Technische Breitband-Übergangslösung

Satellit speist FTTH-Netz

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Über Glasfaser können die Ullersdorfer künftig auch mit IP-Telefonie und TV-Programmen versorgt werden.
Über Glasfaser können die Ullersdorfer künftig auch mit IP-Telefonie und TV-Programmen versorgt werden. (Bild: Eusanet)

Bereits in der Vergangenheit hat Eusanet lokale Kupfernetze per Satellit ins Internet gebracht – jetzt tut der Anbieter Gleiches aber erstmals mit einer Glasfaserinfrastruktur und eröffnet damit ganz neue Zukunftsperspektiven.

Selbst für Eusanet ist die jetzt im sächsischen Sayda (Ortsteil Ullerdorf) implementierte Infrastruktur nicht mehr als eine „technische[n] Übergangslösung“. Bei der sei eine zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur mit leistungsfähigem Satellitenbreitband über den Eutelsat High Throughput-Satelliten KA-SAT kombiniert worden.

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Leistungsfähig heißt in diesem Kontext: Private Haushalte werden bis zu 30 Mbit/s im Downlink und fünf Mbit/s im Uplink versorgt – für Unternehmen offeriert Eusanet einen Dienst mit 50 Mbit/s im Downlink und zehn Mbit/s im Uplink. Je nach Tarifmodell und Auslastung können die genannten Maximalwerte erfahrungsgemäß stark schwanken. Technisch bedingt müssen Anwender zudem mit Paketlaufzeiten von mehreren hundert Millisekunden rechnen.

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Langfristig dürfte damit vordergründig das lokale FTTH-Netz eine Zukunft haben. Das deutet auch Eusanet-Geschäftsführer Stephan Schott an: „Die Lösung ist zugleich ein wichtiges Signal für alle kleinen Gemeinden in mit Breitband unterversorgten Regionen. Denn diese können heute schon in Eigeninitiative FTTH-Netze aufbauen und sofort für schnelle, leistungsfähige Breitbanddienste nutzen, bis ein finanzierbarer Glasfaseranschluss an regionale und überregionale Backbones erfolgt“.

Kurzfristig plant Eusanet derweil, IP-gestützte Telefonie-Dienste in das Netz zu bringen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten angeschlossene Haushalte auch per Glasfaser mit digitalen TV-Programmen versorgt werden.

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