Extreme Networks erweitert sein Produktportfolio auf der Software- und Hardwareseite. Die größte Ankündigung: Extreme bringt neue Funktionen für die KI-gestützte (Künstliche Intelligenz) Netzwerkplattform Platform One.
Die Führungskräfte von Extreme Networks bezeichnen Platform One selbst als „Revulotion“. Mit neuen KI-Funktionen will das Unternehmen seine Kunden von der Netzwerk-Plattform überzeugen.
(Bild: Extreme Networks)
Ed Meyercord, President und CEO von Extreme Networks.
(Bild: Extreme Networks)
Extreme Networks präsentierte auf der Hausmesse „Extreme Connect 2025“ neue Funktionen für „Extreme Platform One“. Diese sind ab sofort limitiert und ab den dritten Quartal dieses Jahres generell verfügbar. Bei Platform One handelt es sich um eine Plattform für das Netzwerk- und Security-Management, mit der Anwender viel Zeit bei ihrer täglichen Arbeit sparen sollen. Das verspricht zumindest Ed Meyercord, President und CEO von Extreme Networks. Laut ihm sei Platform One sogar revolutionär.
KI-Agenten sparen Zeit
Extreme Platform One integriert konversationelle, multimodale und agentenbasierte KI in eine Plattform für Unternehmensnetzwerke. Damit breche die Plattform die Trennung zwischen Netzwerk und Sicherheit auf, automatisiere Aufgaben durch KI-Agenten und biete zudem eine einfache Lizenzierung. Das Ziel: Den Zeitaufwand für alltägliche Aufgaben im Netzwerk reduzieren.
Laut Nabil Bukhari, Chief Product and Technology Officer bei Extreme Networks.
(Bild: Extreme Networks)
Laut Nabil Bukhari, Chief Product and Technology Officer bei Extreme Networks gebe es keine andere Architektur- und Managementkombination in der Branche, die so viele Informationen über das gesamte Unternehmen in Echtzeit liefere. Extreme Networks sei der erste Anbieter der KI und Automatisierung auf jeder Ebene des Netzwerks biete und somit die Komplexität reduziere.
Laut Extreme erhalten die Benutzer durch die Integration von KI in jedem Schritt jederzeit und überall Antworten zu ihren Fragen. Dazu greifen die KI-Agenten auf hinterlegtes Wissen zurück. Zu den hierfür verfügbaren Informationsquellen gehören:
Produktdokumentationen
mehr als 30.000 Beiträge des Global Technical Assistance Center (GTAC)
häufig auftretende Schwachstellen und Gefährdungen
Trainingsinhalte
Visualisierung von Echtzeitdaten
Mit „AI Canvas“ könnten Benutzer interaktive Echtzeit-Dashboards, gemeinsam nutzbare Einblicke und visuelle Berichte erstellen. Das soll den Aufwand für die manuelle Berichterstellung verringern. Der „Extreme Service AI Agent“ verkürze zudem die Lösungszeiten durch automatisierte Diagnosen um bis zu 98 Prozent. Das führe laut Extreme zu einem schnelleren und intelligenteren Support-Prozess. Der KI-Agent sammele außerdem Protokolle, analysiere Telemetriedaten und führe eine autonome Fehlersuche für Wireless- und Fabric-Probleme durch. Laut Extreme könne er auf Wunsch des Kunden auch Probleme automatisch beheben. Wenn eine Eskalation erforderlich ist, generiere er automatisch Fälle und übergebe sie schnell an das GTAC (Global Technical Assistance Center).
Über den Workspace von Extreme Platform One sollen Anwender personalisierte Dashboards mit Echtzeitdaten erhalten. Nutzer jeder Rolle, von Netzwerkoperatoren bis hin zu Führungskräften, sollen so alle für sie wichtigen Daten mit einem einzigen Tool erfassen können. Denn mit One Workspace sei nicht mehr nötig, mehrere Anwendungen zu nutzen, heißt es seitens Extreme. Die teamübergreifenden, KI-unterstützten Workflows versprächen zudem eine bessere Zusammenarbeit zwischen Teams in einer einheitlichen Umgebung.
Umfassender Überblick
Extreme Platform One biete über ein einziges Login einen Überblick über die physischen, Zugangs-, Fabric- und Service-Ebenen. Mit Ansichten wie „Geo-Maps“, „Topologie“ und „Fabric-Overlays“ sollen Kunden einen umfassenden Einblick gewinnen. Dieser reiche von globalen Umgebungen bis hin zu einzelnen Richtlinien, Geräten und Subscriptions. Laut Extreme würden integrierte Workflows den Einsatz mehrerer Tools auch hier überflüssig machen. Außerdem würden Planung, Design, Fehlerbehebung und Ursachenanalyse rationalisiert, um Ausfallzeiten zu minimieren.
Andrew Smith ist Head of Digital Service Deliver bei West Suffolk NHS Foundation Trust. Seine Organisation hat die neuen Funktionen bereits testen können. Sein Arbeitstag habe sich durch Platform One komplett verändert, sagt er. Smith könne mit Platform One nun jede Schicht des Netzwerks visualisieren, was bei der Verwaltung mehrerer Krankenhäuser sehr helfe: „Wir können sofort die Zusammenhänge erkennen, Probleme lokalisieren, bevor sie eskalieren, und den gesamten Kontext hinter den Vorgängen verstehen.“
Einfache Lizenzierung und geringeres Risiko
Die All-in-One-Lizenzierung sorge außerdem für nahtlose Upgrades und Verlängerungen. Mit Extreme AI und intelligenten Workflows könnten Unternehmen ihre Lizenzen in wenigen Minuten managen und erhielten zudem sofort maßgeschneiderte Hardwareempfehlungen.
Basierend auf „Extreme Cloud Universal Zero Trust Network Access“ (ZTNA) liefere Extreme KI-gestützte Richtlinienempfehlungen. Anwender sollen diese mit wenigen Klicks anwenden und gleichzeitig die Zugriffssicherheit durch eine einzige identitätsbasierte Plattform vereinfachen können. Laut Extreme validiere der beratende KI-Agent außerdem Zugriffsanfragen. Danach schlage er die optimale Verwendung von Gruppen und Richtlinien vor, sorge für eine konsistente Durchsetzung und biete Einrichtungshinweise in Echtzeit. Diese Automatisierung ersetze laut Anbieter dutzende manuelle Schritten.
Stand: 08.12.2025
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Hardware Ankündigungen
Extreme Networks kündigte außerdem neue Hardware in den Bereichen Wireless, Wired und Edge Computing an. Diese sind nativ in die Managementfunktionen von Extreme Platform One integriert:
„AP4020“ (Indoor Wi-Fi 7): Wi-Fi 7 nach IEEE 802.11be Standard ermöglicht niedrige Latenzzeit und hohe Reichweite in den Frequenzbändern 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz (Wi-Fi 6E).
„AP4060“ (Outdoor Wi-Fi 7): Ebenfalls Wi-Fi 7 nach IEEE 802.11be mit Funkmodulen für die Frequenzbänder 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz (Wi-Fi 6E). Unterstützt zusätzlich externe Antennen für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen. (Allgemeine Verfügbarkeit September 2025).
Enterprise Campus:
„7830 Switch“: High-density 100 Gigabits pro Sekunde (G) und 400 G modularer Core-Switch, der skalierbare Fabric- und traditionelle Bereitstellungen ermöglicht.
„5120 Switch“: 10G-Konnektivität für Internet-of-Things (IoT).
„5320 Compact Switch“: Switch mit 18 Power over Ethernet-Ports (PoE) und zwei Ports für 10G-Uplinks. Der Switch ist mit einer spezielle Lüftersteuerung ausgestattet, die es ihm erlaubt, die Lüfter erst bei Betriebstemperaturen über 35 Grad Celsius einzuschalten. Eine lüfterlose und damit permanent geräuschlose Variante gibt es ebenfalls, diese lässt sich aber nur bis maximal 45 Grad Umgebungstemperatur einsetzen.
„8730 Switch“: 400 G-fähiges Switching für IP Fabric Spine/Leaf-Designs. Eignet sich für Service-Provider und Unternehmensrechenzentren, die sowohl traditionelle als auch KI-Workloads einsetzen (allgemeine Verfügbarkeit drittes Quartal 2025).
Universal Compute: Diese Geräte fungieren als Middleware-Komponentensätze der Extreme Universal Compute Platform. Laut Extreme biete das System eine leistungsfähige Computing-Plattform für die Bereitstellung und das Hosting von Anwendungen.
„UCP 2130C“: Für mittelgroße, selbst-orchestrierte Bereitstellungen
„UCP 3150C“: Für große, selbst-orchestrierte Bereitstellungen.
„UCP 3160C“: Für clusterbasierte, verwaltete Orchestrierung und Rollouts im Unternehmensbereich.