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Entwicklungen bei Outdoor Wireless Networks 3 Trends für mobile Netzwerke 2023

Von Michael Wolfe

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Wie wird sich der Sektor Outdoor Wireless Networks in diesem Jahr weiterentwickeln? Was wird besonders relevant? Es sind vor allem drei Trends, die die Telekommunikationsbranche im Auge behalten sollte: 5G, 6G und – die wohl größte Herausforderung – das Thema Energieeffizienz.

5G ist längst noch nicht flächendeckend im Einsatz, da wird schon an 6G gearbeitet.
5G ist längst noch nicht flächendeckend im Einsatz, da wird schon an 6G gearbeitet.
(Bild: © – S... – stock.adobe.com)

Mobile Netzwerke erfahren bereits seit einigen Jahren einen enormen Innovationsschub, und 5G als Mobilfunkstandard ist für Unternehmen im letzten Jahr nahezu unerlässlich geworden. Eins ist sicher: 2023 wird vor dem Hintergrund der Energie- und Klimakrise eine Herausforderung für die Telekommunikationsbranche sein. Die folgenden drei Trends werden in den Fokus rücken:

1. Energieeffizienz wird zur Priorität

2023 wird Nachhaltigkeit ein Schwerpunktthema in allen Branchen bleiben. Da der Druck von außen – von Verbrauchern, Regierungen und Umweltgruppen – weiter zunimmt, sind auch die Verantwortlichen in der Telekommunikationswirtschaft zum Handeln gezwungen. Schätzungen zufolge sind Telco-Unternehmen derzeit für 1,8 Prozent bis 3,9 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ohne sofortige Maßnahmen wird diese Zahl weiter ansteigen. Um das Pariser Abkommen einzuhalten, müssen Telekommunikationsunternehmen ihre Emissionen bis 2030 um 45 Prozent reduzieren. In immer mehr Staaten werden entsprechende Maßnahmen sogar gesetzlich vorgeschrieben. Die Vorbereitung auf diese verschiedenen Vorschriften und ihre Einhaltung werden für die Unternehmen keine leichte Aufgabe sein. Ein Punkt, an dem sie Einsparungen erzielen können, sind möglichst energieeffiziente Funkübertragungstechnologien. Dieses Jahr sollte evaluiert werden, ob und wo Modernisierungsbedarf besteht. Erhöhter Stromverbrauch alter Infrastruktur schlägt sich schließlich nicht nur in einer schlechten Umweltbilanz nieder, sondern zunehmend auch finanziell.

2. 5G-Ausbau beschleunigt sich

Der 5G-Ausbau wird 2023 weiter an Fahrt aufnehmen. Die Technologie wird u.a. eingesetzt werden, um die mobile Breitbandnutzung zu verbessern und wettbewerbsfähige Fixed-Wireless-Access-Dienste (FWA) zu ermöglichen. Um die Vorteile der 5G-Technologie voll auszuschöpfen, einschließlich der Unterstützung von latenzempfindlichen, hochzuverlässigen und erweiterten Internet-of-Things-Diensten (IoT), werden mehr 5G-Standalone-Funktionen implementiert werden. Davon werden Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Das kann der einfachere Kontakt zu Freunden und Familie sein, effizienter Zugriff auf digitale Bürgerdienste oder flexibles Remote-Arbeiten. Man kann davon ausgehen, dass in diesem Jahr größere Ressourcen in die Schaffung erschwinglicher mobiler Breitbanddienste fließen werden.

Anwendungen wie das Metaverse, Web3, künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen veranlassen Betreiber von Rechenzentren außerdem dazu, sich auf Edge-Funktionen zu konzentrieren, um jederzeit und überall Datenzugriff mit geringer Latenz zu ermöglichen – eine wichtige Grundlage für den Übergang zu 5G in der Breite. 2023 werden immer mehr Daten latenzempfindlich sein und schnelleren Zugriff nötig machen. Diese Entwicklung wird die Migration von einer großen Kern- und einer kleinen Edge-Rechenzentrumsarchitektur zu einer kleineren Kern- und einer größeren Edge-Architektur weiter vorantreiben.

3. 6G steht in den Startlöchern

Obwohl 5G längst noch nicht flächendeckend im Einsatz ist, wird bereits an einem Mobilfunkstandard der nächsten Generation gearbeitet. Dessen Einführung ist allerdings noch Jahre entfernt, in Deutschland steht dafür das Jahr 2030 im Raum. Aktuell liegt die volle Konzentration auf dem 5G-Rollout. Erfahrungen daraus fließen allerdings direkt in den Entwicklungsprozess von 6G ein.

Ziel des neuen Standards sollen Transferraten von bis zu 400 GBit/s sein. Die Signalverarbeitung beim Senden mit derart hohen Geschwindigkeiten wird spezielle Algorithmen erfordern, an denen bereits geforscht wird. Einige Experten rechnen damit, dass künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen eine tragende Funktionen in diesem Netz wahrnehmen werden. In den nächsten Jahren wird es sehr wahrscheinlich eine Reihe spannender neuer Entwicklungen auf diesem Gebiet geben.

Michael Wolfe.
Michael Wolfe.
(Bild: CommScope)

Über den Autor

Michael Wolfe ist Vice President, CTO, Outdoor Wireless Networks bei CommScope.

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