Ausgereifte Anbindung für ausgereifte 802.11ac-Systeme

So laufen Wave-2-APs mit voller Leistung

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Access Points wie Netgears WAC740 erfordern eine leistungsfähige Anbindung an Kabelnetze.
Access Points wie Netgears WAC740 erfordern eine leistungsfähige Anbindung an Kabelnetze. (Bild: Netgear)

Access Points für 802.11ac Wave 2 sind ausgereift, ihre Anbindung aber oft unzureichend – sagt Netgear und erläutert, wie Anwender die volle WLAN-Performance abrufen.

In einer jetzt versendeten Mitteilung verkündet Netgear zunächst gute Nachrichten für Anwender. Demnach gibt es mittlerweile eine umfassende und ausgereifte Palette an „11ac Wave 2 Access Points“ am Markt. Der Haken dabei: Die Systeme erreichen Durchsätze von mehreren Gigabit/s und können ihr Potential oft gar nicht ausspielen, weil sie von lahmen Gigabit-Netzen ausgebremst werden.

Die hohe Performance von 802.11ac Wave 2 basiert laut Netgear auf folgenden vier technischen Finessen:

  • Vier Streams für extrabreite Übertragungskanäle;
  • MU-MIMO (Multi-User Multiple Input, Multiple Output) zur besseren Frequenznutzung;
  • Höhere Geschwindigkeit von bis zu 2,3 Gbit/s (1,7 Gbit/s im 5-GHz-Bereich) bei drei Streams und 3,4 Gbit/s bei vier Streams;
  • Robustere Signalcodierung mit 256 QAM ermöglicht um 33 Prozent verbesserte Signalintegrität.
Wann lohnt sich ein Upgrade auf 802.11ac?

Schnelles WLAN für alle

Wann lohnt sich ein Upgrade auf 802.11ac?

13.01.16 - Unternehmen implementieren aktuell zügig 802.11ac, um den rasch ansteigenden Anforderungen an die Leistung mobiler Anwendungen nachzukommen. Obwohl der neuste WLAN-Standard Verbesserungen in der Geschwindigkeit und der Kapazität verspricht, sollte stets die individuelle Situation in jedem Unternehmen berücksichtigt werden, bevor 802.11ac umgesetzt wird. lesen

So erklärt Netgear die Eigenschaften von Wave 2 im Detail:

  • MU-MIMO steht für Multi-User Multiple Input, Multiple Output und ist ein neues Feature in 802.11ac Wave 2. Um MU-MIMO nutzen zu können, müssen sowohl Access Point als auch Client-Gerät Wave 2 MU-MIMO unterstützen. MU-MIMO arbeitet in der Downstream-Richtung (AP zu Client) und ermöglicht einem AP, mehrere Client-Geräte mittels räumlich gerichteter Funkkanäle gleichzeitig zu versorgen. Eine gute Referenz ist die Hub-versus-Switch-Analogie in der drahtgebundenen Switching-Welt, wo der Hub (Wave 2, 802.11ac) nur die gleichzeitige Übertragung von Daten an mehrere Clients ermöglicht während der Switch (Wave 1, 802.11ac) die gezielte Übertragung an nur einen Client zu einem bestimmten Zeitpunkt erlaubt.
  • Beamforming ist eine erweiterte Signalverarbeitungstechnik mit mehrfacher Antennenkommunikation und nutzt das Wissen der MIMO-Kanalinformationen, um die Empfangssignalqualität am Empfänger/Client zu verbessern. Dabei werden die Funkwellen der Access Points, die sich normalerweise in konzentrischen Kreisen ausbreiten, so geformt, dass die Abstrahlcharakteristik ihr Maximum in Client-Richtung hat. Sie folgt eingebundenen Geräten und überträgt das WLAN-Signal gezielt in ihre Richtung, um eine optimale Geschwindigkeit und Reichweite zu erzielen. Aus dieser Technik resultieren ein besserer Empfang, höherer Durchsatz und bessere Übertragungsergebnisse.

Schlussfolgerungen für die Implementierung

Wie bereits angedeutet überschreiten aktueller Access Points dank dieser Techniken deutlich die Kapazität von Gigabit-Ethernet-Ports. Um diesen Flaschenhals zu entschärfen, bieten sich laut Netgear folgende Lösungen an:

  • Nutzung des 2,5-Gbit/s-Multi-Gigabit-Ethernet-Ports mit einem einzigen Ethernet-Kabel zu einem Multi-Gigabit-fähigen Ethernet-Switch.
  • Nutzung einer LAG (Link Aggregation Group) aus zwei 1-Gbit/s-Ethernet-Ports zu einem 2-Gbit/s-Ethernet-Port.
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06.10.16 - Mit IEEE 802.3bz sollen bis zu fünfmal mehr Daten über Cat5e- und Cat6-Kabel fließen als bisher. Jetzt wurde der Ethernet-Standard unterzeichnet, bereits ab 10. Oktober wollen verschiedene Hersteller die Interoperabilität ihrer Lösungen auf einem Plugfest prüfen. lesen

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