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Die Infrastruktur-Komponenten
Dazu noch ein Blick auf die bisherige Infrastruktur: Die WiMAX-Netze von DBD beruhen auf Glasfaserkabel, die bis in die Zielgebiete führen. Für das WiMAX-Netz in Dresden etwa nutzt DBD drei Glasfaseranbindungen. Der Verteiler (PoP) befindet sich in Frankfurt.
Auf der nächsten Ebene betreibt DBD ein Richtfunknetz auf der Basis von 23, 26 und 38 Gigahertz. Diese versorgen wiederum Basisstationen mit jeweils drei Abstrahlsektoren, die jeweils 120 Grad erfassen.
Eine Basisstation kann mehrere hundert Kunden versorge. Damit sie profitabel ist, muss sie mindestens 80 bis 100 Kunden versorgen.
Da WiMAX nicht so tief in die Gebäude eindringen kann wie Mobilfunk, haben viele Kunden ihre Empfangsstation, die etwa einem WLAN-Router gleicht, auf der Fensterbank. Eine „Fritz-Box“ sorgt schließlich dafür, dass die Kunden telefonieren und Datendienste nutzen können.
In Labortests ließen sich bis zu 50 Kilometern und eine Datentransferrate von bis zu 108 Megabit pro Sekunde erreichen.
Die Reichweite
Doch wie bei UMTS uns seinen Nachfolgern müssen sich WiMAX-Nutzer die bereitgestellte Bandbreite teilen. Außerdem nimmt die Übertragungsleistung ab, je größer die Reichweite ist. So beträgt der Radius einer Basisstation in städtischen Umgebungen üblicherweise zwischen zwei und drei Kilometern.
Somit ist dem ursprünglichen Ziel, breitbandunterversorgte Gebiete im ländlichen Raum zu versorgen, ein Riegel vorgeschoben. Zum einen liegt dort kaum Glasfaser und es würden zu viele WiMAX-Stationen benötigt, um eine vergleichsweise kleine Anzahl von Kunden gewinnen zu können.
Zum anderen liegt der schwere Start von WiMAX laut DBD-Geschäftsführer daran, dass dank einer recht zügigen Erweiterung des DSL-Netzes durch die Telekom, die weißen Flecken auf dem Breitbandatlas deutlich kleiner geworden sind und für wenige Kunden ein vergleichsweise hoher Aufwand betrieben werden muss.
weiter mit: Mobiles WiMAX in Konkurrenz zu UMTS und den Nachfolgern
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