Volle Flächendeckung mit geringem Verkabelungsaufwand

Xirrus Arrays versorgen Messe München mit WLAN

| Autor / Redakteur: Stefan Mutschler / Andreas Donner

Die Messe München hat 2013 eine neue flächendeckende WLAN-Infrastruktur aufgebaut. Aus zahlreichen Gründen viel die Wahl des Anbieters auf Xirrus und seine Access-Point-Arrays.
Die Messe München hat 2013 eine neue flächendeckende WLAN-Infrastruktur aufgebaut. Aus zahlreichen Gründen viel die Wahl des Anbieters auf Xirrus und seine Access-Point-Arrays. (Bild: Xirrus)

Mit nur 183 Xirrus Arrays schafft die Messe München ein massentaugliches und dabei sehr flexibles WLAN-Angebot, das alle 16 Hallen, sämtliche Eingänge, das Atrium, das ICM Kongresszentrum, das Messehaus (Besprechungsräume), die beiden Pressezentren sowie bei Bedarf das Freigelände abdeckt.

Treiber für das anspruchsvolle Vorzeigeprojekt waren die Nutzer, welchen die Messe München mit der aktuellen Ausbaustufe zunächst einen guten und kostenfreien Basisservice anbieten will. Für die Zukunft ist ein breites Portfolio an Mehrwertdiensten geplant.

Mit rund 40 Messen für Investitionsgüter, Konsumgüter und neue Technologien ist die Messe München International eine der weltweit führenden Messegesellschaften. Sie veranstaltet aktuell 14 internationale Leitmessen, darunter auch die weltweit größte Messe, die bauma.

Die vergangene bauma im April 2013 etwa hat hinsichtlich Größe, Aussteller- und Besucherzahlen alle Rekorde gebrochen. Nicht weniger als 530.000 Besucher aus über 200 Ländern waren auf dem Gelände im Münchener Osten zusammengekommen.

Bereits im Januar füllte die Weltleitmesse BAU die Messehallen ebenfalls vollständig und wiederholte mit 233.000 Besuchern ihren Rekord aus dem Jahr 2011. Ein weiterer regelmäßiger Renner ist unter anderem die ISPO MUNICH – 2013 konnte auch das Mega-Event der Sportbranche an Ausstellern und Besuchern eindrucksvoll zulegen.

Exzellente Messeservices inklusive

Unter ihrem Leitmotiv „Connecting Global Competence“ hat sich die Messe München auf die Fahnen geschrieben „exzellente Messeservices“ anzubieten. „Und zu diesen exzellenten Messedienstleistungen gehört inzwischen auch eine solide WLAN-Infrastruktur“, betont Dr.-Ing. Johannes Lorenz, CIO bei der Messe München und starker Verfechter der WLAN-Erneuerung auf der Messe.

Dr.-Ing. Johannes Lorenz, CIO bei der Messe München.
Dr.-Ing. Johannes Lorenz, CIO bei der Messe München. (Bild: Xirrus)

Eine WLAN-Infrastruktur gab es auch schon vorher – doch war diese schon etwa acht Jahre alt. Sie wurde mit der Einführung eines großen WLAN-Hotspots seinerzeit einmalig ausgemessen und aufgebaut und bot sowohl hinsichtlich Kapazität als auch Flexibilität nicht mehr das, was sich die Messe München inzwischen vorstellte.

„Die Zeiten haben sich schwer verändert“, erklärt Stefan Schüssler, Leiter der Abteilung IT-Infrastruktur bei der Messe München. „Vor acht Jahren gab es noch kaum WLAN-fähige Smartphones und Tablets, nur die Experten benötigten mit ihren Laptops einen Drahtlos-Zugang. Aber nicht nur die Gerätelandschaft hat sich verändert, das Thema Mobility hat inzwischen auch die Art und Weise, wie Menschen arbeiten und leben, komplett umgekrempelt. Es wird heute von jedermann geradezu selbstverständlich erwartet, überall einen schnellen Netzwerkzugang zur Verfügung zu haben – und ganz speziell natürlich an High-Tech-Plätzen wie einer Messe.“

Stefan Schüssler, Leiter der Abteilung IT-Infrastruktur bei der Messe München.
Stefan Schüssler, Leiter der Abteilung IT-Infrastruktur bei der Messe München. (Bild: Xirrus)

Der Auftrag zur Erneuerung der WLAN-Infrastruktur kam im Herbst 2012 von der Geschäftsführung der Messe München. Diese hatte dabei nicht zuletzt auch ausländische Messebesucher im Visier, deren Zahl über die letzten Jahre ein etwa 50-prozentiges Wachstum aufwies. Für sie ist ein WLAN angesichts nach wie vor hoher Roaming-Gebühren im Mobilfunk durchaus ein entscheidendes Argument.

Die Messe München betreibt auf dem Messegelände zwei redundante Rechenzentren, die unter anderem die Storage-, IT-Netzwerk-, VMware- und Sicherheitsinfrastruktur bereitstellen. Darüber hinaus sind dort zahlreiche weitere Basisdienste eingerichtet, etwa für das Peering zu den Internet-Providern, für verschiedene Dienste im Microsoft-Umfeld wie DNS- oder Exchange-Services und eben auch für Mobility-Funktionen wie WLAN.

WLAN als erfolgsentscheidendes Kriterium

Die Veranstaltungslandschaft auf der Messe München ist breit gefächert. Neben den eigenen Veranstaltungen haben beispielsweise die Kongresse ein großes Gewicht, für die sich unterschiedlichste Organisationen im Kongresszentrum – der speziell dafür eingerichteten Halle B0 – einmieten. Vor allem im Bereich der Medizinkongresse konnte sich die Messe München in den letzten Jahren als Stammgastgeber etablieren.

Aber auch in völlig anderen Bereichen wie etwa der Kunst, Politik und Gesellschaft wird das ICM der Messe München gerne gebucht. Kongresse wandern oft rund um den Globus und die Veranstaltungsorte werden nach einem umfangreichen Kriterienkatalog ausgewählt. „Bei den Bewerbungen wird das Thema Wi-Fi immer wichtiger“, weiß Schüssler. „Die Fähigkeiten der WLAN-Infrastruktur werden inzwischen fast immer sehr detailliert abgefragt und im Zweifelsfalle auch nachgeprüft. Insofern gehört ein hochverfügbares und zuverlässiges WLAN zu den erfolgsentscheidenden Kriterien“.

Gründe für ein neues WLAN gab es also bei der Messe München zur Genüge. Nach einer produktneutralen Ausschreibung fiel die Entscheidung eindeutig auf Xirrus als Lösungsanbieter. Die Deutsche Telekom als Systemhaus und IuK-Provider der Messe München hatte im ICM im Rahmen des Chirurgen-Kongresses 2012 bereits entsprechende Lösungen implementiert und betrieben. Die Veranstalter dieses Kongresses machten eine klare Ansage: Endlich ein schnelles und stabiles WLAN für 20.000 Teilnehmer auf engstem Raum! Die Verfügbarkeit von WLAN ist bei Kongressen dieser Größenordnung ein vitaler Service. Xirrus hielt, was die Mediziner forderten und sicherte damit für die Messe München einen wichtigen Schlüsselkunden.

„Die Implementierung bei der Messe München zeigt deutlich die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Xirrus-Lösung auf“, so Thomas Weiss, Vice President EMEA bei Xirrus. „Wir sind sehr erfreut, so eng mit dem Team der Messe München zusammen zu arbeiten und den innovativen und weltweit führenden Messe- und Konferenzveranstalter dabei zu unterstützen, seine Position als der Austragungsort für einzigartige Veranstaltungen wie die beispielsweise die bauma, mit mehr als 530.000 Besuchern aus über 200 Ländern, weiter auszubauen. Die Referenz Messe München wird stark dazu beitragen, unseren Marktanteil weiter auszubauen – und das bei WLAN-Projekten, die extrem hohe Erwartungen der Endanwender erfüllen müssen“.

Die weitere eigene Evaluierung der Messe München bestätigte den Input. Wenngleich es von technischer Seite mehrere Hersteller gab, welche die Kriterien der Messe München weitgehend erfüllen konnten, überzeugten die Xirrus-Lösungen durch wirtschaftliche und betriebstechnische Argumente entscheidend.

Vor allem der im Vergleich zu allen anderen Lösungen geringste Verkabelungsaufwand summierte sich zu einem äußerst signifikanten Posten. Lediglich die Arrays sind jeweils zu verkabeln, aber nicht jeder einzelne Access Point (AP) wie dies bei anderen Lösungen üblich ist. Pro Array sind bis zu acht APs verbaut – im Durchschnitt sind es bei der Messe München aktuell rund 6,5 Stück. Auch kommt Xirrus durch die Array-Architektur mit insgesamt vergleichsweise wenigen Geräten aus – ein weiteres Schlüsselargument. Darüber hinaus überzeugte der Hersteller mit Funktionen, die erst durch die in den Arrays integrierte Intelligenz möglich werden.

Die Vorteile der Arrays

„Erzeugt beispielsweise jemand unerwünschten Traffic, läuft dieser bei anderen Lösungen trotzdem zunächst über die gesamte Infrastruktur, bis an einem zentralen Controller dann festgestellt wird, dass man diesen Verkehr nicht möchte. Bei Xirrus lässt sich das anhand der Applikationskontrolle schon im Array feststellen. Der entsprechende Traffic wird bereits dort blockiert, bevor er das gesamte Netzwerk belastet und womöglich gefährdet“, so Schüssler. Das Modul für „Application Control“ gehört allerdings nicht zur Standardausrüstung der Arrays, sondern ist bei Bedarf separat zu beziehen. Bei der Messe München ist es in nahezu allen Arrays eingebaut.

Die Planungen und die Ausschreibung zum WLAN-Projekt der Messe München fanden rasch nach Auftragserteilung noch im Herbst 2012 statt. Die Realisierung folgte im Frühjahr 2013 – und damit zu einer Zeit, in der es auf der Messe mächtig brummt. Frühjahr und Herbst sind die veranstaltungsintensivsten Zeiten bei der Messe München.

Dass es trotzdem zu keinerlei Behinderung der laufenden Events kam, lag nicht zuletzt am kompetenten Einsatz von brainworks, Value Added Distributor für Netzwerk- und Mobile-Business-Lösungen. brainworks wurde von der Deutschen Telekom als General-Systemhaus der Messe München mit an Bord geholt, um die Installation und Einrichtung der Xirrus-Lösung auf dem Messegelände zu unterstützen.

„Dabei gab es durchaus einige messespezifische Punkte, die wir zusammen mit der Deutschen Telekom bei der Messe München ins Spiel brachten“, erinnert sich Hans Franzl, Geschäftsführer bei der brainworks GmbH. „Einer der wichtigsten Faktoren war beispielsweise die Fähigkeit der Xirrus-Arrays, sich ganz gezielt auf die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der einzelnen Veranstaltungen einstellen zu können. Es geht hier etwa um unterschiedliche Benutzerdichten, bestimmte Messeaufbauten, besondere Anwendungen und vieles mehr. All das ist über das Xirrus-Managementsystem sehr einfach steuerbar. Mit unserer Expertise und unserer Erfahrung bei der Funkfeldplanung, Installation und Einrichtung konnten wir sicherstellen, dass das auch in der Praxis reibungslos so funktioniert“.

Flexibel durch Software-Steuerung

Basis für die Flexibilität des Netzwerks ist also die Array-Architektur – die konkrete Steuerung erfolgt über das Xirrus-Managementsystem XMS. Letzteres ist bei der Messe München als virtuelle Appliance in der VMware-Umgebung realisiert.

Die veranstaltungsspezifischen Anpassungen erledigt die IT-Abteilung der Messe München damit inzwischen komplett in Eigenregie. Anhand der jeweiligen Belegungspläne wird auch der Funkplan entsprechend angepasst – etwa, wenn mitten in einer Halle ein Auditorium aufgebaut werden soll, wenn ein Hersteller eine komplette Halle beansprucht, wenn ein großer Metallstand ein Array quasi abschirmt oder auch, wenn bei den Besuchern mehr Endgeräte im 2,4- oder im 5-GHz-Frequenzband zu erwarten sind.

Tendenziell arbeiten immer mehr Geräte im 5-GHz-Band – und auch diese Tatsache lässt sich über das Managementsystem sehr einfach in den einzelnen Access Points in den Arrays abbilden. Die Geräte selbst muss dazu niemand anfassen – was angesichts von Bauhöhen um die sechs Meter auch ohne aufwändige und teure Steiger nicht möglich wäre – alles läuft über Software-Konfiguration an der Management-Konsole.

Nicht alles lässt sich aufgrund von Erfahrungswerten schon im Vorfeld einstellen, deswegen war es für die Messe München wichtig, auch während der Veranstaltung zeitnah steuernd in das Geschehen eingreifen zu können.

Bei der nun abgeschlossenen Installation in den 16 Hallen, allen Eingängen, dem ICM Kongresszentrum, dem Messehaus (Besprechungsräume), den beiden Pressezentren sowie dem „Atrium“ zwischen den Spangen der A- und B-Hallen kamen viele der Vorzüge zum Tragen, welche die Array-Architektur von Xirrus auszeichnen.

Stefan Mutschler
Stefan Mutschler (Bild: Xirrus)

Insgesamt 1.188 integrierte APs sind dafür im Einsatz – verbaut in 183 Arrays. In den Innenbereichen reichen die Arrays der Xirrus-Serien 4830 und 1230 die Signale weiter, in den Außenbereichen sind es Arrays vom Typ Xirrus 2430. Sollte ein Auftrag zur Erschließung weiterer Geländeteile eingehen, sorgt das Managementsystem für bestmögliche Integration und Vermeidung von gegenseitigen Störungen.

In der veranstaltungsarmen Zeit im Sommer wurden die letzten Installationen – vor allem am ICM – und das Feintuning durchgeführt. Pünktlich mit dem Ansturm im Herbst ist die neue WLAN-Installation auch in die Marketing-Aktivitäten der Messe München eingeflossen.

Über den Autor

Stefan Mutschler ist freier Journalist für die Themenbereiche IT & Telekommunikation in Rosenheim.

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