Migration von Mobilfunkzugangsnetzen mit Anycell Connectivity

Backhaul- und Fronthaul-Lösung für künftige mobile Breitbandnetze

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Das Wachstum im mobilen Datenverkehr und die Notwendigkeit, das Frequenzspektrum effizient zu nutzen, zwingt Mobilfunkanbieter zum Ausbau ihrer Zugangsnetze.
Das Wachstum im mobilen Datenverkehr und die Notwendigkeit, das Frequenzspektrum effizient zu nutzen, zwingt Mobilfunkanbieter zum Ausbau ihrer Zugangsnetze. (Bild: violetkaipa - Fotolia.com)

Anycell Connectivity ist eine Kombination von ADVA-FSP-Hardware- und Softwareprodukten, die der Mobilfunkindustrie die direkte Migration von heutigen Mobilfunkzugangsnetzen (Radio Access Network, RAN) zu leistungsfähigen mobilen Breitbandnetzen erleichtern soll.

Anycell Connectivity basiert auf drei Elementen: Anbindung von Basisstationen mittels Carrier Ethernet (Backhaul), Zeit- und Phasensynchronisation sowie überwachte optische Vernetzung von Antennenstandorten (Fronthaul) durch den Einsatz von Wellenlängenmultiplex-Technologie. Laut Hersteller ADVA Optical Networking ermöglicht die kombinierte Lösung neue Ansätze bei der flexiblen Anbindung von einer großen Anzahl von Mobilfunkbasisstationen, lokalen Funkzellen und abgesetzten Antennenstandorten (Remote Radio Heads, RRHs), die zur Bewältigung des enormen Datenwachstums im Mobilfunkbereich benötigt werden.

ADVA Optical Networking adressiert hiermit nach eigenen Angaben alle wichtigen Herausforderungen in den Bereichen Backhaul und Fronthaul für künftige mobile Breitbandnetze. Mit Anycell Connectivity sollen Mobilfunkanbieter regionale und lokale Funkzellen schnell anbinden können. Die Lösung würde sowohl konventionelle Basisstationen als auch Cloud-RAN-Architekturen unterstützen, bei denen entfernte Antennenelemente an zentrale Mobilfunkbasiseinheiten angebunden werden. Betreibern von Mobilfunknetzen würde zudem eine leistungsfähige und präzise Zeit- und Phasensynchronisation ermöglicht, um fortschrittliche Techniken für Interferenzvermeidung und Spektrumabgleich einzusetzen, welche letztendlich die Effizienz des Netzes erhöhen würde. Festnetzbetreiber könnten dadurch zukunftssichere Fronthaul- und Backhaul-Dienste mit garantierter Dienstgüte anbieten.

„Mobilfunkanbieter befinden sich heute an einem kritischen Punkt, an dem sie Entscheidungen bezüglich ihrer Netze treffen müssen, die einen wesentlichen Einfluss auf ihr Geschäft, ihre Profitabilität und, was am wichtigsten ist, auf ihre Kunden haben werden,“ erklärt Christoph Glingener, CTO bei ADVA Optical Networking. „Das weiterhin starke Wachstum im mobilen Datenverkehr und die Notwendigkeit, das verfügbare Frequenzspektrum möglichst effizient zu nutzen, zwingt Mobilfunkanbieter zum raschen Ausbau ihrer Zugangsnetze. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Weiterentwicklung: Die Migration zu LTE-Advanced, die Einführung von lokalen Funkzellen oder die Konsolidierung von Mobilfunkbasiseinheiten, um die Effizienz durch den Einsatz von abgesetzten Antennen zu erhöhen. Alle Ansätze erhöhen letztendlich die Kundenzufriedenheit und die geografische Abdeckung. Die Frage ist, was man wann und wo einsetzen soll. Es gilt hier, wesentliche Technologie-Entscheidungen zu treffen. Anycell Connectivity bietet die Flexibilität, die benötigt wird, um Mobilfunkanbieter bei dieser Entwicklung zu unterstützen. Keine andere Lösung bietet mehr Flexibilität, keine andere Lösung ermöglicht eine höhere Verfügbarkeit.“

„LTE-Advanced treibt die Entwicklung von neuen Architekturen bei Mobilfunkzugangsnetzen,“ erläutert Gabriel Brown, Senior Analyst bei Heavy Reading. „Aufkommende Technologien wie Hetnets, Miniaturantennen, Cloud-RAN und koordinierte Punkt-zu-Mehrpunkt-Übertragung (Coordinated Multipoint, CoMP) haben einen wesentlichen Einfluss auf die zugrundeliegende Netzarchitektur. Optische Übertragungstechnik spielt hier eine zunehmend wichtige Rolle, sowohl für den konventionellen Backhaul als auch für die Bereitstellung der extrem hohen Kapazitäten bei niedrigsten Signallaufzeiten, wie sie bei der Verbindung von entfernt aufgestellten Antennen mit zentralen Mobilfunkbasiseinheiten mittels Fronthaul benötigt werden.“

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42543926 / Standards & Netze)