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Unified Thread Management einfach, günstig und quelloffen Untangle bietet UTM kostenfrei und als Open Source an

Redakteur: Ulrike Ostler

Bisher gab das kalifornische Startup Untangle, früher Metavize, sein Unified Thread Management (UTM) nur kostenlos an Firmen ab, die höchstens zehn Mitarbeiter beschäftigten. Doch ab jetzt kann jedes Unternehmen die Security-Lösung kostenfrei bekommen. Sie steht nun unter der Open Source Lizenz GPLv2.

( Archiv: Vogel Business Media )

Bis dato mussten Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern mindestens 75 Dollar pro Monat für eine Untangle-Lösung bezahlen. Doch jetzt gibt es die Software zum freien Download. Zudem steht sie unter der GNU General Public License, Version 2 und ist damit quelloffen.

Der Hersteller, der die UTM-Plattform nach wie vor weiterentwickeln möchte, änderte demnach sein Geschäftsmodell. Nun will die Company ihr Geld nicht mit Lizenzen, sondern mit Support und Zusatzmodulen verdienen. Erhältlich sind Applikationen wie ein Remote Access Portal, SSL VPN, und funktionale Plattformerweiterungen wie die Integration in das Active Directory von Microsoft und ein Regel-Management.

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Der Schwenk zum Open-Source-Modell gehorche vor allem zwei Marktgesetzen. Zum einen gerate Security-Software zur Commodity, deren Standards längst mit Open-Source-Software zu bedienen sind. Firmengründer Dirk Morris zitiert eine IDC-Prognose, nach der im Jahr 2011 rund 5,8 Milliarden Dollar mit reiner quelloffener Software verdient werde. Zudem schätzen die IDC-Analysten den Markt für Netzwerk-Security-Produkte auf 5,1 Milliarden Dollar im Jahr 2009.

Erwartungen an Open Source

Ein Teil der Kunden bediene sich im Open-Source-Markt, weil sie annähmen, sie gewännen mehr Flexibilität, mehr Auswahlmöglichkeiten und gäben etwas weniger aus, sagen die Marktforscher. Das sieht auch Morris so. Allerdings widerspricht er der landläufigen Meinung, Open Source verpflichte dazu, selbst viel an der IT herumzubasteln. Dieselbe Do-it-Yourself-Erwartung gelte offenbar auch für Sicherheits-Lösungen. Sein Produkt soll anders sein.

Das Untangle-UTM umfasst zwölf einzelne Tools: E-Mail-Filter für das Aussondern von Spam, Spyware, Phishing-Sites und unerwünschtem Web-Content sowie Tools zur Abwehr von Viren und anderen Attacken. Darüber hinaus besitzt die Sicherheitslösung eine Firewall, ein Intrusion Prevention System (IPS), Protokoll-Kontrollen sowie VPN-, Routing- und Reporting-Features.

Die einzelnen Werkzeuge basieren zum Teil selbst auf anderen Open-Source-Produkten wie Snort, Spam Assassin, Vipul´s Razor, Clam Antivirus (Clam AV) und OpenVPN.

Die UTM-Lösung von Untangle bietet sich laut Morris aus vielen Gründen an. Der Cheftechniker des Unternehmens zählt auf: bessere Performance und Architektur als bei vergleichbaren Produkten, einfach zu integrieren und keine Lizenz-Restriktionen. „Es gibt für die Unternehmen nun absolut keine Entschuldigung mehr, auf Gateway-Security zu verzichten“, sagt der Chief Technology Officer.

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