Suite von Aagon
Die Baumarktkette Hellweg verwendet für das Management der dezentralen Clients die ACMP-Suite von Aagon (Bild: Aagon/Hellweg)

Die Baumarktkette Hellweg setzt die Clientmanagement-Suite ACMP von Aagon Consulting ein, um automatisiert und zentral gesteuert Software auf rund 3.000 PCs an über 140 Standorten zu verteilen. Ein intelligentes Bandbreitenmanagement und lokale File-Repositories sorgen dafür, dass dabei keine wichtige Anwendung im WAN ausgebremst wird.

„Hellweg – Die Profi-Baumärkte“ ist ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen. Vom Dortmunder Firmensitz aus werden 91 Hellweg-Filialen in Deutschland und Österreich sowie 56 BayWa-Filialen betreut und gesteuert. Seit Mitte 2008 kümmert sich der IT-Administrator Dirk Hoder gemeinsam mit vier Kollegen um die Clientinfrastruktur des Unternehmens. Bei heute rund 3.000 PCs an über 140 Standorten ist dies durchaus eine Herausforderung. Um das tägliche Geschäft dabei so effizient wie möglich zu gestalten, setzt das Unternehmen bereits seit gut vier Jahren auf das Client-Management-System ACMP von Aagon Consulting.

„Bei der Entscheidung für die Softwarelösung hat vor allem das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis eine entscheidende Rolle gespielt", berichtet Dirk Hoder aus der Abteilung IT und Kommunikation. „Zu meinen Aufgaben gehört seitdem, das Produkt in unserer großen verteilten Unternehmensstruktur optimal zu implementieren und möglichst effektiv einzusetzen.“

Updates verteilt verteilen

Eine der größten Herausforderungen im Client Management ist für Hellweg die Verteilung von Software auf die im gesamten Bundesgebiet und Österreich verteilten PC-Arbeitsplätze. Zur Kommunikation mit zentralen IT-Ressourcen sind die Hellweg Filialen über DSL-Leitungen an die Dortmunder Zentrale angebunden. Hierüber erfolgen der Betrieb des Warenwirtschaftssystems und die Anbindung der Kassen in den über 140 Filialen. Doch für das Massen-Rollout großer Softwarepakete war und ist diese Leitungskapazität nicht ausgelegt.

„Würde sich jeder Client mehr oder weniger gleichzeitig beispielsweise ein Service-Pack oder eine neue Office-Version aus der Zentrale laden, stünde unser Netz nicht mehr für das Tagesgeschäft zur Verfügung,“ erklärt IT-Administrator Hoder. „Daher setzen wir an jedem Standort einen Filialserver auf Linux-Basis auf, der von den lokalen PCs für die Softwareverteilung über das Client-Management-System genutzt werden kann.“

Die Filialserver stellen zu diesem Zweck so genannte File-Repositories zur Verfügung, von denen sich alle lokalen Client-PCs die zu installierenden Softwarepakete über das LAN laden. Die File-Repositories werden wiederum von dem ACMP-Server in der Hellweg Zentrale mit allen relevanten Softwarepaketen bestückt.

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Bandbreitenmanagement ist essentiell

Damit bei der Übertragung der Softwarepakete von Dortmund in die über 140 Hellweg Bau- und Gartenmärkte kritische Anwendungen wie das Warenwirtschaftssystem des Unternehmens wie gewohnt weiterarbeiten, begrenzt die Client-Management-Lösung hier zudem bei Bedarf die Bandbreite für die Dateitransfers. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass allen unternehmenswichtigen Applikationen immer ausreichend Leitungskapazität im WAN zur Verfügung steht.

Seit der Einführung der Bandbreitenbeschränkung der Client Commands für den Background Intelligent Transfer Service (BITS) und der File-Repositories ist die Software jetzt auch für große und verteilte Infrastrukturen wie die von Hellweg ohne Einschränkung geeignet.

Einfache Erstellung von Softwarepaketen

Auch wenn bei Hellweg die Zahl der eingesetzten Applikationen überschaubar ist, gibt es immer wieder etwas für die mit der Paketierung betrauten IT-Kollegen zu tun. Aktuell setzt das Unternehmen auf seinen Client-PCs Windows XP sowie hauptsächlich Standardprogramme wie den Adobe Reader oder Java ein. Zu den besonderen Softwareprogrammen gehören bei dem Unternehmen unter anderem das Warenwirtschaftssystem, das im Backend auf einer AS/400 läuft. Zudem sind einige PCs mit einem entsprechenden Terminalclient ausgestattet.

Hellweg bereitet momentan die unternehmensweite Migration auf Office 2010 vor. Das entsprechende Softwarepaket für die Client-Management-Software hat sich das Unternehmen dabei von Aagon-Spezialisten erstellen lassen. „Wir haben mit dem IT-Dienstleister einen Support-Vertrag über drei Manntage pro Quartal abgeschlossen, in dessen Rahmen wir uns unter anderem auch Unterstützung für die Office-Migration geholt haben“, erklärt Dirk Hoder. „Kleinere Pakete wie beispielsweise den Adobe Reader verpacken meine Kollegen und ich aber auch selbst.“

Dabei helfen den IT-Spezialisten sowohl die intelligenten Wizards der Client-Management-Software als auch der integrierte Installationsrekorder. Dabei handelt es sich um eine Rekorder-Software, die alle Eingaben und Einstellungen einer Softwareinstallation und Deinstallation auf einem Testsystem aufzeichnet und daraus ein automatisch ablaufendes Paket erstellt. Dieses Paket lässt sich im Anschluss direkt in das Client-Management-System importieren und per Mausklick an beliebige Benutzergruppen verteilen.

Übersichtlich auch bei vielen PCs

Eine besondere Herausforderung für die IT-Verantwortlichen bei Hellweg war Mitte 2012 ein kräftiger Wachstumsschub sowohl bei der Anzahl der Filialen als auch bei den administrierten PCs. So kamen für das Team um Dirk Hoder innerhalb von nur drei Monaten durch das Joint Venture von Hellweg mit der BayWa Bau- und Gartenmärkte GmbH & Co. KG auf einen Schlag 56 neue Filialen mit rund 500 PCs hinzu. Doch auch diesen Sprung hat die Client-Management-Lösung gut verkraftet, ohne dass die Übersicht oder Leistungsfähigkeit der Software darunter gelitten hätte.

Neue Niederlassungen legen die Administratoren in der Lösung als jeweils eigene Standorte an. So können sie später mit nur einem Mausklick sofort alle PCs eines Baumarkts einsehen. „Ich finde ACMP auch weiterhin sehr übersichtlich und einfach zu bedienen“, erklärt Dirk Hoder. „Mit Hilfe der Funktion 'Browse- und Management' ist es auch nach dem gewaltigen Zuwachs an Clients immer noch ein Kinderspiel, beispielsweise standortbezogene Abfragen zu erstellen und auszuführen.“

Positiver Ausblick

Für die Zukunft hat Hellweg mit dem System noch viel vor: Nach der Migration auf Office 2010 steht als nächstes die Integration des unternehmenseigenen WSUS-Servers für Windows-Updates auf dem Plan.

„Die Client-Management-Suite ist ein großer Werkzeugkoffer mit vielen leistungsstarken Tools, die man jedoch kennen muss, um sie effektiv einzusetzen“, erklärt der Systemadministrator. „Daher gefällt mir persönlich der vom Lösungsanbieter organisierte Erfahrungsaustausch zwischen ACMP-Anwendern sehr gut, bei dem man auch viel über den Einsatz des Produkts in der Praxis lernt.“ Zu diesem Zweck organisiert das Soester Softwareunternehmen regelmäßig Roadshows, die bundesweit allen Anwendern eine Plattform für den direkten Austausch mit dem Hersteller bieten.

Alexander Stühl
Alexander Stühl (Bild: Aagon)

Auch nach mehr als vier Jahren ist Hellweg mit der Entscheidung für die Client-Management-Software sehr zufrieden. „Nach der erfolgreichen Beseitigung von ein paar Anlaufschwierigkeiten fühle ich mich bei unserem IT-Dienstleister sehr gut aufgehoben“, schließt Dirk Hoder. „Und so wie wir die Lösungs-Suite einsetzen, finde ich nichts, was mir in dem Produkt fehlen würde.“

Über den Autor

Alexander Stühl ist Director Marketing & Sales bei Aagon.

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