Schritt für Schritt: Die Netzwerkanbindung einer vSphere Cloud

So verknüpfen Sie eine Private-Cloud-Infrastruktur mit dem Netzwerk

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Andreas Donner

Wandernde Server sind eine Herausforderung beim Aufbau einer Private Cloud Infrastruktur – doch auch hier gibt es hilfreiche Werkzeuge
Wandernde Server sind eine Herausforderung beim Aufbau einer Private Cloud Infrastruktur – doch auch hier gibt es hilfreiche Werkzeuge

Eine Private Cloud dient in erster Linie dazu, Dienste über das Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Wie dies in der Praxis aussieht, zeigen wir hier anhand einer vSphere-Umgebung und den dazugehörigen Verwaltungstools.

Zentrale Serverapplikationen im Rechenzentrum, wie etwa ein Mailserver oder eine Datenbankanwendung, sind über das Netzwerk durch die Anwender erreichbar. Bei der Migration hin zur Cloud ist das im Prinzip identisch. Nur spricht man dann nicht mehr von Applikationen, sondern von den Diensten, die in der Cloud bereitgestellt werden.

Anstelle des „Mailservers im Datacenter oder Rechenzentrum“ tritt dann eben der „Maildienst in der Public oder Private Cloud“. Der Vollständigkeit halber sei aber darauf hingewiesen, dass ein Maildienst auch noch weitere Eigenschaften aufweist, die über jene eines bloßen Servers hinausgehen. Verfügbar gemacht werden die Cloud-Dienste, wie auch die Server über ihre logischen Namen.

Werden die Server in einer virtuellen Machine betrieben, so muss außerdem eine Adressumsetzung erfolgen. Dies ist alleine deswegen notwendig, weil die physischen Hosts in der Regel weniger physikalische Netzwerkkarten aufweisen als sie für die Summe aller virtuellen Server benötigen würden. Wäre das der Fall, so könnte jedem virtuellen Gast seine individuelle Netzwerkkarte zugewiesen werden. Die Verwaltung dieser Netzwerkkarte könnte dann durch das Betriebssystem des Gasts erfolgen. Hinsichtlich der Netzwerkanbindung wäre dann kein Unterschied zwischen virtuellen und physischen Systemen erkennbar.

Physische Netzwerkinterfaces und virtuelle Maschinen

Da aber die wenigen physischen Netzwerkinterfaces in der Regel zwischen den virtuellen Maschinen aufgeteilt werden, muss eine Zwischenschicht eingezogen werden. Dies ist der Hypervisor. Die Verwaltung der virtuellen Netzwerkinterfaces erfolgt dann durch die Verwaltungstools der Hypervisor-Hersteller. Dies sind die Administrationstools von VMware, Microsoft oder etwa Citrix.

Diese Hersteller haben die Netzwerkverwaltung in ihre Administrationskonsolen, wie etwa das vCenter, den Hyper-V Manager oder das Xen-Center integriert. Soweit, so gut. Diese Tools ermöglichen, in Verbindung mit den darunterliegenden Hypervisoren, die Abbildung der virtuellen Netzwerkinterfaces auf die physischen Netzwerkkarten.

Diese Techniken sind aber nur dann anzuwenden, wenn nur ein physischer Host im Spiel ist und die virtuellen Maschinen nicht durch Live Migration oder vMotion verschoben werden. Bei der Übertragung einer virtuellen Maschine versagen diese Verfahren. Der Hyper-V Manager oder das vCenter bezieht sich immer auf einen einzigen Host. Werden virtuelle Maschinen verschoben, so müssen andere Verfahren entwickelt werden.

Diese liegen gewissermaßen über den bisherigen Techniken. Ähnlich einem Netzwerkstack (nach ISO/OSI) erfolgt dabei eine mehrstufige Abbildung der IP-Adressen durch die Virtualisierungsschichten. Die unterste Stufe ist jene, die im Betriebssystem verwaltet wird. Die Möglichkeiten zur Verwaltung der oberen Netzwerkschicht in virtuellen Umgebungen wiederum sind im vCloud Director von VMware oder Virtual Maschine Manager von Microsoft integriert. In diesen Tools erfolgt die Verwaltung der Netzwerkinterfaces für Cloud Strukturen.

weiter mit: Die Verwaltung des vSphere Netzwerkinterfaces

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 33750030 / Administration)