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MPLS-Verbindungen größtenteils abgelöst Siemens: Cisco-SD-WAN für 1.400 Standorte weltweit

Von Bernhard Lück

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Die Siemens AG hat mehr als 1.400 Niederlassungen in 94 Ländern (240 in Deutschland) fast vollständig auf Cisco SD-WAN powered by Viptela umgestellt. Siemens profitiere nun von einem flexiblen SD-WAN mit höherer Performance, vereinfachtem Management und niedrigeren Kosten.

Siemens nutzt weltweit SD-WAN von Cisco. Dies habe die Bandbreite verdoppelt und die Kosten halbiert.
Siemens nutzt weltweit SD-WAN von Cisco. Dies habe die Bandbreite verdoppelt und die Kosten halbiert.
(Bild: © – Victoria – stock.adobe.com)

Da bei Siemens immer mehr cloudbasierte Anwendungen zum Einsatz gekommen seien, habe das Unternehmen eine sichere und flexible Lösung für die Anbindung an das Internet benötigt. Die Wahl fiel auf Cisco SD-WAN powered by Viptela für die Umstellung von klassischem MPLS auf einen modernen internetbasierten Zugang. Neben Flexibilität, Skalierbarkeit und Performance erhöhe dies auch die Sicherheit. So könne Siemens heute Risiken effektiver erkennen und darauf reagieren.

Neue Architektur

Mit der neuen Lösung sei auch ein Paradigmenwechsel in der Architektur des Netzwerks möglich gewesen. So stehe nun der User im Zentrum, um den herum Services und Security aufgebaut werden. Von nun an sei es vollkommen egal, wo sich die Nutzer gerade befinden. Sie könnten ihr persönliches Gerät weiterhin verwenden, da die Rechte automatisch ortsunabhängig übernommen werden.

Das Projekt hatte eine Verdoppelung der Bandbreite bei Halbierung der Kosten zum Ziel. Dabei sollte das bisherige Corporate Backbone durch das Internet für den Zugang auf Unternehmensinformationen abgelöst werden. Dieser Umstieg habe die User Experience deutlich verbessert, beispielsweise bei Office-Anwendungen.

Da MPLS zwar teurer, aber auch per se sicher sei, müsse die neue und öffentlich zugängliche SD-WAN-Infrastruktur streng geschützt werden. Cisco Viptela könne dies durch SASE (Secure Access Service Edge) gewährleisten. Dieses Architekturkonzept kombiniere den erweiterten und aus einer Zweigstelle bereitgestellten SD-WAN-Edge mit umfassenden Sicherheitsdiensten, die über die Cloud bereitgestellt werden. MPLS werde aber nicht vollständig abgelöst, da es in einigen Bereichen Vorteile biete. Durch die Integration mit Cisco Viptela könne Siemens vom Besten aus beiden Welten profitieren und nun für ca. 90 Prozent der Anwendungen Cisco SD-WAN und für ca. zehn Prozent eine MPLS-Verbindung nutzen.

Zahlreiche Vorteile

Derzeit seien bereits 100 Prozent der Netzwerkinfrastruktur in Deutschland von MPLS auf SD-WAN umgestellt und damit die Kosten deutlich reduziert worden. Zudem profitiere Siemens von einem zentralen Management und einfacherer, automatisierter Installation, ohne selbst für den Betrieb der Infrastruktur verantwortlich zu sein.

Siemens habe daneben auch die Flexibilität und Zukunftsfähigkeit des Netzes wesentlich erhöht. So sei nun eine Multi-Cloud-Integration möglich. Office-Anwendungen würden jetzt durch die höhere Bandbreite und den direkten Internetzugang schneller und mit reduzierten Antwortzeiten laufen. Bislang seien diese Anwendungen immer über die zentralen Rechenzentrumsstandorte geroutet worden. Nun könnten die meisten Anfragen direkt in die Anbieter-Cloud gehen und dadurch über den schnellsten Pfad übertragen werden. Durch die erzielbaren höheren Geschwindigkeiten sowie die deutlich verbesserte Qualität bei Collaboration-Tools und Videokonferenzen steige die Akzeptanz der Nutzer und deren Produktivität.

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