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Network Booting via SAN, die optimale Betriebsart für Clients und Server

Shared Images – Betriebssystem-Bereitstellung über das LAN

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Start: Flex-Server übernimmt die Zuordnung

Nach dem Einschalten sendet die Workstation zunächst einen Bootstrap an den Flex Server. Dieser erkennt anhand der Hardware-spezifischen MAC-Adresse, ob der anfragende Computer für das Booten im Netz registriert ist, und leitet diesen dann auf das zugeordnete Boot Image im SAN um. Von diesem Image startet nun der Rechner. Während des Betriebs kommuniziert er dann nur noch mit den iSCSI-Speichern im SAN.

Ist eine entsprechende Infrastruktur nicht vorhanden, kann Flex ein solches SAN auch auf einem normalen Server emulieren, so dass für das Booten vom Image keine teure Neuanschaffung nötig ist. Shared Images sind nur in Verbindung mit dem Flex Storage-Server möglich. Die iSCSI Targets können aber auch auf einem NAS-Speicher liegen.

Patches und Updates: Deployment bei Booten

Ist diese Grundkonfiguration einmal eingerichtet, sind Updates aller Art kein Problem. Die Änderung wird zunächst innerhalb einer Probekonfiguration auf Konflikte getestet. Läuft sie problemlos, wird nur eine einzige Datei, das Master-Boot-Image, ausgetauscht. Alle angeschlossenen Rechner sind dann schon beim nächsten Start auf dem neuesten Stand. Gerade bei auftretenden Sicherheitslücken ist dies von entscheidendem Vorteil, da die Verzögerung zwischen der Bereitstellung eines Patches und dessen Deployment im gesamten Netz minimal bleibt.

Sorgen um seine persönliche Konfiguration braucht sich der Anwender dabei nicht zu machen, denn die Zusatz-Software RES PowerFuse sichert das User-Profil getrennt vom Master Image. Auch bei einem Update wird also nichts überschrieben.

Hier zeigt sich erneut, welche Flexibilität dieses Verfahren bietet: Durch eine einfache Einstellungsänderung auf dem Flex Server bootet eine Workstation einfach von einem anderen Image – und aus einem Marketing-Arbeitsplatz wird in Sekunden einer für das Kundenmanagement. Praktisch: Auch die Verknüpfung zwischen User-Account und Boot-Image ist möglich. Wechselt ein Mitarbeiter das Büro, braucht er seinen Rechner also nicht mitzunehmen.

Sogar mobile Rechner lassen sich sinnvoll in dieses Konzept einbinden. Denn gerade Notebooks sind ja besonders anfällig für Virenbefall. Sie können mit Flex so konfiguriert werden, dass das Gerät automatisch vom Master-Image aus bootet, sobald es mit dem Firmennetzwerk verbunden ist. Damit ist auch der Mobilrechner in jedem Fall vertrauenswürdig.

Flexibilität und Betriebssicherheit machen das Verfahren auch für kleine Netzwerke interessant. So können auch „einfallsreiche“ Schüler den Rechner im Computerraum nicht dauerhaft beschädigen, wenn dieser beim nächsten Start wieder von einem gesicherten Image bootet. Gerade im Schulungsbereich ist auch der Einsatz mehrerer Boot-Images pro Rechner sehr sinnvoll: Ein und dieselbe Hardware kann über ein Boot-Menü so bspw. gleichermaßen als Windows- oder als Linux-Maschine genutzt werden.