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Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 8

Softwareverteilung mit dem SCCM – grundlegende Server-Aufgaben

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Überlegungen zum Verteilungspunkt

Auf Verteilungspunkten werden alle Softwarepakete gespeichert, die zur Verteilung innerhalb der Site vorgesehen sind. Dementsprechend ist auf dem Verteilungspunkt der von der zu verteilenden Software benötigte Speicherplatz vorzuhalten. Der Verteilungspunkt ist eine Standortsystemrolle von SCCM auf einem Server. Mehrere Verteilungspunkte im Netzwerk dienen der Lastverteilung und einer Optimierung der Netzwerkauslastung. Folgende Überlegungen sind zu beachten (siehe auch Abbildung 2):

  • Kleine Zweigstellen, die keinen eigenen Server besitzen, können einen Zweigstellenverteilungspunkt verwenden.
  • Ein Verteilungspunkt, d.h. ein Server, kann entweder als „normaler Verteilungspunkt“ oder als Zweigstellenverteilungspunkt eingerichtet sein.
  • Der intelligente Hintergrundübertragungsdienst (Background Intelligent Transfer Service, BITS) verbessert den Download und vermeidet überlastete Netzwerke.
  • Mit geschützten Verteilungspunkten haben Computer außerhalb von SCCM-Grenzen keinen Zugriff.
  • Verteilungspunkte unterstützen auch mobile Clients, wenn der entsprechende Schalter in den Eigenschaften des Verteilungspunkts aktiviert ist.
  • Verteilungspunkte können optional auch für Internet-basierende Clients zur Verfügung stehen.
  • Verteilungspunkte unterstützen ab SCCM 2007 R2 auch virtuelle Clients, wenn „Virtual Application Streaming“ aktiviert wird.

Last auf Server und Netzwerk

Bei einer Softwareverteilung entsteht oft ein nicht zu unterschätzender Verkehr im Netzwerk. Zunächst müssen alle Pakete des Standorts auf die Verteilungspunkte kopiert werden. Jeder Verteilungspunkt ist identisch aufgebaut, damit eine Ausfallredundanz gegeben ist. Softwarepakete können entweder vom Verteilungspunkt auf die lokalen Festplatten der Clients kopiert werden oder Clients fordern die Pakete per Download an. In beiden Fallen entsteht ein Netzwerkverkehr vom Verteilungspunkt zum Client. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Anzahl der konkurrierenden Pakete zu begrenzen.

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Für eine gewisse Netzwerkoptimierung verwendet SCCM 2007 einen nicht näher benannten Algorithmus zum Bestimmen des nächst gelegenen Verteilungspunkts. Dennoch gibt es keine spezielle Lastverteilung der Serverlast. Da voreingestellt der Standortserver auch Verteilungspunkt ist, ist es empfehlenswert, diese Rolle vom Standortsystem zu entfernen und auf andere Server zu verteilen.

Eine Bandbreitenkontrolle innerhalb eines Standorts gibt es nicht! Diese gibt es nur bei der Kommunikation zwischen Standorten. Bei einem sehr großen Rollout hat man daher leider nur die Wahl, den Standort zu splitten und Sammlungen und Zeiten intelligent zu wählen.

Die einzige Entlastungsmöglichkeit ergibt sich über den Einsatz von BITS, das auch auf Clientseite als Dienst installiert sein muss (siehe Abbildung 4). Voreingestellt regelt BITS im SCCM 2007 aber nur den Transfer zum Zweigstellenverteilungspunkt und muss daher manuell auch für Clients erweitert werden (siehe Abbildung 5). Dann werden Zweigstellen und Clients allerdings in einen Topf geworfen.

weiter mit: Speichern der Pakete

weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:

  • Microsoft SCCM, Teil 1: Mehr als zehn Jahre System-Management – ein Überblick
  • Microsoft SCCM, Teil 2: Technische Planung in der Vorprojektphase eines SCCM-Einsatzes
  • Microsoft SCCM, Teil 3: Einführung in die interne Verwaltungsstruktur
  • Microsoft SCCM, Teil 4: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Standorteinstellungen und Sitemodus
  • Microsoft SCCM, Teil 5: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Discovery und Clientinstallation
  • Microsoft SCCM, Teil 6: Agenten für die Verwaltung von stationären und mobilen Computern
  • Microsoft SCCM, Teil 7: WSUS 3.0 für Microsoft Updates verwenden
  • Microsoft SCCM, Teil 9: Softwareverteilung mit dem SCCM - Verteilung von Softwarepaketen und Kontrolle

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