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Backhaul, MAC-Kapazität und DHCP-Konfiguration So bremsen Kabel das WLAN aus

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Geraten drahtlose Netze ins Stocken, sind die Fehler nicht zwingend auf der Funkstrecke zu suchen – sagt Ruckus Wireless (Ruckus) und nennt drei potentielle Fehlerquellen hinter dem Übergang zum Kabel.

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Ohne funktionierende Backhaul-Anbindung kann auch das beste WLAN kein Breitbandinternet liefern.
Ohne funktionierende Backhaul-Anbindung kann auch das beste WLAN kein Breitbandinternet liefern.
(Bild: Ruckus)

Zu viele oder zu wenige Access Points, eine fehlerhafte Kanalplanung oder überflüssige SSIDs können zwar auch für Verbindungsabbrüche im WLAN sorgen – „Sehr viel häufiger liegt die Ursache des Problems aber hinter dem Übergang zum Kabel“, sagt Andreas Riepen, Head of Central and Eastern Europe bei Ruckus Wireless.

Folgende drei Fehlerquellen meint Riepen konkret:

  • Beschweren sich Anwender über eine schlechte Breitband-Performance, könnte die Ursache beim Backhaul ins Internet zu finden sein. Selbst das beste WLAN könne nur langsam und unzuverlässig reagieren, wenn die Anbindung nicht stimmt.
  • Auch die endliche MAC-Kapazität von Netzwerk-Switches bremse Netze allgemein und WLANs im Speziellen mitunter aus: Switches können nur eine bestimmte Zahl von MAC-Adressen verwalten; werde die überschritten, sind die Systeme überlastet und es kommt zu beträchtlichen Paketverlusten. Besonders anfällig seien Gäste-WLANs, die als virtuelle Netze konfiguriert sind. Grund: VLANs schränken die Kapazität von Switches deutlich ein.
  • Für WLAN-Schwierigkeiten könne zudem die automatische Konfiguration per DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) sorgen. Gelten die vergebenen Leases hier zu lang, werden IP-Adressen nicht schnell genug für neue Geräte freigegeben – für neue Nutzer gibt es dann im schlimmsten Fall keine IP-Adresse und keinen Zugang zum Netz.

Andreas Riepen resümiert: „Es gibt viele Gründe dafür, dass eine Verbindung abbricht oder gar nicht erst zustande kommt [...] Das WLAN wird zwar häufig verantwortlich gemacht, doch meist liegt die Ursache des Problems hinter dem Übergang zum Kabel. Denn auch das beste WLAN kann nicht über die Kapazitäten des zugrundeliegenden LANs hinausgehen.“

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