Umfrage von Robert Half Vorsichtiger Optimismus für 2021

Deutsche Unternehmen blicken einer Robert-Half-Umfrage zufolge vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Für 2021 rechnen viele mit einer zunehmenden wirtschaftlichen Erholung und planen, ihre Belegschaft 2021 teilweise auszubauen.

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Deutsche Unternehmen haben für das Jahr 2021 wieder wirtschaftliche Hoffnungen und planen mit Personaleinstellungen.
Deutsche Unternehmen haben für das Jahr 2021 wieder wirtschaftliche Hoffnungen und planen mit Personaleinstellungen.
(Bild: rcfotostock - stock.adobe.com)

Unter der weltweiten Corona-Pandemie leidet die Wirtschaft seit März 2020 sehr. Zugelassene Impfstoffe lassen nun Hoffnung aufkeimen und so rechnen Führungskräfte für dieses Jahr mit einer zunehmenden wirtschaftlichen Erholung. Das zeigt eine in sechs Ländern durchgeführte aktuelle Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half: Etwa 72 Prozent der deutschen Führungskräfte gehen 2021 von einem wirtschaftlichen Wachstum aus. Andere Länder blicken noch positiver in die Zukunft. So ist der Optimismus mit Blick auf ein wirtschaftliches Wachstum in Brasilien (88 %) am höchsten, gefolgt von Frankreich und Großbritannien (78 %) und Australien (77 %). Nur in Belgien (69 %) schätzen die Befragten die Aussicht auf Erholung etwas niedriger ein als in Deutschland.

Aufschwung in Sicht?

Die Gründe, warum Führungskräfte in Deutschland für 2021 eine Erholung der wirtschaftlichen Lage erwarten, sind laut Studie sehr unterschiedlich: Etwa ein Drittel der Befragten (33 %) sehen neue Geschäftsfelder, die sich aus den Folgen der Pandemie ergeben haben, als Grund für den wirtschaftlichen Aufschwung. Darüber hinaus gehören die beschleunigte Digitalisierung (31 %) sowie die Fähigkeit, Mitarbeiter mit Schlüsselkompetenzen halten zu können (30 %), zu den drei am häufigsten genannten Antworten.

„Die Zulassung des Impfstoffs und die damit zu erwartenden Lockerungen der Corona-Einschränkungen im weiteren Verlauf des Jahres deuten darauf hin, dass 2021 ein Jahr des Aufschwungs werden könnte“, erklärt Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & France bei Robert Half. „Die globale Verlagerung hin zu Remote- und Hybrid-Arbeitsplätzen sowie der steigende Umsatz durch Online- und E-Commerce-Maßnahmen beeinflussen die Einstellungsabsichten und Prioritäten der Unternehmen für das neue Jahr.“

Viele planen keinen Stellenabbau

Trotz pandemiebedingter Turbulenzen am Markt möchten 75 Prozent der befragten Personalverantwortlichen in Deutschland 2021 keine Stellen abbauen. Damit liegen deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich über dem Durchschnitt (66 %). Über alle Länder hinweg gibt fast ein Viertel (23 %) aller Befragten an, ihre Belegschaft sogar vergrößern zu wollen und schreibt aktiv neue Stellen aus.

„Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen unsere Beobachtungen der vergangenen Monate, dass sich Unternehmen zunehmend an die veränderten Markt- und Verbraucheranforderungen anpassen. So werden zum Beispiel vermehrt datengesteuerte Betriebs- und Planungsprozesse eingeführt und Strategien für eine anpassungsfähigere und agilere Belegschaft entwickelt“, erklärt Hennige. Auch wenn Führungskräfte einen Aufschwung erwarten, so ist die wirtschaftliche Situation für 2021 nicht genau prognostizierbar: „Noch ist nicht abzusehen, welchen Einfluss beispielsweise die aktuelle Bereitstellung des Impfstoffes hat und wie lange die harten Lockdown-Maßnahmen aufrecht erhalten bleiben“, sagt Sven Hennige. „2021 wird daher vermutlich ein dynamisches Jahr für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.“

Fachkräfte in der IT haben Priorität

Viele der befragten Unternehmen haben bei der Personalplanung ihre Prioritäten auf die IT gelegt. So liegen die Einstellungsabsichten für 2021 in den Bereichen DevOps-Management (36 %), Netzwerk- und System-Management (33 %), Cloud Engineering (32 %), Business Intelligence (32 %) sowie Helpdesk und technischer Support (22 %).

Die Umfrageergebnisse von Robert Half im Überblick.
Die Umfrageergebnisse von Robert Half im Überblick.
(Bild: Robert Half)

Über die Studie

Die Studie wurde im Dezember 2020 im Auftrag von Robert Half durchgeführt. Befragt wurden 1.800 Manager mit Personalverantwortung (General Manager, CIOs, CFOs) in kleinen (50 bis 249 Mitarbeiter), mittelgroßen (250 bis 499 Mitarbeiter) und großen (mehr als 500 Mitarbeiter) Unternehmen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Australien und Brasilien (je 300 Teilnehmer).

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