Verfügbarkeit erhöhen, Ausfallkosten vermeiden

3 zentrale Funktionen beim Netzwerk-Monitoring

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Ein übersichtliches Dashboard gehört laut ManageEngine zu den essenziellen Funktionen eines Netzwerk-Monitoring-Systems.
Ein übersichtliches Dashboard gehört laut ManageEngine zu den essenziellen Funktionen eines Netzwerk-Monitoring-Systems. (Bild: ManageEngine)

Nach Berechnungen der Marktforscher von Gartner kann ein Netzwerkausfall pro Minute Kosten von bis zu 5.000 Euro verursachen. Wie sich diese Ausgaben vermeiden lassen, verrät Monitoring-Spezialist ManageEngine: Voraussetzung sei ein funktionierendes Netzwerk-Monitoring-System.

Mit einem Netzwerk-Monitoring-System (NMS) können IT-Fachleute proaktiv Netzwerkprobleme erkennen und beseitigen und dadurch einen reibungslosen Betrieb der Infrastruktur sicherstellen, sagt ManageEngine, ein Anbieter von Echtzeit-Tools zur Überwachung von IT-Umgebungen. Ein NMS müsse allerdings folgende Funktionen bereitstellen:

  • ein zentrales Dashboard für einen Überblick über den Status des Netzes und der Netzwerksysteme,
  • eine Funktion, mit der sich Routineaufgaben beim Beseitigen von Fehlern automatisieren lassen,
  • die Möglichkeit, eine Ursachenanalyse (Root Cause Analysis) durchzuführen, damit die IT-Abteilung die Auslöser von Fehlfunktionen eingrenzen kann.

1. Mit dem Dashboard alles im Blick

Ein zentrales Dashboard sollte in Echtzeit und in übersichtlicher Form Daten über den Status des Netzwerks bereitstellen. Hilfreich sei zudem eine grafische Darstellung der Daten, heruntergebrochen auf Regionen, auf die logische IT-Infrastruktur und auf einzelne Racks. Sollte z.B. an einem Switch-Port eine hohe Auslastung der Bandbreite auftreten, könnte der Administrator auf einen Blick die involvierten Systeme und Schnittstellen erkennen. Ein zeitaufwendiges „Anpingen“ von Systemen durch die Eingabe von Befehlen auf der Kommandozeilenebene sei nicht erforderlich. Ein Dashboard sollte die zehn Systeme mit der höchsten Bandbreitennutzung und Prozessorauslastung auflisten. Dadurch könne der Administrator erkennen, welche Netzwerksysteme und Server besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, und im Vorfeld potenzielle Probleme identifizieren.

2. Fehlerbeseitigung durch Automatisierung von Routineaufgaben

Viele Routineaufgaben bei der Suche nach den Ursachen von Netzwerkfehlern und bei deren Beseitigung lassen sich automatisch durchführen, wenn das Network-Monitoring-System über eine entsprechende Funktion verfügt. Ein Netzwerkfachmann könne dann Skripte ausführen lassen oder Workflows starten, wenn ein Fehler auftritt. Ein solches Skript würde z.B. regelmäßig die Netzwerk- und VPN-Verbindungen (Virtual Private Network) prüfen und Parameter wie die CPU-Nutzung überwachen. Bei Problemen könne es den Administrator informieren, weniger wichtige Prozesse beenden oder sogar selbstständige Konfigurationseinstellungen von Routern ändern. Dadurch verringere sich die Zeit, bis das Netzwerk wieder läuft (Mean Time to Repair, MTTR).

3. Problembereiche per Root Cause Analysis (RCA) identifizieren

Ob ein Server oder das Netzwerk die Ursache von Problemen sind, lässt sich mithilfe einer Ursachenanalyse ermitteln. Oft werde das Netzwerk dafür verantwortlich gemacht, wenn eine Applikation träge reagiert oder nicht verfügbar ist, dabei könne dies andere Ursachen haben: eine fehlerhafte Konfiguration, ein Backup-Lauf, der nicht in der Nacht, sondern während der Arbeitszeit startet, ein langsamer Datenbankserver oder eine zu hohe Paketverlustrate. Eine RCA-Funktion könne in solchen Fällen Klarheit bringen, da sie die Meldungen von Netzwerk- und Server-Monitoring-Komponenten auswertet und korreliert. Zudem könne der Administrator für Netzwerksysteme eine Aufstellung mit den Ursachen und Wirkungen gängiger Fehler definieren.

David Howell, European Director bei ManageEngine, fasst zusammen: „Für Administratoren ist es alles andere als einfach, unter der Vielzahl von NMS-Tools das passende auszuwählen. Dies umso mehr, als viele dieser Werkzeuge nur Standard-Features bieten. Einen echten Mehrwert bieten dagegen NMS-Lösungen, welche über die drei genannten Funktionen verfügen. Mit weniger sollten sich IT-Fachleute nicht zufriedengeben.“

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