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Cato Networks wirbt für SLA-backed Affordable Backbone Vorzüge von MPLS und Internet in einem

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Per SLA-backed Affordable Backbone (SLAB) will Cato Networks eine zu MPLS ebenbürtige Infrastruktur anbieten – zu geringeren Kosten, dafür aber mit zusätzlichen Funktionen für Sicherheit und Cloudanwendungen.

Die Cato Cloud soll zuverlässig wie MPLS sein, aber zusätzliche Vorzüge bieten.
Die Cato Cloud soll zuverlässig wie MPLS sein, aber zusätzliche Vorzüge bieten.
(Bild: Cato Networks)

Vorhersagbarkeit, geringe Paketverluste und hohe Verfügbarkeit – an den Vorzügen von MPLS zweifelt Cato Networks nicht. Mit dem SLA-backed Affordable Backbone will der Infrastrukturanbieter all das jedoch viel flexibler und zu geringeren Kosten nachbilden.

Das Konzept setzt dabei zwar auf SD-WAN, nicht jedoch auf das öffentliche Internet. Insbesondere das interkontinentale Peering zwischen Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischem Raum würde geschäftskritischen Anforderungen nicht gerecht; die Verbindungen seien oftmals unzuverlässig, überbucht und für hohe Paketverluste verantwortlich. Bei Transfers von und nach China kämen erschwerend noch staatliche Zensurmaßnahmen hinzu: Die „Große Firewall“ erhöhe Latenzen und Paketverluste abermals.

Als alternativen Transportweg schlägt Cato Networks daher die IP Transit Services verschiedener Tier-1-Carriern vor. Deren Kapazitäten seien im letzten Jahrzehnt nämlich schneller gewachsen als der Bedarf, was für sinkende Preise pro Megabit gesorgt habe. Anders als beim öffentlichen Internet seien die Transitverbindungen zudem mit Verfügbarkeits- und Performance-Garantien buchbar.

Um die Zuverlässigkeit weiter zu steigern, aggregiert ein SLAB per SD-WAN die Verbindungen verschiedener Anbieter. Jeder Point of Presence (PoP) ist also mit mehreren Carriern verbunden.

Die Kernfunktionen des SLAB werden zudem in einer verteilten Software umgesetzt. Damit läuft die Infrastruktur auf kostengünstigen Servern von der Stange. Überdies lasse sich die Architektur so schnell an neue Anforderungen anpassen. PoPs können so rasch in Kundennähe installiert – was Routing und Latenzen optimiert. Im Fall einer Havarie übenehmen benachbarte PoPs die Aufgaben der ausgefallenen Systeme.

Im direkten Vergleich böte ein SLAB laut Cato Networks die gleichen SLAs wie MPLS, das heißt: Eine Verfügbarkeit von 99,99 Prozent sowie Paketverluste von nicht mehr als 0,10 Prozent.

Zusätzlich will der Anbieter mit seinem Cato Cloud genannten Angebot und aktuell mehr als 40 PoPs jedoch noch einigen Mehrwert bieten. Hierzu zählen Verschlüsselung und „Advanced Security“. Zudem unterstütze man – anders als MPLS – mobile Nutzer, private Cloud und SaaS-Anwendungen. Und schließlich wäre dann als Vorzug noch der niedrigeren Preise im direkten Vergleich zu MPLS.

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