Ruckus punktet mit adaptiver Antennentechnologie BeamFlex

CARNet testet Enterprise Access Points

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Ruckus hat die Testergebnisse aufbereitet und veröffentlicht.
Ruckus hat die Testergebnisse aufbereitet und veröffentlicht. (Bild: Ruckus)

WLAN-Ausrüster Ruckus Wireless wähnt sich als Sieger eines unabhängigen Test von Access Points. Kritiker müssen derweil noch auf die offiziellen Ergebnisse warten und könnten durchaus Argwohn hegen.

Ruckus Wireless (Ruckus) präsentiert sich als „Gewinner der WiFi-Tests des Croatian Academic and Research Network“ (CARNet). Das hat die Downlinkraten von 19 Access Points acht verschiedener Marken unter realen Bedingungen getestet – mit fünf Geräten stellte Ruckus übrigens soviele Geräte wie kein anderer Anbieter. Vertreten waren außerdem Systeme der Mitbewerber Aerohive Networks, Aruba Networks, Cisco Systems/Meraki, Hewlett-Packard, Ubiquiti Networks und Xirrus. Die zunächst in einer CARNet-Pressemeldung vom Dezember 2014 geführten Anbieter Mikrotik und TP-Link fehlen derweil.

Bei den „herstellerunabhängigen“ Tests arbeitete das CARNet mit dem IT-Dienstleister Micro-Link zusammen. Der trat übrigens schon 2013 als regionaler Distributor für Ruckus in Erscheinung. Kommentar der für Ruckus tätigen PR-Agentur: „Microlink [sic] ist ein Reseller aus Kroatien. Demnach vertreibt dieser Reseller zwar durchaus auch Ruckus-Produkte, aber nicht exklusiv, wie das etwa bei einem Distributor der Fall wäre – er kann also durchaus auch andere WiFi-Produkte verkaufen, wenn er findet, dass diese für einen Kunden besser geeignet sind. Zudem konnten alle Anbieter auch eigene SEs [Techniker, Anm. d. Red.] schicken, um bei den Tests dabei zu sein und Konfigurationen etc. bestmöglich an die Testumgebung anzupassen.“

Die Testergebnisse zusammengefasst. Unten zu sehen: Die Tabellen aus dem von Ruckus veröffentlichten Report; die Systeme des Herstellers haben wir nachträglich farbig hinterlegt. Das Liniendiagramm bereitet die Werte grafisch auf und vermittelt einen Eindruck über die vom gesamten Testfeld erzielten Transferraten.
Die Testergebnisse zusammengefasst. Unten zu sehen: Die Tabellen aus dem von Ruckus veröffentlichten Report; die Systeme des Herstellers haben wir nachträglich farbig hinterlegt. Das Liniendiagramm bereitet die Werte grafisch auf und vermittelt einen Eindruck über die vom gesamten Testfeld erzielten Transferraten. (Bild: Ruckus/VIT)

Für den Test wurden die Access Points hinter einer Trockenmauer mit fünf dB Dämpfung positioniert und mussten gemischte Clients (802.11ac und 802.11n) in einem Schulungsraum versorgen. Die RF-Umgebung wurde dabei nicht bereinigt, installierte Bewegungssensoren durften auch während des Tests weiter parallel 2,4-GHz-Band funken. Gewertet wurde der aggregierte Control-Protocol-Durchsatz in Szenarien mit zwölf, 23, 36 und 60 Clients. Im finalen Testaufbau wurden 36 Clients in einem Bogen von 270° angeordnet.

Laut jetzt von Ruckus veröffentlichter Testergebnisse führen Systeme des Herstellers jeden der Tests an. Auffallend dabei: Während sich die Geräte des Anbieters zunächst noch über das gesamte Teilnehmerfeld verteilen, können die Access Points offenbar bei wachsender Clientzahl ihre Stärken ausspielen – mitunter steigen die aggregierten Durchsätze sogar. Ruckus begründet das gute Abschneiden mit der als BeamFlex beworbenen, adaptiven Antennentechnologie. Ebenfalls beachtenswert: Der bei den ersten Tests dominierende Ruckus ZoneFlex R500 rutschte während der späteren Tests bis ins Mittelfeld ab.

Eine Zusammenfassung der Untersuchung finden Sie in der obigen Grafik; Grundlage hierfür bildete der von Ruckus veröffentlichte Testreport. Eine Auswertung von CARNet steht noch aus, soll aber "bald" auf der Webpage www.carnet.hr erscheinen.

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