Virtualisierungs-Monitoring mit OpenSource und Freeware

So überwachen Sie Hyper-V-Infrastrukturen kostenlos

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Auch für die Überwachung von Hyper-V-Infrastrukturen stehen kostenfreie Werkzeuge zur Verfügung.
Auch für die Überwachung von Hyper-V-Infrastrukturen stehen kostenfreie Werkzeuge zur Verfügung. (Bild: Andrea Danti - Fotolia.com)

Geht es um die Überwachung von Serverdiensten im Netzwerk, denken viele Administratoren zunächst an kostenpflichtige Programme wie Microsoft System Center. Es gibt aber auch das eine oder andere Programm, mit dem Administratoren Ihre Hyper-V-Umgebung effizient und kostenfrei überwachen können.

Geht es um die Überwachung von Hyper-V spielen vor allem folgende kostenlose Tools eine wichtige Rolle. Die Tools laden Administratoren auf den einzelnen Webseiten. In diesem Beitrag legen wir den Schwerpunkt aber auf andere Tools, die weniger bekannt sind, wenn es um die Überwachung von Hyper-V und mehr geht.

Nagios, Zenoss und OpenNMS

Es gibt aber auch noch andere Tools in diesem Bereich. Wer zur Überwachung des Netzwerks professionelle OpenSource-Werkzeuge sucht, kann auch auf Nagios (siehe Abbildung 4) und Zenoss Core (siehe Abbildung 5) setzen.

Allerdings bieten diese Server-Anwendungen wesentlich mehr, als nur die Überwachung von Hyper-V. Bei beiden Lösungen handelt es sich um extrem komplizierte aber mächtige Werkzeuge für die Netzwerküberwachung. Ein weiteres Programm in diesem Bereich ist OpenNMS (siehe Abbildung 6).

Paessler PRTG Network Monitor

Das Überwachungs-Tool Paessler PRTG Network Monitor steht als Freeware und als 30 Tage-Testversion zur Verfügung. Mit der Freeware können Administratoren bis zu 10 Sensoren kostenlos überwachen lassen. Sobald die Hyper-V-Hosts angebunden sind, können Administratoren verschiedene Sensoren zur Überwachung von Hyper-V anbinden (siehe Abbildung 7).

PRTG Network Monitor kann mit eigenen Sensoren speziell Hyper-V-Hosts überwachen (siehe Abbildung 8), aber auch virtuelle Server, Cluster und mehr. Unternehmen können auch System Center Virtual Machine Manager an PRTG anbinden. Um Hyper-V zu überwachen, gehen Sie hier folgendermaßen vor:

  • Starten Sie die PRTG Network Monitor Enterprise Console.
  • Über "Bearbeiten\Gerät hinzufügen" binden Sie zunächst den Hyper-V-Host an. Sie können auch virtuelle Server überwachen. Dazu binden Sie die entsprechende VM an PRTG an.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Server und wählen Sie "Sensor hinzufügen".
  • Wählen Sie im unteren Bereich den Sensor aus, mit dem Sie den Server überwachen wollen. Wählen Sie bei Art des Zielsystems im oberen Bereich die Option "Virtualisierungs-OS" aus.
  • Im unteren Bereich wählen Sie aus, welchen Bereich Sie überwachen wollen (siehe Abbildung 9). Anschließend können Sie den Sensor noch an Ihre Bedürfnisse anpassen.
  • Nachdem Server und die Sensoren angebunden sind, können Administratoren Hyper-V überwachen. Durch einen Klick auf den Sensor ist auf der rechten Seite der Status zu sehen. Die Registerkarte Livegraph zeigt den aktuellen Zustand des Servers an.

Überwachung im Hyper-V-Manager und der PowerShell

Administratoren können aber auch mit den Bordmitteln von Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1 Hyper-V und virtuelle Server überwachen. Durch einen Klick auf einen Server sind im unteren Bereich genauere Informationen zu sehen. Die Registerkarte Netzwerk zeigt zum Beispiel die IP-Adresse des virtuellen Servers an. Auf der Registerkarte Replikation ist der Zustand der Replikate von virtuellen Servern auf den anderen Hyper-V-Hosts zu sehen.

Eine Liste aller erstellten virtuellen Server eines Hyper-V-Hosts rufen Administratoren mit "Get-VM" ab. Mit der Option "|fl" erhalten Verwalter weiterführende Informationen. Administratoren erhalten auf diesem Weg auch Echtzeitdaten, also auch den zugewiesenen Arbeitsspeicher, wenn Dynamic Memory im Einsatz ist.

Administratoren können in der PowerShell aber nicht nur Daten von virtuellen Servern auslesen, sondern mit "Get-VMhost" auch Informationen zu den Hyper-V-Hosts im Netzwerk abfragen. Auch hier gibt es weiterführende Informationen über die beiden Optionen "|fl" und "|ft".

Informationen zu virtuellen Switches zeigt die PowerShell mit "Get-VMSwitch" an. Einstellungen der virtuellen Netzwerkkarten lassen sich mit dem folgenden Befehl anzeigen:

Get-VMNetworkAdapter -VMName <Name des virtuellen Servers> |fl

Mit diesem CMDlet erhalten Administratoren auch die MAC- und IP-Adressen der virtuellen Server auf dem Hyper-V-Host. Wo die virtuellen Festplatten eines virtuellen Servers gespeichert sind, sehen Admins im Hyper-V-Manager in dessen Einstellungen im Bereich IDE- oder SCSI-Controller.

In der PowerShell haben Administratoren zudem die Möglichkeit, das Ergebnis einer Get-Abfrage an ein anderes CMDlet zu übergeben. So lassen sich zum Beispiel mit "Get-VM" die virtuellen Server eines Hyper-V-Hosts auslesen und mit "Get-VMHardDiskDrive" die virtuellen Festplatten dieser Server anzeigen. Dazu verwenden Administratoren den Befehl "Get-VMHardDiskDrive (Get-VM)".

Mit dem Befehl "Get-VM -computername <Name des Hyper-V-Hosts> | foreach{(Get-VMNetworkAdapter $_).IPAddresses}" lesen Administratoren IP-Adressen der virtuellen Server auf einem lokalen Hyper-V-Host aus, aber auch von Hosts im Netzwerk (siehe Abbildung 10).

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