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Google Juni-Update schließt CVE-2025-48595 im Android Framework Aktiv ausgenutzte Android-Lücke gefährdet alle aktuellen Versionen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle im Android Framework erlaubt lokale Rechteausweitung ohne Nutzerinteraktion und trifft alle aktuellen Android-Versionen von 14 bis 16. Google stuft die Ausnutzung als begrenzt und ziel­ge­rich­tet ein, was auf kommerzielle Spyware-Anbieter oder staatliche Ak­teu­re hindeutet. Das Juni-Update schließt die Lücke, betroffene Geräte ohne Patch bleiben angreifbar.

Die Schwachstelle CVE-2025-48595 erlaubt lokale Rechteausweitung auf allen aktuellen Android-Versionen. Googles Juni-Update schließt die aktiv ausgenutzte Lücke.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Die Schwachstelle CVE-2025-48595 erlaubt lokale Rechteausweitung auf allen aktuellen Android-Versionen. Googles Juni-Update schließt die aktiv ausgenutzte Lücke.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Google führt CVE-2025-48595 im Android Security Bulletin vom Juni 2026 als aktiv an­ge­grif­fenen Zero-Day. Die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) nahm den Eintrag am 02.06.2026 in den Katalog der Known Exploited Vulnerabilities auf und setzte US-Bundesbehörden nach der Binding Operational Directive 22-01 eine Frist bis zum 05.06.2026. Der Fehler erhält einen CVSS-Wert von 8,4 und fällt unter die Kategorie CWE-190 (Integer Overflow). Betroffen sind Geräte mit Android 14, 15, 16 und 16 QPR2. Insgesamt behebt das Juni-Update 124 Schwachstellen, davon 18 von Google als kritisch eingestuft.

Integer-Überlauf an mehreren Stellen im Framework

Das Android Framework bildet die Schicht aus APIs und Systemdiensten, mit der Apps direkt arbeiten. Ein Integer-Überlauf tritt auf, sobald eine Rechenoperation einen Wert erzeugt, der den maximalen Speicherbereich des verwendeten Datentyps übersteigt. Der Wert kippt um und führt zu unerwartetem Verhalten, das sich für einen Angriff missbrauchen lässt. Laut Be­schrei­bung von Google liegt der Fehler an mehreren Stellen im Framework vor.

Ausnutzen lässt sich die Lücke lokal. Ein Prozess mit bereits vorhandener Code-Ausführung auf dem Gerät, üblicherweise über eine bösartige App, hebt darüber seine Berechtigungen auf eine höhere Systemebene. Zusätzliche Ausführungsrechte sind nicht nötig, eine Interaktion des Anwenders ebenfalls nicht. Damit umgeht ein Angreifer die Trennung zwischen App-Sandbox und privilegierten Systemfunktionen.

Hinweise auf zielgerichtete Angriffe

Google formuliert den Status mit dem Hinweis, dass CVE-2025-48595 unter begrenzter, ge­ziel­ter Ausnutzung stehen könnte. Diese Wortwahl verwendet der Hersteller in der Regel bei An­grif­fen kommerzieller Spyware-Anbieter oder staatlich gesteuerter Akteure gegen aus­ge­wähl­te Ziele. Frühere Android-Zero-Days mit dieser Einstufung richteten sich gegen Journalisten, Aktivisten, Regierungsmitarbeiter und Führungskräfte statt gegen die breite Masse der Nutzer. Technische Details zu den beobachteten Angriffen hat Google bislang zurückgehalten.

Patch-Level und Absicherung

Administratoren in Unternehmen mit verwalteten Mobilgeräten sollten den Sicherheits-Patch-Level vom Juni 2026 auf allen Endgeräten erzwingen und Gerätegruppen identifizieren, deren Hersteller oder Mobilfunkanbieter das Update verzögert ausrollen. Die Einschränkung auf ver­trau­ens­würdige App-Quellen reduziert den wahrscheinlichsten Angriffsweg, da der Einstieg über eine eingeschleuste Anwendung erfolgt. Eine aktive Installation aus Fremdquellen erhöht das Risiko und sollte über Geräterichtlinien unterbunden werden. Google Play Protect erkennt schädliche Apps zusätzlich, ersetzt das Update jedoch nicht.

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