Mobile-Menu

Lösungsansätze für das größte Wi-Fi-Problem: Interferenzen

Antennen Arrays und -Muster wehren aktiv Funkstörungen im WLAN ab

Seite: 3/5

Anbieter zum Thema

Gute Intention verkehrt sich ins Gegenteil – ein Teufelskreis

Überraschenderweise kann das Verringern der Datenrate eines Access Points die gewünschte Wirkung tatsächlich umkehren, denn die Pakete bleiben jetzt länger in der Luft. Damit wird Wahrscheinlichkeit von Paketverlusten größer, weil der Empfang der Pakete jetzt länger dauert. Dadurch sind diese wiederum anfälliger für zwischenzeitliche Funkstörungen.

Eine andere gängige Wi-Fi-Design-Methode ist die Reduzierung der Übertragungsleistung eines Access Points, um die begrenzte Anzahl von Kanälen besser nutzen zu können. Das reduziert die Anzahl der Geräte, die einen Access Point gemeinsam benutzen, so dass sich die Leistung verbessern kann.

Aber eine verringerte Übertragungsleistung kann auch die von den Clients empfangene Signalstärke reduzieren. Dies führt zu einer geringeren Datenrate und kleineren Wi-Fi-Zellen und damit möglicherweise zu Lücken in der Netzabdeckung. Diese Lücken müssen wiederum mit zusätzlichen Access Points geschlossen werden. Mehr Access Points bedeuten aber: mehr Funkstörungen!

Bitte, wechseln Sie nicht den Kanal!

Die meisten WLAN-Anbieter versuchen Anwender davon zu überzeugen, dass der beste Ansatz für den Umgang mit Wi-Fi-Funkstörungen der Kanalwechsel ist. Dabei wird automatisch ein anderer oder „sauberer“ Kanal für den Access Point ausgewählt, wenn die Funkstörungen stärker werden.

Ein Kanalwechsel ist durchaus eine sinnvolle Methode, um gegen ständige Störungen in einer bestimmten Frequenz vorzugehen, aber häufig treten solche Störungen in unterschiedlichem Maße und unregelmäßig auf. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Kanälen verursacht dieses Vorgehen oft mehr Probleme als es löst.

Innerhalb der 2,4-Gigahertz-Frequenz, dem meist genutzten Wi-Fi-Band, stehen nur drei unabhängige Kanäle zur Verfügung. Selbst das 5-Gigahertz-Band bietet nur vier nicht überlappende 40-Megahertz-weite Kanäle, wenn die Dynamic Frequency Selection (DFS) eliminiert wurde. Das ist ein Mechanismus, der unlizenzierten Geräten erlaubt, das Spektrum mit vorhandenen Radarsystemen zu verwenden.

weiter mit: Staustufen in den Wi-Fi-Kanälen

(ID:2046337)