Verizon: 2018 wird ein Jahr des Wandels

7 Trends in der Unternehmens-IT 2018

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Verizon prophezeit: 2018 wird im Internet der Dinge die Robotertechnik zum Tragen kommen.
Verizon prophezeit: 2018 wird im Internet der Dinge die Robotertechnik zum Tragen kommen. (Bild: © – zapp2photo – stock.adobe.com)

Software-Defined Networking (SDN), Internet of Things (IoT) und künstliche Intelligenz (KI) gehören nach Ansicht von Verizon mittlerweile zum Mainstream. Den TK-Experten zufolge wird es 2018 erstmals um den Nutzen dieser Technologien für Firmen und Behörden gehen.

Das US-Unternehmen Verizon glaubt, 2018 werde ein Jahr des Wandels. Globale Marken und Regierungsbehörden hätten es sich zum Ziel gesetzt, ihre Kunden mithilfe von Technologie noch besser zu bedienen und sich so vom Wettbewerb abzusetzen. Gewinner, so die TK-Experten, werden diejenigen sein, die am besten in der Lage sind, greifbare Vorteile aus Technologien zu ziehen, ohne dass dadurch ihr Betrieb komplexer wird. Die folgenden sieben Technologietrends werden sich Verizon zufolge im kommenden Jahr auf das Unternehmensumfeld auswirken:

1. SDN startet durch

Software-Defined Networking (SDN) ist mittlerweile rund um den Globus im Einsatz. Die Betreiber interessieren sich verstärkt dafür, wo man Sicherheit, Agilität und Flexibilität von Virtualized Network Services überall einsetzen kann. Das „nächste große Ding“ ist Application Aware Networking: Performance, Kapazitäten und Sicherheit von Anwendungen so steuern, dass man die verfügbare Bandbreite optimal ausnutzt. In einer zunehmend komplexeren Content-Welt ist dies besonders wichtig.

2. Sicherheit geht in den Untergrund

Beim Thema Sicherheit wird es 2018 massive Veränderungen geben. Sie wird in die jeweilige Plattform integriert werden und damit alle Aktivitäten eines Unternehmens abdecken. Die Rede ist von einer Ende-zu-Ende gemanagten Sicherheitsinfrastruktur für Netzwerke, Entwickler und Anwendungen. In der heutigen Bedrohungslandschaft spielt vor allem globale Reichweite eine Rolle. Offenheit und die Bereitschaft, Informationen miteinander zu teilen, um kriminelle Machenschaften online wie in der realen Welt zu bekämpfen, werden ebenfalls zur Regel werden. Mit dieser drastischen Veränderung wird die Messung der Effektivität von Sicherheit unumgänglich, damit Cyberrisiken in die Bewertung von Unternehmensrisiken einfließen können. Die Quantifizierbarkeit von Sicherheitslage, -ausgereiftheit und -hygiene ermöglicht nicht nur wirkungsvolles Risikomanagement, sondern auch die Ermittlung einer Investitionsrendite in Sachen Sicherheit – und dies interessiert oberste die Führungsebene ganz besonders.

3. Digitale Zusammenarbeit ist der Mindesteinsatz

Zwar haben weitsichtige Firmen und Behörden in den vergangenen Jahren die veralteten Nebenstellenanlagen abgeschafft und durch IP-basierte Telefonie ersetzt, doch 2018 werden digitale Technologien die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz weitaus grundlegender verändern, nicht zuletzt wegen enormer Frustrationen aufgrund von Compliance-Anforderungen an Dritte. Von den Mitarbeitern wird erwartet, dass sie nahtlos auf Terminplanerinformationen zugreifen, Dokumente gemeinsam nutzen und plattformübergreifend Konferenztelefonate anberaumen, und zwar rasch und sicher. Der Fokus liegt daher auf der Bereitstellung von Zugriffsmöglichkeiten über unterschiedliche Kanäle, um so Benutzererlebnis und Produktivität zu steigern. SDN wird intelligentes Datenmanagement und die Zusammenschaltung von Telefonverbindungen verschiedener Plattformen vereinfachen und die Zusammenarbeit effektiver gestalten. Und durch mobile Apps werden Mitarbeiter und Verbraucher unmittelbar die Macht der Informationen in der Hand halten.

4. KI und Robotertechnik übernehmen das Internet der Dinge

Das IoT wird 2018 Bestandteil des Organisationsgefüges werden. Eine Herausforderung wird die Integration des Endgerätemanagements in die Gesamt-IT-Struktur sein, und zwar in einer Art und Weise, mit der die Organisation nicht überfordert ist. An dieser Stelle kommen KI und Robotertechnik zum Tragen. Sie eröffnen die Möglichkeit, kostengünstig und effizient gemanagte IoT-Deployments auf intelligente Weise zu automatisieren.

5. Menschen kontrollieren das digitale Erlebnis

Nutzer, die sich zunehmend der Macht ihrer Daten bewusst sind, werden wählerischer, mit wem sie sich einlassen. Marken müssen sich darüber im Klaren sein, wie sie mit Daten umgehen wollen, da Konsumenten verstärkt auf mobile, sichere, einfache Interaktion und eine höhere Privatsphäre Wert legen. Marken, die das leisten können, werden entsprechend wahrgenommen werden.

6. Interoperabilität als Priorität für öffentliche Sicherheit

2017 war weltweit ein Jahr zahlreicher terroristischer Anschläge und Naturkatastrophen. Nahtlose, sichere Verbindungen zwischen rasch installierbaren Netzwerken – speziell solche für Ersthelfer – werden 2018 ganz entscheidend im Fokus stehen, insbesondere in den USA im Zusammenhang mit FirstNet. Aufgrund von Interoperabilität profitieren Unternehmen und öffentliche Sicherheitsorganisationen von der Wahlmöglichkeit bei Netzwerken und Technologiediensten; sie wird aufgrund des herrschenden Wettbewerbs Innovation beschleunigen und zudem zur Kostenkontrolle beitragen. Wichtiger noch: Dank Interoperabilität sind Ersthelfer im Ernstfall besser in der Lage, in Verbindung zu bleiben und mit Behörden sowie Privatpersonen zu kommunizieren.

7. Das Ziel heißt „einfach“

In einer immer komplizierter werdenden Welt hängt der geschäftliche Erfolg zunehmend davon ab, Kerngeschäft und lästige Pflichten auseinanderzuhalten. Erfolgreiche Firmen und Behörden konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft und geben kernfremde Aufgaben an ausgewählte Partner ab. Definiert wird geschäftlicher Erfolg in Zukunft über die Fähigkeit, rasch herauszufinden, wer was macht, um so Komplexität bis zu dem Punkt zu verringern, wo die Dinge einfach werden.

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