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Tod oder Teufel? DBD und Bundesnetzagentur zur Zukunft von WiMAX

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Die Ausgangslage für WiMAX-Provider

In Großkugel ist WiMAX-Provider SBD aktiv, Bild: DBD (Archiv: Vogel Business Media)

Hierzulande regelt die Bundesnetzagentur die Zuteilung und schließt beispielweise bestimmte Regionen von vorneherein aus. Darüber hinaus wurden in Deutschland die Breitband-Frequenzen (BWA= Broadband Wireless Access) im Bereich 3.400 bis 3.600 Megahertz von der Bundesnetzagentur im Dezember 2006 versteigert.

Dabei kam eine Summe von 65 Millionen Euro zusammen. Die Unternehmen konnten die auf 28 Regionen verteilten Frequenzpakete erwerben. Drei von fünf Unternehmen, darunter DBD, erwarben bundesweite Lizenzen, die beiden anderen beschränkten sich auf regionale Pakete.

Mit der Vergabe waren von Anfang an Verpflichtungen verknüpft. Dazu zählt nicht allein, dass andere Netze ungestört bleiben müssen, sondern auch, dass bis Ende dieses Jahres 15 Prozent der Gemeinden in der betreffenden Region versorgt werden können. Bis Ende 2021 müsste eine Abdeckung zu 25 Prozent erreicht werden.

Televersa, ein Mitbieter, der die Lizenz für zwei Regionen im Südosten Bayerns erworben hatte, sah sich außer Stande, dieser Bedingung nachzukommen, und hat seine Lizenz Ende Dezember 2006 wieder zurückgegeben (siehe: Televersa-Chef: „Bundesnetzagentur duldet unsere WiMAX-Standorte.“) Zudem rechnet sich der Ausbau des Funknetzes, das auf Sichtverbindungen beruht, für den Anbieter nicht mehr. Derzeit vermarktet Televersa vornehmlich Satelliten-DSL.

Seine WiMAX-Hoffnung setzt das Unternehmen etwa in lokale Lizenzen, für die die Bundesnetzagentur jetzt die Voraussetzungen geschaffen hat. Der Entwurf des neuen Frequenzzuteilungsverfahrens und der entsprechenden Nutzungsbedingungen waren im Amtsblatt sowie im Internet veröffentlicht worden und konnten bis Ende Dezember 2008 kommentiert werden.

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