Neuer Glasfaser-Betreiber in Deutschland verbindet große Rechenzentren

Abovenet verbindet europäische Wirtschaftsräume mit Dark Fibre

20.09.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Abovenet bietet dedizierte Glasfaser-Verbindungen zwischen Finanz- und Rechenzentren.
Abovenet bietet dedizierte Glasfaser-Verbindungen zwischen Finanz- und Rechenzentren.

Das US-Unternehmen Abovenet aus White Plains bietet Unternehmen und Providern Breitband-Connectivity an. Jetzt weitet der Carrier sein High-Speed-Netz auf Schlüsselmärkte in Europa aus. Kunden von Abovenet können künftig ihre Standorte in London, Frankfurt am Main, Amsterdam, Paris sowie in den USA über das Glasfasernetz des Anbieters miteinander verbinden oder von dort aus auf Breitband-Services zugreifen.

Mit seinen Services zielt Abovenet in erster Linie auf Großräume, in denen Banken und Finanzdienstleister, multinationale Firmen sowie Unternehmen angesiedelt sind, deren Geschäft auf Web-Anwendungen basiert. In solchen Wirtschaftszentren ist zudem eine große Zahl von Rechenzentren anzutreffen. Hinzu kommen zentrale Internet-Knoten wie beispielsweise in Frankfurt. Dies alles lässt in diesen Ballungsräumen den Bedarf an Netzwerkbandbreite steigen.

Ian Redpath, Principal Analyst bei der Marktforschungsfirma Ovum, beschreibt die Situation: „Eine unserer Studien belegt, dass die Nachfrage nach Breitband-Ethernet-Services in Europa massiv zunimmt. Der Fokus von Abovenet auf Breitband-Services sowie die Fähigkeit des Unternehmens, diese Dienste nun in weiteren Schlüsselmärkten anbieten zu können, wird bei dieser Zielgruppe ohne Zweifel auf positive Resonanz stoßen.“

Insbesondere für Finanzdienstleister in London, Frankfurt am Main, Amsterdam und Paris ist das Abovenet-Angebot nicht die erste Möglichkeit für einen Zugang zu dediziertem Breitbandnetz. Aber für Abovenet ist es der erste Schritt auf das europäische Festland.

Die Grundlage: ein eigenes optisches Netzwerk

Das optische High-Speed-Netz von Abovenet mit einer Länge von mehr als 19.000 Kilometern verbindet dann 16 Wirtschaftsmetropolen in den USA, Asien und Europa miteinander. In diesen Regionen hat das Unternehmen an die 3,2 Millionen Kilometer Lichtwellenleiter verlegt.

Zudem betreibt Abovenet ein globales Tier-1-IP-Backbone-Netz. Kunden haben über diese Infrastruktur Zugriff auf IP- und Ethernet-Services der nächsten Generation (Next-Generation Network Services).

Die Infrastruktur, die Abovenet in Europa aufbaut, besteht aus einem dynamischen optischen Netzwerk. Die Grundlage bilden ROADM-Multiplexer (ROADM = Reconfigurable Optical Add-drop Multiplexer) in London, Paris, Frankfurt und Amsterdam.

Die Standorte in Europa sind über ein Weitverkehrsnetz mit einer Kapazität von mehr als 3,5 Terabit pro Sekunde miteinander verknüpft. Zudem besteht eine Anbindung an die Infrastruktur des Unternehmens in den Vereinigten Staaten.

Anschluss von Rechenzentren

Ein weiterer Schwerpunkt von Abovenet ist die Anbindung von Rechenzentren. Das Unternehmen hat weltweit Gebäude mit insgesamt 400 Rechenzentren an seine Infrastruktur angebunden. Durch die Erweiterung des Netzes in Europa wird Abovenet in der Lage sein, 30 der wichtigsten Rechenzentren Services zur Verfügung zu stellen. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Ausbau des Netzes in Europa noch im laufenden Jahr abgeschlossen sein wird.

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