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Definition Was ist System-Management / Systems Management?

Das System-Management verwaltet sämtliche an den Prozessen einer Organisation beteiligten IT-Systeme und umfasst sowohl das Management der Hardware als auch der Software. Es kann sich um einzelne Systeme oder um IT-Komponenten in Unternehmensnetzwerken und Rechenzentren handeln. Zu den verwalteten IT-Einheiten gehören Anwendungen, Middleware, Betriebssysteme, Netzwerke, Server, Router, Switches, Endgeräte und mehr. Das System-Management ist in der Regel zentralisiert.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Im IT-Umfeld versteht man unter System-Management (im Englischen Systems Management) die Administration sämtlicher an den Prozessen einer Organisation beteiligter IT-Komponenten und -Systeme. Das Systems Management ist in der Regel zentralisiert und umfasst sowohl die Hardware als auch die Software. Verwaltet, überwacht und gesteuert werden technische IT-Einheiten wie Anwendungen, Middleware, Betriebssysteme, Netzwerke, Cloud-Services, Server, Router, Switches, Drucker, Endgeräte und vieles mehr.

System-Management ist ein Oberbegriff für viele verschiedene Aufgaben und Tätigkeiten. Er ist eng mit dem Netzwerkmanagement verknüpft, umfasst aber einen größeren Aufgabenbereich. Zum System-Management gehören Aufgaben wie das Fehlermanagement, Konfigurationsmanagement, Performancemanagement, Sicherheitsmanagement, Kapazitätsplanung, Inventarisierung, Monitoring und einiges mehr. Ziel des System-Managements ist es, die Prozesse und Services einer Organisation am Laufen zu halten. Dafür müssen die beteiligten IT-Systeme und IT-Ressourcen verfügbar bleiben und die notwendigen Performancewerte bereitstellen.

System-Management wird in Unternehmen jeder Größe betrieben. Die Bedeutung des System-Managements steigt mit der Größe eines Unternehmens, dem Grad der Digitalisierung und der Wichtigkeit der IT-gestützten Geschäftsprozesse. Vom reinen Netzwerkmanagement unterscheidet sich das System-Management darin, dass der Fokus nicht auf der Funktionstüchtigkeit der Netzwerkinfrastruktur und der korrekten Abwicklung der Informationsübertragung liegt, sondern sämtliche an den Geschäftsprozessen beteiligten IT-Ressourcen inklusive der Anwendungen Berücksichtigung finden. Das Systems Management sorgt für das Funktionieren der internen und externen Prozesse und die Verfügbarkeit der Geschäftsinformationen für Mitarbeiter, Geschäftsführung, Kunden und Lieferanten. Es hält die IT-Infrastruktur und IT-Services betriebsbereit und schützt sie vor Leistungseinbrüchen oder Ausfall. Zur Unterstützung des System-Managements kommen Software-Tools zum Einsatz. Sie sind für einzelne oder mehrere Aufgaben des Systems Managements einsetzbar.

Aufgaben und Tätigkeiten des System-Managements

Das System-Management umfasst viele verschiedene Aufgaben und Tätigkeiten. Es verwaltet, überwacht und steuert die IT-Infrastruktur, Betriebssysteme, Anwendungen, Middleware und Endgeräte. Eine eindeutige, allgemeingültige Definition des Begriffs System-Management existiert nicht. Sämtliche möglichen Aufgaben und Tätigkeiten des System-Managements aufzuführen und im Detail zu beschreiben, sprengt den Rahmen dieser Definition. Im Folgenden eine Auflistung von Aufgaben und Tätigkeiten des System-Managements gruppiert in diese vier verschiedenen Managementkategorien:

  • Konfigurationsmanagement
  • Performancemanagement
  • Fehlermanagement
  • Sicherheitsmanagement

Konfigurationsmanagement

Das Konfigurationsmanagement umfasst die Inventarisierung der vorhandenen Hard- und Software. Die Inventarisierung erfolgt in der Regel automatisiert und kontinuierlich mithilfe einer Inventarisierungslösung. Sie sammelt alle für das System-Management wichtigen Informationen wie Hardwaredaten, Betriebssystemversionen, installierte Software, Lizenzen oder Netzwerkadressen in zentral verfügbaren Datenbanken. Aus den Informationen lässt sich ableiten, ob veraltetet Systeme ersetzt werden müssen, ob Betriebssystem- oder Softwareupdates notwendig sind oder ob Lizenzierungen angepasst werden müssen. Neben der Inventarisierung und dem Asset Lifecycle Management gehören zum Konfigurationsmanagement weitere Aufgaben und Tätigkeiten wie das Management von Software-Deployments, Konfigurationen, Updates und Patches der IT-Einheiten.

Performancemanagement

Das Performancemanagement hat die Aufgabe, die Leistung der Hard- und Softwarekomponenten zu überwachen und sicherzustellen. Je nach Implementierung des System-Managements und der gemanagten Systemumgebung lässt es sich unterteilen in ein Performancemanagement der Infrastrukturkomponenten, der Anwendungen (Application Performance Management) und der Ende-zu-Ende-Services. Das Performancemanagement stellt zum Beispiel sicher, dass Server über genügend CPU-Ressourcen verfügen, ausreichend Arbeitsspeicher und Speicherplatz vorhanden sind, die notwendigen Netzwerkbandbreiten verfügbar sind und Anwendungen über die benötigten Systemressourcen verfügen können. Es ist proaktiv und sorgt dafür, dass Ressourcenengpässe erkannt und beseitigt werden, noch bevor es zu Leistungseinbußen kommt. Im Rahmen des Performancemanagements der Netzwerke kommt ein umfassendes Netzwerk-Monitoring zum Einsatz.

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Fehlermanagement

Bei Problemen oder Fehlern in den IT-gestützten Prozessen greift das Fehlermanagement. Es protokolliert auftretende Fehler (Error Logging) und sorgt für die Fehlerbeseitigung. In diesem Zusammenhang werden Fehlerbilder erfasst, eingegrenzt, analysiert und die verursachenden IT-Einheiten identifiziert. Im Zuge des Troubleshootings werden die notwendigen Arbeiten zur Fehlerbehebung und Wiederherstellung der korrekten Funktion, wie das Ersetzen gestörter Hardware, das Beseitigen von Softwarefehlern oder das Beheben von Konfigurationsfehlern eingeleitet. In diesem Bereich besteht ein enges Zusammenwirken mit dem Disaster Recovery und Business Continuity Management.

Ein Disaster Recovery sorgt für eine schnelle und möglichst reibungslose Wiederherstellung der IT-gestützten Geschäftsprozesse nach einem Störungs- oder Katastrophenfall. Im Rahmen des Disaster Recoverys werden IT-Infrastrukturen und -Services oder wichtige Daten wiederhergestellt. Ziel des Business Continuity Managements ist es, die negativen Folgen eines Katastrophenfalls für eine Organisation möglichst gering zu halten. Technisch stützt sich die Notfallwiederherstellung auf Datensicherungen, redundante IT-Strukturen und Ersatz-IT-Systeme.

Sicherheitsmanagement

Eine Kernkomponente des Sicherheitsmanagements ist das Identity and Access Management (IAM). Es regelt, wer Zugriff auf welche Geräte, Ressourcen, Services und Anwendungen hat, wie sich Anwender gegenüber den IT-Systemen authentifizieren und wie die Berechtigungen verwaltet werden. Ebenfalls Bestandteil des Sicherheitsmanagements ist das Einrichten, Betreiben und Verwalten von Sicherungssystemen zum Schutz vor Bedrohungen wie unbefugten Netzwerkzugriffen, Malware, Viren oder Hackerangriffen. Im Rahmen des Sicherheitsmanagements werden Sicherheitsrisiken minimiert, unternehmensweite Sicherheitsrichtlinien erstellt und durchgesetzt, Schwachstellen beseitigt, Sicherheitslücken geschlossen und Schutzeinrichtungen implementiert, betrieben und überwacht. Auch die Einhaltung von Compliance-Anforderungen oder gesetzlichen Vorgaben und der Schutz sensibler Daten können zu den Aufgaben des Sicherheitsmanagements zählen.

Vorteile durch ein umfassendes und effizientes System-Management

Die Notwendigkeit eines System-Managements ist prinzipiell unabhängig von der Größe eines Unternehmens. Die Bedeutung des System-Managements steigt mit dem Grad der Digitalisierung und der Wichtigkeit der IT-gestützten Prozesse einer Organisation. Zu den Vorteilen eines umfassenden und effizienten System-Management zählen zum Beispiel:

  • hohe Zuverlässigkeit, Performance und Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse – sorgt für ein erfolgreiches und effektives Zusammenwirken der IT-Komponenten und Anwendungen
  • bietet sofortigen Einblick in die aktuellen IT-Abläufe
  • schnellere Umsetzung neuer Anforderungen – vereinfacht die Bereitstellung von IT-Services
  • besserer Schutz gegenüber Sicherheitsbedrohungen und unbefugtem Informationszugriff
  • kürzere Fehlerbehebungszeiten und schneller Wiederanlauf der IT-Prozesse nach einer Störung oder einem Katastrophenfall
  • mehr Kontrolle und Transparenz der IT-Infrastruktur und Anwendungen
  • proaktives Erkennen und Beseitigen von Ressourcenengpässen
  • Entlastung der IT-Mitarbeiter von Administrationsaufgaben durch Automatisierung
  • Reduzierung der Betriebskosten
  • effizientere Nutzung der vorhandenen IT-Ressourcen
  • verhindert unkontrollierten "Wildwuchs" von IT-Systemen und Schatten-IT
  • minimiert das Risiko für Verstöße gegen Compliance-Richtlinien oder gesetzliche Vorgaben

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