Anbieter zum Thema
Network Booting: lokale Ressourcen nutzen
Booten aus dem Netzwerk ist hier der richtige Mittelweg. Statt von seiner eigenen Festplatte kann ein Rechner – die passende Software vorausgesetzt – auch von einem SAN starten.
Der Einsatz von Boot-fähigen Images führt bereits bei der Einbindung eines neuen Servers zu großen Vereinfachungen. Man braucht ihm nur noch mit ein paar Mausklicks mitzuteilen, von welchem Image er booten soll. Sind dann noch geringfügige Änderungen in der Konfiguration erforderlich: Auch kein Problem, das geänderte Image lässt sich auch zurück schreiben.
Noch sehr viel deutlicher werden die Vorteile aber bei den angeschlossenen Clients. Auch sie booten von vorbereiteten Shared Images auf einem SAN und brauchen somit keine eigene Festplatte mehr – ein enormer Beitrag zu Deduplizierung. Die Hardware macht allerdings nur einen Bruchteil des Einsparpotentials aus. Der Konfigurationsaufwand für neu hinzugekommene Rechner ist minimal, da ja bereits vorbereitete Boot-Images existieren.
Abgestürzte oder durch Viren verseuchte PCs sind in Sekunden repariert, dazu reicht ein einfaches Aus- und wieder Einschalten. Dann bootet das Gerät vom geschützten Image und ist nach wenigen Augenblicken wieder wie neu. Updates und Patches müssen nur ein einziges Mal installiert und getestet werden, nämlich am Boot-Image. Schon beim nächsten Start sind dann alle Rechner wieder auf dem neuesten Stand.
Während des Tagesgeschäfts nutzen die Clients dann ihre lokalen Ressourcen. Das heißt, es steht immer genug Rechenleistung zur Verfügung. Die Anwendungen können auch die Features moderner Prozessor-Grafikkarten nutzen. Auch wenn viele neuen Clients hinzukommen, gibt es keine Verzögerung bei der Programmausführung.
Netzwerk-Traffic: Auslastungsspitzer vermeiden
Natürlich führt der Rechnerstart von einem Boot-Image zu einer Erhöhung des Traffics im Netzwerk. Dieser verteilt sich aber zeitlich weit günstiger als dies bei der Übertragung kompletter Disk-Images der Fall ist. Denn zum Starten seines Rechners und zum Ausführen eines Programms benötigt der Anwender ja immer nur eine relativ kleine Datenmenge aus dem Boot-Image. Genau diese wird jeweils übertragen. Damit werden Auslastungsspitzen vermieden und das bestehende Netzwerk reicht völlig aus. Bei den meisten Betriebssystemen müssen weniger als 75 MByte beim Booten transferiert werden.
Bei einem Test der Gakushuin Universität in Tokyo benötigten 200 gleichzeitig startende XP-Clients im Durchschnitt 40 Sekunden für den Boot-Vorgang. Das Booten aus dem Netzwerk dauert also nicht länger als von einer lokalen Festplatte.
Boot-Management: Shared oder individuell
Es wird immer Rechner geben, die eine besondere und flexible Konfiguration benötigen und daher nicht von einem Shared Image booten können. Diesen kann auf dem Server ein eigenes Image zugeordnet werden. Es lässt sich also auch hier eine Diskless Workstation einsetzen – ein wichtiger Beitrag zur Standardisierung.
Welcher Client von welchem Image bootet, kann entweder durch die MAC-Adresse oder durch den User Account definiert werden. Wechselt ein Mitarbeiter den Arbeitspatz, findet er auch auf einem anderen Rechner seine Konfiguration vor.
Denn ein gewisses Maß an Individualisierung ist auch beim Booten von einem Shared Image wünschenswert. Viele Anwender brauchen spezielle Verknüpfungen oder Freigaben. Auch die e-Mail-Signatur soll ja individuell sein. Deshalb sollten die individuellen Nutzerdaten getrennt vom standardisierten Image auf dem Server speicherbar sein.
weiter mit: Failover: auch die Risiken werden zentralisiert
(ID:2042243)