Auf die Software kommt es an

7 Auswahlkriterien für eine AR-Plattform

| Autor / Redakteur: Frank Lampe / Andreas Donner

AR-Plattformen sollten auch jenseits der Datenbrille ein breites Hardwarespektrum unterstützen.
AR-Plattformen sollten auch jenseits der Datenbrille ein breites Hardwarespektrum unterstützen. (Bild: Ubimax)

Plattformen für Augmented Reality (AR) unterstützen Unternehmen nicht nur dabei, eigene Apps zu erstellen, sie helfen auch beim Verwalten der verschiedenen Geräte und der einzelnen Arbeitsabläufe sowie bei der Kommunikation mit den Mitarbeitern. Wie sollte man bei der Auswahl vorgehen?

Unternehmen, die Datenbrillen bzw. Smart Glasses oder andere Wearables verwenden, benötigen lokale Apps, die auf diesen Geräten laufen. Diese geben dem Anwender genau zum richtigen Zeitpunkt die Informationen, die benötigt wird, um einen Arbeitsschritt korrekt und effizient zu erledigen. Die Geräte helfen z.B. bei der Auftragskommissionierung in der Logistik, bei der Inspektion und Wartung von Maschinen oder durch Expertenvideoanrufe bzw. Remote Support. Bei der Auswahl einer AR-Plattform sollten Firmen die folgenden Punkte beachten:

1. Isolierte Lösungen vermeiden

Kein Unternehmen möchte für jede einzelne Aufgabe eine eigene Lösung implementieren – deswegen sollten sie auch bei der Wahl ihrer AR-Plattform darauf achten, dass diese möglichst viele Anwendungen entlang ihrer Wertschöpfungskette unterstützt bzw. unterstützen kann.

2. Einfache Integration

Wichtig ist zudem, dass sich die Plattform einfach in bereits bestehende IT-Systeme integrieren lässt. Dazu zählen z.B. das Lagerverwaltungs-, das Ressourcenplanungs- oder das Produktionsmanagementsystem.

3. Breites Hardwarespektrum

In einigen Arbeitsumgebungen sind Tablets oder Smart Watches eventuell besser geeignet als eine Datenbrille – AR-Plattformen sollten daher ein breites Hardwarespektrum unterstützen, sodass Unternehmen genau das Gerät verwenden können, dass sich für die jeweilige Arbeitsumgebung am besten eignet.

4. Systemunabhängigkeit

Um gleichzeitig flexibel und zukunftssicher zu sein, sollte die AR-Plattform betriebssystemunabhängig arbeiten, und z.B. sowohl Android- als auch Windows-Geräte unterstützen.

5. Einfache und einheitliche Verwaltung

Auch wenn ein Unternehmen verschiedene Hardwaremodelle wie Datenbrillen mehrerer Hersteller, Scanner usw. einsetzt und die Arbeiter verschiedene Aufgaben und individuelle Arbeitsabläufe haben, sollte die Plattform einfach zu handhaben sein und alle Geräte, Aufgaben und Arbeitsabläufe unter einer einheitlichen Oberfläche integrieren und verwaltbar machen.

6. Flexibilität bei Veränderungen

Für Unternehmen ist es wichtig, dass sie schnell und flexibel neue Arbeitsabläufe integrieren und bestehende Abläufe modifizieren können. Wichtig ist dabei, dass sie die Integration neuer Arbeitsabläufe und Veränderungen schnell, einfach und kostengünstig selber realisieren können – ohne Wartezeiten und ohne zusätzliche Kosten.

7. Erfahrungen anderer beachten

Frank Lampe.
Frank Lampe. (Bild: Ubimax)

Auch wenn es für viele Unternehmen Neuland ist, eine AR-Plattform zu wählen – andere sind diesen Schritt bereits gegangen. Auf ihre Erfahrungen sollten Firmen achten und eine Plattform wählen, die schon ausführlich von anderen Unternehmen unter realen Bedingungen genutzt wurde. Je mehr Installationen vorhanden sind, desto ausgereifter und zuverlässiger ist die Lösung und desto eher können Firmen darauf vertrauen, dass sie zuverlässig und stabil läuft.

Über den Autor

Frank Lampe ist SVP Marketing bei Ubimax

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