Sechs Tipps zum Umstieg

Studie: Migration auf Windows 10 stockt

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Das Ende des Lebenszyklus von Windows 7 ist ein wichtiger Auslöser für die Migration auf Windows 10.
Das Ende des Lebenszyklus von Windows 7 ist ein wichtiger Auslöser für die Migration auf Windows 10. (Bild: Ivanti)

Ivanti gibt Tipps für den Umstieg auf Windows 10 – aus gutem Grund, denn laut einer Umfrage haben, obwohl der reguläre Support für Windows 7 am 14. Januar 2020 endet, 59 Prozent der Unternehmen noch nicht alle Nutzergeräte migriert. Und 39 Prozent werden es bis dahin auch nicht schaffen.

Die Studie basiert auf einer Online-Umfrage unter mehr als 500 IT-Fachkräften im Herbst 2019. Demnach konnten bislang nur 39 Prozent der Befragten sämtliche Nutzer auf Windows 10 umstellen. Von denjenigen, die derzeit noch dabei sind, haben 38 Prozent „fast“ alle Geräte aktualisiert, wobei 23 Prozent dies wahrscheinlich bis zum Stichtag abschließen.

Tatsächlich ist das Ende des Lebenszyklus von Windows 7 ein wichtiger Auslöser für die Migration (44%). IT-Experten nennen auch Schwachstellenmanagement und Minimierung von Sicherheitsrisiken (23%), Reduzierung von Betriebsrisiken (11%) und Verbesserung der Nutzerproduktivität (10%) als wichtige Punkte bei der Priorisierung des Projekts.

Große Hürden

In Sachen Hindernisse für die Migration sehen die IT-Experten vor allem die damit verbundenen Ressourcenzeiten und Kosten (57%), gefolgt von anderen hohen IT-Prioritäten (47%) sowie Bedenken hinsichtlich der Anwendungskompatibilität und des Supports für Windows 10 (40%).

Diese Sorge um die weitere Nutzung der Applikationen spiegelt sich in der Zurückhaltung der IT-Experten wider, kritische Geschäftsanwendungen zu aktualisieren oder zu patchen:

  • 58 Prozent wollen nicht, dass Anwendungen durch Updates/Patches lahmgelegt werden,
  • 48 Prozent fürchten eine geringere Nutzerproduktivität durch Updates/Patches,
  • 29 Prozent ist es zu zeitaufwendig/manuell, die Updates/Patches durchzuführen.

Supportaufwand soll gleich bleiben

Windows 10 treibt die Einführung von virtuellen oder cloudbasierten Desktops offensichtlich nicht voran. 70 Prozent der IT-Experten setzen Windows 10 auf physischen Desktops und Laptops ein, nur ein Viertel in hybriden virtuellen und physischen Desktop-Umgebungen. Die Hälfte der IT-Experten möchte die Wartungskosten gleich halten. 20 Prozent erwarten sogar, dass die Kosten für den Support von Windows 10 geringer sind als bei Windows 7.

„Mit dem bevorstehenden Ende der Lebensdauer von Windows 7 steigt der Druck auf viele Unternehmen aufgrund möglicherweise steigender Kosten“, sagt Duane Newman, Vice President, Product Management bei Ivanti. „Tools zur Automatisierung des Migrationsprozesses können den Ressourcen- und Zeitaufwand sowie Kosten deutlich reduzieren und einen nahtlosen Anwendungssupport gewährleisten. Dadurch profitieren Unternehmen schneller von den Sicherheitsvorteilen von Windows 10, bei hoher Nutzerproduktivität und geringem Betriebsrisiko.“

6 Tipps für die Migration auf Windows 10

  • 1. Gesamte Soft- und Hardware inventarisieren: Dadurch wird geprüft, welche Endgeräte Windows-10-fähig sind. Außerdem führt die Migration dann zu keinen Überraschungen.
  • 2. Benutzerprofilverwaltung einrichten: Zu Beginn sollten die Benutzereinstellungen und Daten der User gesichert werden. Anschließend werden Benutzerprofile, Einstellungen und Dateien extrahiert, sodass sie zwischen den Versionen ausgetauscht werden können.
  • 3. Konfiguration und Bereitstellung automatisieren: Durch ein automatisiertes Endpunktmanagement lassen sich Betriebssystem, Treiber und Konfigurationen für die Geräte verpacken. Für die Migration als Selfservice werden den Nutzern Pakete zugewiesen.
  • 4. Software in Paketen installieren: Software, die für jedes Gerät, jede Gruppe und jeden Benutzer des Unternehmens geeignet ist, sollte gesammelt in Paketen ausgerollt werden. Auch das Rechtemanagement muss berücksichtigt werden.
  • 5. In verbesserte Bereitstellungsprozesse und zeitnahes Patch-Management investieren: Eine solche Investition sorgt dafür, dass künftige Migrationen reibungsloser ablaufen.
  • 6. Rollout-Fortschritt überwachen und darüber berichten: Hierfür bietet sich eine automatisierte Lösung an. Auch für die laufende Wartung empfiehlt sich Automatisierung, um Fehlersuche und Fehlerbehebung sowie Entfernung und Neuinstallation von Windows 10 zu vereinfachen.

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