Verizon gibt im bei Router-zu-Router-Verbindungen zwischen Paris und Frakfurt Gas

100 Gigabit Ethernet im IP-Backbone von Verizon

17.11.2010 | Redakteur: Andreas Donner

Verizon hat vier Erfahrung mit 100 GbE und treibt die Etablierung dieser Technologie voran
Verizon hat vier Erfahrung mit 100 GbE und treibt die Etablierung dieser Technologie voran

Noch in diesem Jahr wird Verizon auf einem Teilabschnitt ihres europäischen Long-Haul-Netzwerkes die erste standardbasierte, herstellerunabhängige 100 Gigabit (100G) Ethernet-Verbindung in einem IP-Backbone einsetzen. Ciena und Juniper Networks unterstützen den Ausbau der Kapazitäten, um steigende Bandbreitennachfrage in den Verizon IP-Netzwerken abzudecken.

Mit dem Einsatz von 100G Ethernet-Verbindungen zwischen einzelnen Routern des IP-eigenen Netzwerks nimmt Verizon den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung von 100G-Technologie.

Verizon wird die 100G-Router-zu-Router-Technologie in seinem europäischen Backbone-Netzwerk in Form einer Verbindung von Paris nach Frankfurt in Betrieb nehmen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Verizon auf dieser 893 Kilometer langen Strecke ein optisches 100G-Ultra-Long-Haul-Übertragungssystem installiert. Es war die erste kommerzielle Entwicklung eines solchen Systems.

Bei der Inbetriebnahme der 100G-Ethernet-Technologie kommen Router von Juniper Networks sowie die handelsübliche COTS-Lösung (Coherent Optical Transport Solution) für 100G Ethernet von Ciena zum Einsatz. Damit können IP-Backbone-Router Daten effizienter auf den zugrundeliegenden 100G-Wellenlängen transportieren. Die Folge sind erhöhte Kapazität und Leistung auf Kundenseite.

Anhaltenden Nachfrage

„Mit der Weiterentwicklung der 100G Ethernettechnologie richtet sich Verizon nach der anhaltenden Nachfrage nach IP-basierten Services und Anwendungen für breitbandige Festnetz- und Wireless-Endgeräte”, sagt Ihab Tarazi, Vice-President, Global Network Planning bei Verizon.

Stefan Dyckerhoff, Executive Vice-President und General Manager, Infrastructure Products Group bei Juniper Networks, ergänzt: „Im Mittelpunkt der Juniper Vision vom ‚neuen Netzwerk‘ stehen flexible und skalierbare Netzwerke einschließlich 100G-Services, die offen, dynamisch und sicher sind. Neue und im Entstehen begriffene Anwendungen und Netzwerkarchitekturen lassen verstärkt den bereits heute bestehenden Bedarf nach 100G-Kapazitäten erkennen. Durch unsere Zusammenarbeit sind wir weiterhin branchenführend bei der Bereitstellung von Hochgeschwindigkeits-Netzwerken für Organisationen und Unternehmen, die in dieser Hinsicht von uns abhängig sind.“

Für das Ethernet-Upgrade zur Erhöhung der Bandbreite werden neue Geräte installiert. Das vorhandene Glasfasersystem wird jedoch weiter genutzt.

Cloud und Video als Treiber

„Der Bedarf an ultrahohen Kapazitäten und verstärkter Leistungsfähigkeit in Netzwerken nimmt durch die ansteigende Nachfrage nach Cloud-Services, Video sowie 4G und LTE immer mehr zu“, erläutert Philippe Morin, Senior Vice-President der Global Products Group bei Ciena. „Diese branchenweit führende 100G Ethernet-Entwicklung gemeinsam mit Verizon ist ein Beleg für unsere einzigartige Expertise und in der Praxis bewährte Erfahrung im zuverlässigen und unkomplizierten Upgrading von Kundennetzwerken auf 40G und 100G.“

In den vergangenen Jahren hat sich Verizon als dominante Kraft in der Erforschung der 100G-Technologie herauskristallisiert. Bereits im November 2007 brachte das Unternehmen den ersten Feldversuch der Branche mit optischer 100G-Datenübertragung auf einem Live-System erfolgreich zum Abschluss. Verschiedene weitere Versuche mit 100G folgten, von denen jeder die Technologie weiter voranbrachte. Die Anstrengungen mündeten vergangenes Jahr im Deployment eines optischen 100G-Systems im europäischen Netzwerk von Verizon zwischen Paris und Frankfurt.

„Für die Bewältigung des wachsenden Datenaufkommens im Verizon IP-Netzwerk, das auf die aufkeimende Nachfrage nach Wireless- und Video-Applikationen zurückzuführen ist, sind weitere Deployments von 100G-Technologie von entscheidender Bedeutung“, sagt Tarazi.

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