IDC untersucht IT-Arbeitsplätze

Studie: Workplace-Modernisierung macht produktiver

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Peter Schmitz

Viele Young Professionals der Generation Y wollen ihren „Always on“-Lebensstil auch in ihrem Arbeitsumfeld wiederfinden.
Viele Young Professionals der Generation Y wollen ihren „Always on“-Lebensstil auch in ihrem Arbeitsumfeld wiederfinden. (Bild: Bild: gustavofrazao – Fotolia.com)

Nach Einschätzung von IT-Verantwortlichen und Wissensarbeitern, die IDC zum Thema IT-Arbeitsplätze befragt hat, würde eine Workplace-Modernisierung die Produktivität um 38 Prozent steigern, zugleich die Kosten um 26 Prozent und die Schatten-IT um 22 Prozent senken.

Laut der IDC-Studie, die u.a. von Matrix42 unterstützt wurde, hat sich in Bezug auf die IT-Arbeitsplätze aufgrund anderer dringender Themen in den letzten Jahren ein Investitionsstau gebildet, den Unternehmen jetzt verstärkt abbauen wollen. Eine zukunftsweisende Workplace-Strategie soll dabei helfen, die Mitarbeiterproduktivität zu erhöhen, Kosten einzusparen und die Arbeitgebermarke für technologieaffine Young Professionals attraktiver zu machen. Für 35 Prozent der Befragten sei die Modernisierung der IT-Arbeitsplätze das wichtigste Handlungsfeld der kommenden zwei Jahre; nur der IT-Sicherheit habe man mehr Dringlichkeit zugeordnet (55 Prozent). Besonders stark werde die Modernisierung von den Young Professionals der Generation Y gefordert, die ihren „Always on“-Lebensstil auch in ihrem Arbeitsumfeld wiederfinden wollen (46 Prozent).

„Die Art und Weise, wie Wissensarbeiter heute arbeiten wollen, ist eine fundamental andere als früher und ist zudem einem stetigen Wandel unterworfen. Ein moderner IT-Arbeitsplatz birgt enormes Produktivitäts- und Einsparungspotenzial. Um dieses Potenzial zu heben, sollten Unternehmen jetzt die dafür nötigen, bislang aber zurückgehaltenen Investitionen freigeben, andernfalls drohen ihnen vor allem im Hinblick auf die digitale Transformation Wettbewerbsnachteile“, so Mark Alexander Schulte, Senior Consultant, IDC.

„Vor allem Digital Natives erwarten für ihre Arbeitsumgebung einen reibungslosen Umgang mit Apps und Geräten, wie sie es privat gewohnt sind. Der heutige Business Consumer möchte zu jeder Zeit und an jedem Ort Zugriff auf die Unternehmens-IT – mit bester Performance und Verfügbarkeit. Zugleich muss die IT angesichts der wachsenden Geräte- und Betriebssystemvielfalt entlastet werden“, so Oliver Bendig, CTO Matrix42. „Genau für diesen Bedarf entwickelt Matrix42 Produkte und Lösungen rund um den intelligenten digitalen Arbeitsplatz. Im Bereich Unified Endpoint Management liefern wir beispielsweise bereits eine umfassende Suite sowie ein innovatives Nutzungskonzept.“

Jeweils 45 Prozent der Befragten wollen durch ein Unified-Workspace-Management den Anwendersupport sowie die Zugriffsrechte vereinfachen. Dicht dahinter folge die Erwartung niedrigerer Kosten beispielsweise durch Tool-Konsolidierung (41 Prozent). Insgesamt seien die Anforderungen an entsprechende Angebote hoch.

Angesichts der Ergebnisse empfiehlt IDC, die IT-Arbeitsplatz-Modernisierung voranzutreiben und Investitionen nicht zurückzustellen. Dabei sollten die Verantwortlichen die Präferenzen der aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter genau im Blick haben, vor allem im Hinblick auf die Young Professionals, die in einigen Jahren den Großteil der Arbeitnehmer stellen werden. Zudem sollten sich die IT-Manager verstärkt auf den Ausbau geräte- und ortsunabhängiger Applikationen und Daten konzentrieren und sich mit den Möglichkeiten eines Unified Workspace Management auseinandersetzen.

IDC hat die Marktbefragung im Juni 2016 in 281 Organisationen durchgeführt.

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