Internet der Dinge wird billiger, bequemer und globaler

Sigfox liefert Wegwerf-IoT für wenige Cent

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Sigfox-Devices sollen sich künftig automatisch an lokale Kommunikationsstandards anpassen.
Sigfox-Devices sollen sich künftig automatisch an lokale Kommunikationsstandards anpassen. (Bild: Sigfox)

Für einen Bruchteil des Portopreises macht Sigfox Briefe und andere Versandstücke zum Wegwerf-IoT-Device. Der Konnektivitätsservice „Admiral Ivory“ soll so Milliarden von Objekten für Verpackungs-, Logistik- sowie Retailindustrie wirtschaftlich vernetzen und tracken.

Weniger als 20 Cent soll es laut Sigfox künftig kosten, um beliebige Objekte ins Internet der Dinge zu bringen. Technische Grundlage des auf der Sigfox World IoT Expo vorgestellten Konnektivitätsdienstes „Admiral Ivory“ ist eine Hardwarekomponente, die man mit einer Fernbedienung für Garagentore vergleichen könne.

Die günstigen Systeme sollen damit vernetzte Einwegartikel oder einmalige IoT-Anwendungen möglich sowie wirtschaftlich sinnvoll machen. Das erschließe bedeutende Entwicklungsmöglichkeiten für Vapackungs-, Logistik- und Retail-Industrie.

Die bisherige Ultra-Low-Cost-Konnektivitätslösung offeriert Sigfox übrigens auch weiterhin – unter der aktualisierten Bezeichnung „Admiral Blue“ fasst der Anbieter Module zusammen, die ab zwei Euro zu haben sind und kleine Datenpakete über lange Distanzen bei geringem Strombedarf übermitteln.

Globetrotter-Devices und Geolokalisierung

Überdies kündigt Sigfox einen neuen Cognition-Service an: „Sigfox Monarch“ sorge dafür, dass IoT-Devices weltweit automatisch die lokalen Kommunikationsstandards erkennen und sich darauf anpassen. Derlei „Globetrotter-Devices“ erlauben es beispielsweise, Gepäckstücke weltweit zu tracken. Hersteller von Consumer-Elektronik oder Weißwaren benötigten nur noch ein einziges Hardwaredesign, um Sigfox-fähige Produkte weltweit zu vertreiben.

Mit den neuen Diensten will der Anbieter auch seinen Geolokalisierungsdienst aufwerten. Der nun als „Atlas“ titulierte Service bestimmt die Position von Geräten über eine Funksignalanalyse – und benötigt neben dem bereits integrierten SIgfox-Chip keine zusätzliche Hardware (etwa für GPS).

Einfacheres Onboarding

Seinen Partnern verspricht Sigfox mit „Sigfox Sunrise“ einen verschlankten Onboarding-Prozess. Der soll Entwicklungszeiten und -kosten weiter reduzieren und beinhaltet laut Anbieter:

  • Sigfox Partner Network: Ein One-Stop-Shop für alle Ressourcen, die Partner für ihre IoT-Projekte benötigen – von Hardware und Devices über Entwicklungskits bis hin zu Plattformen und End-to-End-Lösungen.
  • Sigfox BUILD: Ein Online-Portal, das Devicehersteller und Lösungsanbieter in jeder Phase ihrer Entwicklung unterstützt – von der Entwicklung über die Zertifizierung bis zur Skalierung ihrer IoT-Projekte.
  • Sigfox BUY: Dieser neue Service mache für jedermann einfacher und schneller, Sigfox-Devices mit einem Startangebot von zehn Stück zu kaufen und diese an das globale Sigfox IoT-Netzwerk anzubinden.

Erweiterte Präsenz

Schließt wirbt Sigfox mit einer erweiterten weltweiten Präsenz, die nunmehr 36 Länder umfasst. So unterstützen nun auch weitere Netzwerkoperatoren in Costa Rica, Kroatien, Tunesien und Thailand die Funktechnologie auf den lizenzfreien Bändern zwischen 862 und 928 MHz.

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