Lösungsansätze für das größte Wi-Fi-Problem: Interferenzen

Antennen Arrays und -Muster wehren aktiv Funkstörungen im WLAN ab

30.07.2010 | Autor / Redakteur: Christian Sauer / Ulrike Ostler

Automatische Abwehr von Funkstörungen mit Dynamic Beamforming, eine Technik von Ruckus Wireless, Bild: Ruckus Wireless
Automatische Abwehr von Funkstörungen mit Dynamic Beamforming, eine Technik von Ruckus Wireless, Bild: Ruckus Wireless

Die IEEE 802.11-Technik hat in den vergangenen zehn Jahren bemerkenswerte Fortschritte erzielt; sie ist schneller, robuster und skalierbarer geworden. Aber ein Wi-Fi-Problem konnte bisher nicht gelöst werden: die mangelnde Zuverlässigkeit. Wi-Fi-Umgebungen sind nun einmal unsichtbar und verändern sich ständig. Die Ursache des Problems sind zumeist Funkstörungen.

Funkstörungen können von nahezu jedem Gerät erzeugt werden, das elektromagnetische Signale abgibt: von kabellosen Telefonen über Bluetooth-Headsets bis hin zu Mikrowellen und sogar intelligenten Stromzählern. Aber was die meisten Unternehmen nicht bemerken, ist die Tatsache, dass die größte Wi-Fi-Störquelle das eigene WLAN-Netzwerk ist.

Im Gegensatz zum lizenzierten Frequenz-Spektrum, bei dem eine Bandbreite dem höchsten Bieter gehört, ist Wi-Fi ein von allen geteiltes Medium, das im Bereich von 2,4 Gigahertz bis 5 Gigahertz der nicht lizenzierten Funkfrequenzen betrieben wird.

Wenn ein IEEE 802.11-Client-Gerät ein anderes Signal hört, schiebt das Gerät die Übertragung auf, bis das Signal aufhört. Das geschieht unabhängig davon, ob das Signal ein Wi-Fi-Signal ist oder nicht.

Während der Übertragung auftretende Funkstörungen führen außerdem zu einem Paketverlust, der eine erneute Übertragung über das WLAN erzwingt. Diese erneuten Übertragungen verlangsamen den Durchsatz und führen zu einer stark schwankenden Leistung für alle Benutzer, die einen bestimmten Access Point (AP) gemeinsam benutzen.

weiter mit: Die AP-integrierte Analyse bleibt wirkungslos

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