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Deutsche Breitbanddienste – Positionsbestimmung
Das Dauerdefizit und die regionale Beschränkung der Netze kann sich die Ende 2003 in Heidelberg gegründeten Deutsche Breitband Dienste GmbH leisten. Das Unternehmen hat finanzstarke Anteilseigner. Investoren sind die Investmentbank Merrill Lynch und das Bankhaus M.M. Warburg. Hauptanteilseigner jedoch ist der weltgrößte Chip-Hersteller Intel, der als der bedeutsamste WiMAX-Protagonist gilt.
So ist Intel auch an Clearwire beteiligt, das gerade die ersten zwei WiMAX-Netze auf der Basis von 1,4 Gigahertz in Baltimore und Portland in Betrieb genommen hat. Für Ende dieses Jahres hat Intel den „Moorestown“-Chip angekündigt, der auf der Basis der „Centrino“-Technik neben WLAN- auch WiMAX-Fähigkeit auf Intel-Laptops bringt.
Zudem verhält sich die Bundesnetzagentur abwartend. Erst Ende 2009, Anfang 2010 werde geprüft, ob die BWA-Lizenzinhaber ihren Verpflichtungen einer breiten Abdeckung nachgekommen seien.
Zum Verständnis ein Blick auf die Ausgangssituation: Für die Funktechnik Worldwide Interoperability for Microwave Access, kurz: WiMAX, sind drei Frequenzbereiche vorgesehen: 5.725 bis 5.850 Megahertz, 2.500 bis 2.690 Megahertz und 3.400 bis 3.600 Megahertz.
Der erste Bereich ist in den USA und in einigen anderen Ländern lizenzpflichtig. Der zweite Bereich ist zumindest in Europa auch für andere Technologien vorgesehen.
Der dritte Frequenzbereich kann zwar in über 100 Ländern genutzt werden, unterliegt dort aber jeweils einer Regulierung beziehungsweise der Frequenzzuteilung. Denn es ist durchaus möglich, dass der terrestrische Funk auf diesem Band etwa mit dem Satellitenfunk oder mit Netzen anderer Länder kollidiert.
weiter mit: Die Ausgangslage für WiMAX-Provider
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