Version 2.2 der Analyse- und Monitoring-Software

Upgrade für den Allegro Network Multimeter

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Das Webinterface des Allegro Network Multimeter ermöglicht u.a. das Sortieren, Suchen und Filtern von MAC- oder IP-Adressen, Ports, VLANs, TCP-Handshakes und HTTP-Latenzen.
Das Webinterface des Allegro Network Multimeter ermöglicht u.a. das Sortieren, Suchen und Filtern von MAC- oder IP-Adressen, Ports, VLANs, TCP-Handshakes und HTTP-Latenzen. (Bild: Allegro Packets)

Allegro Packets zufolge lassen sich Datenströme, die mit dem Allegro Network Multimeter aufgezeichnet werden, mit der Version 2.2 der Analyse- und Monitoring-Software schneller und präziser analysieren. Das Upgrade behandle auch IP-Adressen, QoS-Funktionen und VoIP-Analyse.

Mit der Version 2.2, so der Hersteller, sei es nun etwa möglich, IP-Gruppen zu bilden – beliebige IP-Adressen (IPv4 und IPv6) könnten gruppiert und somit beispielsweise IP-Server, Subnetze, VPNs, Clients, etc. zusammengefasst werden. QoS-bezogene (Quality of Service) Priorisierung oder Parametrisierung des Datenverkehrs sowie Datenratenreservierung, Datenratenlimitierung und Paketoptimierung würden durch folgende Analysen dargestellt:

  • L2 QoS stelle die Prioritäten auf Layer 2 (sowohl im VLAN-Tag als auch die TC-Bits im MPLS-Header) dar,
  • L3 QoS zeige die Prioritäten auf Layer 3 an und den entsprechenden Datenverkehr als Graph dar,
  • L4 QoS generiere die Liste der Ports und korreliere diese mit den im Netzwerk erkannten QoS-Labels. Die Top-5-QoS-Labels würden nach dem aktuellen Verkehrsaufkommen sortiert,
  • L7 QoS sorge für die Erkennung der QoS-Labels und stelle diese in Beziehung zu den Layer-7-Anwendungen. Die Top-5-QoS-Labels würden nach dem aktuellen Verkehrsaufkommen sortiert.

Die SIP-Erweiterungen der Version 2.2 sollen den VoIP-Funktionsbereich ausbauen. SIP-Statistiken, SIP-Details und RTP-Informationen würden umfassender dargestellt. Die OPC Unified Achitecture (OPC UA) sei eine neue Funktion für die Bereitstellung von Messfunktionen für das OPC-UA-Binärprotokoll. Die OPC UA werde dort eingesetzt, wo Sensoren, Regler und Steuerungen verschiedener Hersteller ein gemeinsames Netzwerk bilden.

Eine weitere Neuerung sei die kontrollierte Paketweiterleitung und Verkehrsduplizierung: Bisher hätten sich die Daten nur in einem Pcap abspeichern lassen. Dieses habe dann über das Netzwerk an ein beliebiges Endgerät weitergeleitet werden können. Jetzt sei es möglich, Datenströme (als Raw Ethernet Output) auf ein Netzwerkinterface weiterzuleiten. Dabei würden die Datenströme nicht verändert (bzw. modifiziert), sondern als reiner Ethernet-Bitstrom transportiert.

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