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Server 2022, Windows 11 und Azure Stack 21H2 HCI verwalten Was das neue Windows Admin Center 2110 ausmacht

Von Thomas Joos

VHDX-Dateien erstellen, modernere Dashboards und die effektive Verwaltung von Windows Server 2022, Windows 11 und Azure Stack HCI 21H2 sind einige Neuerungen, welche die neue WAC-Version bietet. Auch ein neues Dashboard ist verfügbar.

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Die neue Version 2110 des Windows Admin Centers bietet einige Neuerungen in den Verwaltungsmöglichkeiten von Servern, Clustern und Computern im Netzwerk.
Die neue Version 2110 des Windows Admin Centers bietet einige Neuerungen in den Verwaltungsmöglichkeiten von Servern, Clustern und Computern im Netzwerk.
(Bild: © Funtap - stock.adobe.com)

Mit jeder neuen Version des Windows Admin Centers bietet Microsoft zahlreiche Neuerungen in den Verwaltungsmöglichkeiten von Servern, Clustern und Computern im Netzwerk. Auch mit dem Windows Admin Center Version 2110 führt Microsoft wieder einige Neuerungen ein. Microsoft hat in der neuen Version vor allem die Leistung verbessert und einige Fehler entfernt.

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Allerdings gilt auch bei der aktuellen Version des WAC, dass dieses vorerst noch vor allem als Zusatzwerkzeug dienen kann. Das WAC ist in vielen Bereichen noch zu langsam und bietet weniger Funktionen als die Standardtools. Als zusätzliches Verwaltungswerkzeug ist das WAC mittlerweile aber ein wertvolles Tool. Aus diesem Grund ist das Windows Admin Center jetzt auch im Azure-Portal verfügbar, sodass Admins viele Einstellungen von Azure-VMs im Windows Admin Center über das Azure-Portal verwalten können.

Die Neuerungen betreffen aber nicht nur Windows 11, Windows Server 2022 und Azure Stack HCI 21H2. Auch ältere Server mit Windows Server 2016/2019 profitieren von den Neuerungen. Es ist mit dem Windows Admin Center kein Problem, auch hybride Netzwerke mit verschiedenen Serverversionen zu verwalten und zudem auch Azure-Funktionen einzubinden.

Der generelle Vorteil des Windows Admin Centers gilt auch für die neue Version: Wer das WAC zum Beispiel auf seinem PC mit Windows 10 oder Windows 11 installiert, kann über eine Weboberfläche seine Server im Netzwerk umfassend verwalten, und das auch dann, wenn der PC nicht Mitglied der Domäne ist. Das ist bei herkömmlichen Tools so nicht out of the Box möglich.

Alle Neuerungen des WAC sind in einem 30-minütigen Video von der Microsoft Ignite 2021 zu finden.

Serverdashboard im Windows Admin Center verfügbar

Mit dem Windows Admin Center 2110 ist es möglich, ein Dashboard für alle angebundenen Server aufzurufen. Das Dashboard zeigt eine Zusammenfassung aller Warnungen er angebundenen Server an. Außerdem sind CPU-Auslastung, Speicherauslastung und Datenträgerverwendung ebenfalls von allen angebundenen Servern zentral verfügbar. Über Links sind auch alle einzelnen Server erreichbar. Mit dem neuen Dashboard können Admins also sofort erkennen, ob es im Netzwerk zu Problemen kommt.

Das Dashboard steht im Hauptmenü des WAC im oberen Bereich zur Verfügung. Wird es noch nicht angezeigt, ist ein Wechsel in die Einstellungen des WAC notwendig. Bei „Erweitert“ muss dazu im Menüpunkt „Experimentschlüssel“ ein neuer Schlüssel mit der Bezeichnung „msft.sme.shell.multiResourceDashboard“ hinzugefügt werden. Nach der Aktualisierung des WAC ist das neue Multiserver-Dashboard verfügbar.

Windows Server 2022 und Windows 11 über Weboberfläche verwalten

Darunter sind auch die besseren Verwaltungsmöglichkeiten für die neuen Betriebssysteme von Microsoft. Windows 11, Windows Server 2022 und Azure Stack HCI 21H2 lassen sich jetzt vollständig mit dem neuen Windows Admin Center 2110 verwalten. Im Fokus von Neuerungen stehen bei Version 2110 auch die Anpassung der Standardoberfläche von WAC 2110 an die neuen Funktionen von Windows 11 und Windows Server 2022.

Die wichtigsten Funktionen in Windows Server 2022 sind sicherlich die Neuerungen rund um Secured Core. Wir haben uns damit bereits im Beitrag „Mehr Sicherheit in Windows Server 2022“ auseinandergesetzt.

Windows Server 2022 bietet im Vergleich zu Windows Server 2019 nicht so viele Neuerungen, wie Azure Stack 21H2 im Vergleich zu Azure Stack 20H2. Daher betreffen viele der Verwaltungsmöglichkeit im Windows Admin Center die Neuerungen von Azure Stack HCI 21H2. Auch die Aktualisierung zur Version 21H2 lässt sich im Windows Admin Center Version 2110 durchführen. Das ging zwar auch bereits mit der Vorgängerversion, aber die neue Version ist dafür optimiert.

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Hyper-V mit dem Windows Admin Center verwalten

Bezüglich der Verwaltung von VMs ist das Windows Admin Center dem Hyper-V-Manager leider immer noch stak unterlegen. Allerdings erweitert Microsoft die Funktionen des WAC in diesem Bereich mit jeder Version. Seit WAC 2110 ist es jetzt auch möglich VHDX-Dateien über das Webportal zu erstellen und VMs zuzuweisen.

Wer mit dem Windows Admin Center Azure Stack HCI 20H2/21H2 verwaltet, kann seine VMs jetzt auch automatisch aktivieren lassen. Das ist nur bei herkömmlichen Clustern und Servern schon vorher möglich gewesen.

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Mehr Sicherheit mit dem Windows Admin Center 2110

Die Erweiterung „Sicherheit“ hat Microsoft im WAC 2110 verbessert und neue Funktionen integriert, die bisher nur den Preview-Versionen vorbehalten waren. Der Menüpunkt „Secured-Core“ steht jetzt generell für Windows Server 2022 zur Verfügung.

In den Einstellungen des Windows Admin Centers ist es jetzt unter „Allgemein“ auch möglich, die automatische Abmeldung vom WAC-Gateway zu erzwingen, wenn sich die Sitzung im Leerlauf befindet.

Bezüglich der Anmeldedaten über CredSSP hat Microsoft in WAC die neue Gruppe „Windows Admin Center CredSSP Administrators“ aufgenommen. Diese Gruppe ist als lokale Gruppe auf dem WAC-Gateway verfügbar. Hier können Administratorkonten aufgenommen werden, die Anmeldedaten per CredSSP delegieren wollen. Die Fehler bezüglich nicht funktionierender Anmeldungen aus den Vorgängerversionen sollten ab jetzt der Vergangenheit angehören. Die lokalen Benutzergruppen lassen sich zum Beispiel mit „lusrmgr.msc“ aufrufen. Standardmäßig hat die Gruppe keine Mitglieder.

Hinzu kommen Verbesserungen bei den WebSocket-Verbindungen. Die neue Version des Windows Admin Center bietet mehr Kontrolle über die WebSocket-Verbindungen, die Windows Admin Center mit verwalteten Knoten herstellt. Admins können einschränkten, wer auf die WebSocket-Verbindungen zugreifen kann, und Cross-Site-Hijacking verhindern. Bisher hat das WAC WebSocket-Verbindungen nicht validiert, sodass jede externe Anwendung Zugang erhalten konnte.

Aktualisierung zum Windows Admin Center Version 2110 durchführen

Die Installationsdateien für das neue Windows Admin Center stehen bei Microsoft zum Download zur Verfügung https://www.microsoft.com/de-de/windows-server/windows-admin-center. Wer in den Einstellungen des Windows Admin Centers bei „Updates“ die Option „Das Windows Admin Center automatisch aktualisieren“ aktiviert hat, kann die Aktualisierung auch automatisch durchführen lassen. Die installierte Version des WAC kann wiederum oben rechts über das Fragezeichen abgefragt werden.

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